Finden Sie Ihren Experten in Ihrer Umgebung

 

Der Nutzen der psychoonkologischen Behandlung bei Krebspatienten

Was Ihrer Seele gut tut, trägt auch zu Ihrem körperlichen Wohle bei. Nehmen Sie Unterstützung an!

Sie fühlen sich mit der Situation überfordert, benötigen Unterstützung bei der psychischen Bewältigung? Sie haben das Gefühl, dass Sie das alles nicht schaffen?

Eine Krebserkrankung verändert Ihr Leben auf einen Schlag. Das Alltagsleben verliert die gewohnte Ordnung, Sorgen und Ängste bedrücken die Betroffenen und Angehörigen. Eine Krebserkrankung ist eine existenzielle Belastungsprobe für Körper und Seele. Das körperliche Leid tritt dabei oftmals schnell in den Vordergrund, hingegen zeigt sich das Leid in der Seele oftmals erst nach und nach. Viele Betroffene verspüren den Wunsch, in sich hineinzuhorchen und wollen aktiv etwas ändern. Erste Schritte für Sie können dabei sein, Ihren Alltag neu zu strukturieren, Unterstützung anzunehmen und Dinge zu finden, die Ihnen trotz der Krankheit „guttun“.

Sowohl während als auch nach der Therapie ist es enorm wichtig, nicht nur auf die Wiederherstellung des Körpers, sondern auch auf die Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichtes zu achten. Die Aufrechterhaltung und Wiedergewinnung von „Gesundheit“ ist nur durch ein enges Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele zu erreichen. Ein wichtiger Begleiter und Unterstützer für Betroffene kann dabei ein Psychologe oder Psychoonkologe sein.

 

Durch eine gezielte psychoonkologische Unterstützung können Sie:

  • Zusammen eine Bewältigungsstrategie entwickeln
  • Eine professionelle Unterstützung in schweren Phasen an Ihrer Seite haben
  • Unterstützung bei der Bewältigung von psychosozialem Stress haben, wie:
    • Emotionale Aspekte
    • Familiäre und freundschaftliche Bindungen
    • Spirituelle oder religiöse Belange
    • Körperliche Probleme
    • Belastungen im Alltag
  • Jeden Gedanken äußern, ohne darauf zu achten, wie es Ihrem Gegenüber damit geht
  • Einen neutralen Ansprechpartner haben, der Ihnen zuhört und Sie bestärkt, wieder Kontrolle über Ihr Leben zu bekommen
Verzweifelter Krebspatient im Gespräch - Unterstützung durch Psychoonkologen

Um Ihre Lebensqualität aufrecht zu erhalten und Therapie spezifischen Belastungen Stand zu halten, benötigen Sie nicht nur körperliche Stärke. Ihre "Gesundheit" ist nur durch ein enges Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele wieder zu gewinnen.

 

Nutzen Sie das vielfältige Angebot von Behandlungen und Ansprechpartner und stärken Sie Ihre Psyche! Sie müssen die Last nicht alleine tragen! Für Ihre Krebstherapie ist es enorm wichtig, dass sowohl Körper, als auch Ihre Psyche gestärkt werden. Sie können trotz der Diagnose das Leben genießen, Spaß haben und Ihre Lebensqualität erhöhen. Nehmen Sie die Unterstützung an!

 

 

Finden Sie Ihren passenden Psychologen/ Psychoonkologen
in Ihrer Stadt und Umgebung  

INFORMATIONEN

Was ist die Psychoonkologie?

Die Psychoonkologie verfolgt das Ziel, Krebspatienten und deren Angehörigen eine angemessene Hilfestellung bei der Krankheitsverarbeitung zu geben, und beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von Krebserkrankungen und dem seelischen Erleben.

 

Was ist ein Psychoonkologe?

Psychoonkologen beraten, betreuen und behandeln Menschen mit Krebs sowie deren Angehörige. Die Gespräche mit einem Psychoonkologen können helfen, mit der Krebserkrankung und ihren Folgen besser umzugehen. Das Ziel ist es, eine hohe Lebensqualität für Betroffene und deren Angehörige unter den Bedingungen von Therapie, Krankheit und Nachsorge zu erreichen.

 

Wichtig:

Psychoonkologen wenden sich nicht nur an Krebspatienten, sondern auch an deren Angehörige und unterstützen diese bei der starken Belastung und der veränderten Situation.

Welche Berufsgruppen im Bereich der Psychoonkologie gibt es?

Zu Psychoonkologen gehören sowohl Ärzte, Psychologen und Sozialpädagogen als auch Seelsorger und Menschen in vergleichbaren Berufen des sozialen Bereichs.

 

Worauf ist bei der Auswahl des Psychoonkologen zu achten?

Achten Sie neben der guten Beziehung und dem Praxiswissen auch darauf, ob entsprechende fachliche Nachweise (Fortbildungen, Zertifikate etc.) vorliegen, die den Experten zu dieser Arbeit befähigen.

Berufsbezeichnungen in der Psychologie

Die Berufsbezeichnungen Psychotherapeut, Psychologe und Psychiater werden oftmals synonym verwendet, unterscheiden sich jedoch stark voneinander.

 

  • Diplom-Psychologen haben an der Universität das Fach Psychologie studiert. Sie haben nicht das Recht, Medikamente zu verschreiben.
  • Psychologische Psychotherapeuten sind Psychologen, welche neben einem abgeschlossenen Studium im Bereich der Psychologie eine mehrjährige Ausbildung in einem oder mehreren zugelassenen psychotherapeutischen Verfahren absolviert haben. Sie verordnen keine Pharmakotherapie und dürfen keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen.
  • Ärztliche Psychotherapeuten sind approbierte Mediziner. Zudem weisen Sie eine psychotherapeutische Qualifikation nach. Ärztliche Psychotherapeuten dürfen Medikamente verschreiben und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen.
  • Psychiater sind Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist abzugrenzen von den beiden anderen psychotherapeutischen Fachärzten, dem Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und dem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie.

Mit Kindern sprechen

Die Diagnose Krebs kann das gesamte Gefüge in einer Familie verändern. Bei solchen existenziellen Veränderungen reagieren Kinder und Jugendliche oftmals besonders empfindlich. 

Zum einen sind die Eltern teilweise stark verunsichert, wie sie mit ihren Kindern angemessen umgehen können, zum anderen ist der eine Elternteil durch die Krebserkrankung und Therapie geschwächt und stark belastet. Aus diesem Grund ist die Gefahr groß, dass die Kinder mit ihrer Situation und ihren Sorgen allein bleiben. Ambulante Krebsberatungsstellen können ihnen zum Teil Unterstützung bieten. Zudem gibt es die Möglichkeit, Familiensprechstunden wahrzunehmen. Das Ziel ist es, die Kinder während dieser belastenden Zeit zu stärken und die verunsicherten Eltern zu unterstützen.

 

Häufige Fragen von Eltern sind:

  • Wie teile ich meinem Kind die Diagnose mit?
  • Wie gehe ich mit meinen eigenen Gefühlen um?
  • Darf ich meine Gefühle und Ängste vor meinem Kind zeigen?
  • Wie gehe ich mit den Fragen nach Tod und Sterben um?

 

Wichtige Fragen der Kinder/Jugendlichen sind:

  • Muss meine Mutter/mein Vater sterben?
  • Darf ich über meine Ängste mit meinen Eltern sprechen oder belaste ich sie damit? 
  • Darf ich mich mit Freunden treffen, lachen und fröhlich sein?

 

 

AKTUELLE BERICHTE

 

 

Nachdenklicher Krebspatient - Psychoonkologe hört zu – Professionelle Unterstützung für Krebspatienten und deren Angehörige

Wann sollte man sich an einen Psychoonkologen wenden?

Durch eine Krebserkrankung sind Betroffene und Angehörige meistens sehr stark belastet. Falls Sie und/oder ihre Angehörigen sich mit der neuen Lebenssituation überfordert fühlen, in einer Krise feststecken oder sich mit Ihren Ängsten und Sorgen allein gelassen fühlen, sollten Sie sich nach einem psychoonkologischen Angebot erkundigen. Professionelle Hilfe sollten Sie zudem bei folgenden Hinweisen in Anspruch nehmen:

  • Furcht, die Sie lähmt und Ihren Alltag bestimmt oder Sie hindert, bei der Krebstherapie mitzuwirken

  • Anhaltende starke Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit (Gefühl der Leere)

  • Fortbestehende Erschöpfung nach Behandlungsende, starke Ängste oder andere psychische Probleme

  • Schlafprobleme oder Albträume aufgrund Ihrer Krebserkrankung

Nutzen Sie eine professionelle Krebsberatungsstelle! Diese hat den Vorteil, dass Sie dort mit Menschen sprechen können, die sich mit Ihrer Krebserkrankung und den begleitenden Umständen sehr gut auskennen und einen hohen Erfahrungsgrad vorweisen.

 

 

Arten der psychotherapeutischen Unterstützung

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen psychotherapeutischen Unterstützungsmöglichkeiten. Wählen Sie mit Ihrem Psychologen oder Psychoonkologen die passende Behandlung aus!

Vielfältige psychotherapeutische Behandlungen:

  • Psychoanalyse
  • Verhaltenstherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Systematische Therapie
  • Gesprächstherapie
  • Etc.

Weitere Entspannungsverfahren und -übungen

  • Kunst- und Gestaltungstherapie
  • Musiktherapie
  • Tanztherapie

 

Psychotherapeutin bringt ältere Frau zum lächeln – Professionelle Unterstützung und Hilfe
Psychoonkologe unterstützt Krebspatientin – Hoffnung und Vertrauen

Heilpraktiker für Psychotherapie

Neben den Ärzten und den psychologischen Psychotherapeuten gibt es in Deutschland noch weitere Berufsgruppen, welche die Psychotherapie ausüben dürfen. Dazu gehören auch die Heilpraktiker. Sie sind in der Lage körperliche und seelische Krankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln. Heilpraktiker müssen jedoch nicht über ein fachspezifisches Universitätsstudium verfügen (Ärzte und Psychologen im Gegensatz schon), sie haben dafür eine Heilpraktiker-Schule besucht und oft langjährige fachspezifische Ausbildungen absolviert. Das Gesetz unterscheidet zwischen Heilpraktikern, die in „allen“ therapeutischen Gebieten arbeiten dürfen („echte“ Heilpraktiker), und Heilpraktikern für Psychotherapie, welche nur psychotherapeutisch tätig werden dürfen. Heilpraktiker für 

Psychotherapie sind Personen, welche eine Zulassung erhalten haben, Psychotherapie anbieten zu dürfen und sind nach Gesetz keine „echten“ Heilpraktiker. Für sie gibt es keine genau vorgeschriebene Ausbildung. Dies ist der Grund, wieso die Qualifikation sehr unterschiedlich ausfallen können und daher vom Patienten genau geprüft werden sollten.

Krebspatienten und deren Angehörigen können bei diesen Therapeuten oftmals deutlich schneller an einen Termin kommen, als bei einem Psychologischen Psychotherapeuten. Die Kosten für die Behandlungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Das fachliche Wissen aller Heilpraktiker wurde bei einer amtsärztlichen Überprüfung in Theorie und Praxis nachgewiesen.

Die „echten“ Heilpraktiker dürfen Medikamente verschreiben. Dabei handelt es sich jedoch um keine rezeptpflichtige, sondern nur um apothekenpflichtige Produkte. Dies sind meistens pflanzliche und homöopathische Arzneien. Im Gegensatz zu Heilpraktikern dürfen weder Heilpraktiker für Psychotherapie noch Psychologische Psychotherapeuten Medikamente verordnen. Zusammenfassend lässt sich zu dem Heilpraktiker der Psychotherapie sagen:

  • Schwerpunkt: Psychotherapie
  • Studium: Nicht zwingend
  • Zusatzqualifikationen: Prüfung durch Amtsarzt
  • Geschützte Berufsbezeichnung: ja
  • Kostenübernahme: Privat oder mit Zusatzversicherung
  • Heilpraktiker für Psychotherapie in der Übersicht

 

Allgemeine Empfehlungen zur seelischen und psychischen Balance

Ab dem Zeitpunkt der Diagnose verändert sich der gewohnte Tagesablauf schlagartig. Klinikaufenthalte, Arzt-, Behandlungs- und Beratungstermine sind tägliche Bestandteile im Alltag, hinzu kommen durch die Krankheit und Behandlung bedingte Einschränkungen. All diese Punkte führen zu Verunsicherung. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie Ihrem neuen Alltag eine Grundstruktur geben, welche Ihnen Halt gibt. Führen Sie zum Beispiel feste Essenszeiten ein, welche Ihnen Struktur im Tagesablauf geben. Nehmen Sie sich Zeit für die Zubereitung und Auswahl der Gerichte. Eine sorgfältige Auswahl und Zubereitung von Speisen und ihr bewusster Verzehr bewirken einen achtsamen Umgang mit sich selbst. Planen Sie regelmäßig Zeit für körperliche Aktivitäten in Ihren Tagesablauf ein. Auch Bewegung und Sport haben Auswirkung auf die seelische Balance. Bewegung und Sport helfen Ihnen zugleich dabei, wieder mit Ihrem Körper vertraut zu werden, Nebenwirkungen zu mindern und die Lebensqualität erheblich zu steigern. Ein weiterer wichtiger Bestandteil in Ihrer Alltagsstruktur sollte regelmäßiger und ausreichender Schlaf sein. Gönnen Sie Ihrem Körper neben dem Nachtschlaf auch eine tägliche Mittagsruhe. Diese kann zur Erholung Ihres durch die Krankheit und Therapie beanspruchten Körpers beitragen. Durch den Wechsel von Aktivitäts- und Ruhephasen entsteht eine Tagesstruktur, welche eine gute Voraussetzung für innere Ausgeglichenheit ist.

Machen Sie sich selbst keinen Druck. Eine schnelle Rückkehr zur gewohnten Normalität vor der Krebserkrankung ist oft nicht ohne Weiteres möglich. Die ungewohnten Anforderungen, innere Unruhe, vegetative Übererregtheit und Schlaflosigkeit können Anzeichen für die psychische Belastung sein. Akzeptieren Sie daher ein verändertes Arbeitstempo und veränderte Leistungsfähigkeit. Sie müssen nicht jede Arbeit direkt erledigen. Falls es Ihnen hilft, erstellen Sie Ranglisten. Legen Sie dabei wichtige Tätigkeiten auf Tageszeiten, in denen es Ihnen leichter fällt, aktiv zu sein. Zudem können Sie auch jederzeit Hilfe anderer in Anspruch nehmen. Vor allem in der Familie müssen neue Absprachen getroffen werden. Zuständigkeiten dürfen wechseln und Aufgaben können anders verteilt werden. Stimmen Sie die Tätigkeiten je nach Ihrer Leistungsfähigkeit und Ihrem Behandlungsplan immer und immer wieder untereinander ab. Lassen Sie sich unterstützen und scheuen Sie sich nicht, nach Hilfe zu fragen. Es ist normal, dass es Veränderungen in Familie, Beruf und Umfeld gibt und Sie mehr Hilfe benötigen.

Neben den täglichen neuen Terminen, Erledigungen und Verpflichtungen ist es sehr wichtig, Dinge zu machen, bei denen Sie neue Kraft und Ausgeglichenheit finden. Oftmals sind dies die gleichen Dinge, die Sie vor der Erkrankung gerne gemacht haben. Vielleicht gibt es jetzt aber auch neue Ideen. Überlegen Sie, bei welchen Tätigkeiten Sie sich im Einklang mit sich selbst befinden, welche Hobbys Sie haben, was Sie die Zeit vergessen lässt und ob es etwas gibt, was Sie schon immer einmal machen, lernen oder erleben wollten. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Es geht darum, etwas zu tun, das Sie mögen, das Ihnen guttut, das für Sie wertvoll ist und Ihnen Kraft und neue Energie gibt.

Bei einer Krebserkrankung ist es sowohl als Betroffener als auch als Angehöriger nicht möglich, alle mit der Erkrankung verbundenen Belastungen auszublenden. Es ist nicht möglich, jedem Stress und jeder Angst zu entfliehen. Fast jeder Krebsbetroffene kennt die Angst vor dem Wiederauftreten oder einem Fortschreiten der Erkrankung. Diese Angst lässt sich oftmals nicht einfach ablegen. Umso wichtiger ist es, über Ängste zu sprechen, damit diese wirksam abgebaut werden können. Dabei können Gespräche helfen, die Krebserkrankung und die Umstände der Behandlung zu überdenken und besser zu verarbeiten. Suchen Sie nach Gesprächspartnern, mit denen Sie darüber reden können, die Ihnen zuhören und mit denen Sie sich austauschen können. Oftmals gibt es einen solchen Vertrauten in der Familie oder im Freundeskreis. Jedoch können Sie auch eine externe Person aufsuchen, zum Beispiel einen Psychoonkologen. Es kann helfen, gerade mit jemandem zu sprechen, der nicht als Familienmitglied auf seine Weise durch die Erkrankung mit betroffen ist. Vielen Betroffenen fällt es schwer, sich mit dem Thema Krebs anderen anzuvertrauen. Suchen Sie daher Ihre Gesprächspartner achtsam aus. So können auch für unterschiedliche Themen und Bedürfnisse verschiedene Menschen die richtigen Gesprächspartner sein.

Für viele Betroffene ist der Kontakt zu anderen an Krebs erkrankten Personen sehr wichtig. In Deutschland gibt es die Möglichkeit, sogenannte Krebs-Selbsthilfegruppen zu besuchen. Hier treffen sich Betroffene zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch, aber auch zu gemeinsamen Unternehmungen. Oftmals dient die Selbsthilfegruppe als wichtige Unterstützung für Krebspatienten, vor allem, wenn sich die Betroffenen innerhalb der sonstigen Umgebung nicht ausreichend verstanden fühlen. Die Mitglieder profitieren von den gegenseitigen Erfahrungen. Einige Selbsthilfegruppen organisieren sogar Vortragsveranstaltungen und Gesprächsrunden mit Ärzten und Therapeuten, um mehr über die Erkrankung sowie über Möglichkeiten der Therapie und Nachsorge zu erfahren. Dabei werden die Gruppen meistens von erfahrenen, oft selbst betroffenen Frauen und Männern geleitet.

Falls Sie das Gefühl haben, dass Sie mit Ihrer Familie oder mit Ihrem Freundeskreis nicht darüber reden können oder wollen, da Sie Ihre Angehörigen nicht belasten möchten, sollten Sie sich nicht scheuen, Hilfe von Fachleuten in Anspruch zu nehmen. Zum einen können Psychologen vor dem Hintergrund Ihrer Ausbildung und Berufserfahrung mit einem gewissen Abstand auf Ihre spezielle Situation sehen, zum anderen können Sie Ihnen sehr gezielt helfen, besser mit der Situation umzugehen. Professionelle Psychologen und Psychoonkologen finden Sie oben.

 

 

Krebspatient und Therapeut im Gespräch - Neutraler Ansprechpartner

 

 

Spezifische Empfehlungen , Entspannungsverfahren und Übungen 

 

Es gibt bewährte Methoden, die auf überlieferten Erfahrungen und medizinischem Wissen fußen und Ausgeglichenheit und Entspannung fördern. Die in dieser Tabelle aufgeführten Verfahren geben Ihnen die Möglichkeit, im Alltag (auch in belastenden Situationen) beruhigend auf seelische und körperliche Prozesse einzuwirken. Die Methoden sind leicht zu erlernen. Oftmals gibt es fachlich geleitete Übungsgruppen, die Ihnen einen sehr guten Einstieg ermöglichen. Sie können die Methoden jedoch auch selbst erlernen, indem Sie Bücher und Videomaterial nutzen. Probieren Sie aus, welche Verfahren für Sie am besten geeignet sind. Viele Krankenkassen unterstützen die Teilnahme an Kursen, in denen die genannten Verfahren gelehrt und vertieft werden. Versicherer, Gesundheitszentren und Sportvereine, Krebsberatungsstellen sowie Familienbildungsstätten und Volkshochschulen bieten oftmals Kurse an. Vor der Anmeldung bei einem Kurs erkundigen Sie sich am besten direkt bei Ihrer Krankenkasse, unter welchen Voraussetzungen eine Kostenerstattung möglich ist.

 

Ein anerkanntes und gut erlernbares Entspannungsverfahren ist das „Autogene Training“. Entwickelt wurde dieses Training von dem Berliner Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz. Das Wort „autogen“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „selbst hervorgerufen“. Beim Autogenen Training erlernt man die Fähigkeit, selbst auf das eigene Befinden Einfluss zu nehmen. Eine Regulation des vegetativen Nervensystems wird durch intensive Vorstellungen wie zum Beispiel Wärme und Schwere bewirkt. Daher eignet sich Autogenes Training, um Stress und Belastungssituationen, welche durch die Erkrankung hervorgerufen werden, mit einer Tiefenentspannung zu begegnen. Dadurch können innere Unruhen, Schlafstörungen und Ängste gemindert werden. Sehr gute Resultate sind zu erzielen, wenn das Training regelmäßig absolviert wird.

Eine tiefe Entspannung des ganzen Körpers kann auch mit der Methode der Progressiven Muskelentspannung erreicht werden. Das Verfahren wurde vom amerikanischen Internisten und Physiologen Edmund Jacobson (1885–1976) entwickelt. Die willentliche Kontraktion (Anspannung) und bewusste Relaxation (Entspannung) einzelner Muskelpartien führen zu nachweislich guten Effekten.

Einzelne Muskelgruppen werden in einer bestimmten Reihenfolge bewusst angespannt, die Spannung wird dann eine gewisse Zeit gehalten, und anschließend wird der Muskel wieder entspannt. Die Aufmerksamkeit wird dabei auf die unterschiedlichen Empfindungen gerichtet, die mit den unterschiedlichen Zuständen verbunden sind. Bei einer regelmäßigen Absolvierung der Übungen erlernen die Betroffenen, den Spannungszustand einzelner Muskelgruppen genauer wahrzunehmen und bestimmte Körperregionen gezielt zu entspannen. Sowohl bei der Progressiven Muskelentspannung als auch beim Autogenen Training konnten wissenschaftlich fundierte Studien eine Vielzahl positiver Effekte nachweisen. Neben der Abnahme von Puls- und Atemfrequenz konnten weitere positive Effekte wie Blutdruckregulierung, die Reduzierung von Kopfschmerzen und Schlafstörungen sowie die Minderung von Stress und Angstzuständen erzielt werden.

Meditation stammt von dem lateinischen Wort „meditatio“ und bedeutet „Nachsinnen“.

Das Ziel ist es, durch bestimmte Achtsamkeitsübungen, welche die Gedanken zu bündeln suchen, zur Ruhe zu kommen und in einer meditierenden Art und Weise sich selbst zu begegnen. Um das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen, wird Meditation in westlichen Ländern auch im Rahmen psychotherapeutischer Behandlungen praktiziert. Der Geist wird durch die Konzentration während der Meditation beruhigt. Der Herzschlag verlangsamt sich und der meditative Zustand ist neurologisch durch die Veränderung der Hirnwellen messbar.

Yoga umfasst geistige und körperliche Übungen. Die körperlichen Übungen in Bezug auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen haben im Yoga einen immer höher werdenden Stellenwert bekommen. Yoga ist sehr vielseitig. Phasen der Tiefenentspannung und Atem- sowie Meditationsübungen gibt es in unterschiedlichen Körperhaltungen. Komplexe Übungen benötigen die entsprechende Erfahrung und erfordern regelmäßige Praxis sowie eine gewissenhafte Anleitung. Die Übungen fördern im Allgemeinen eine Haltung der inneren Gelassenheit. Körperliche Betätigung wird besonders durch Hatha Yoga betont.

Qigong (Chi-Gong) ist eine chinesische Konzentrations- und Bewegungsform. Sie dient der Kultivierung von Körper und Geist und ist ein wesentlicher Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Zur Anwendung kommen dabei Körper-, Bewegungs-, Atem- und Konzentrationsübungen sowie Meditationen. Das Chi steht für die vitale, bewegende Kraft des Körpers und der Welt, das Gong hingegen steht für Arbeit und Fähigkeit. So könnte man Qigong auch als „Arbeit mit dem vitalen Lebensstrom“ bezeichnen.

Entwickelt wurde das T'ai Chi Ch'uan als eine Art „innere Kampfkunst“ im Kaiserreich Chinas.

T'ai Chi Ch'uan besteht aus einer Abfolge von fließenden Bewegungen, wie sie in China von vielen Menschen als eine Art Breitensport ausgeübt wird. T'ai Chi Ch'uan wird heutzutage als meditative Bewegungslehre gesehen, die der Gesundheit und der Persönlichkeitsentwicklung dient. Es dient zudem nachweislich auch der Harmonisierung und ist eine Konzentrationsübung, welche Körper und Geist wachhält. Dabei gehören Bewegungsübungen des Chi Gong und T’ai Chi Ch’uan zu den fünf wichtigsten Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und sind gut in einer Gruppe unter fachlicher Anleitung zu erlernen

Sie wollen ausprobieren, ob Sie sich mit Farben, Ton oder Collagen besser ausdrücken können als auf verbale Weise? Oder wollen Sie sich einfach eine Zeitlang ausklinken, zur Ruhe kommen und sich mit „schönen“ Dingen beschäftigen? Das Ziel ist es, innere Bilder nach außen zu bringen und Gedanken sowie Gefühle in einem Bild oder einer Form auszudrücken. Sie können über die Ergebnisse sprechen oder sie einfach auf sich wirken lassen.

Das eigene Körperselbstbild kommt bei einer Krebserkrankung oftmals ins Wanken. Körperorientierte Therapien unterstützen Sie dabei, bei unterschiedlichen Übungen den Körper bewusst zu erleben und sich (wieder) natürlich zu bewegen. Bodenkontakt kann Ihnen das Gefühl vermitteln, dass Sie gut geerdet sind. Muskelverspannungen können sich allmählich wieder lösen und Körpertherapien unterstützen das Selbstbewusstsein.

Bewegen Sie sich frei zur Musik. Entwickeln Sie durch die unterschiedlichen Bewegungen ein besseres Körpergefühl und lassen Sie sich von der Musik führen.

Klänge, Töne und Stimmen können beruhigen, Ängste mildern und Schmerzen reduzieren. Mit der aktiven Musiktherapie können Sie sich mithilfe von Instrumenten ausdrücken.

ERFAHRUNGSBERICHTE

 

Sie benötigen Unterstützung bei Ihren psychischen Belastungen, fühlen sich mit der Situation überfordert, wollen mit Ihren Angehörigen und Freunden darüber nicht reden, benötigen einen neutralen Ansprechpartner, der Ihnen zuhört und Sie bestmöglich unterstützt oder haben weitere Fragen?  Finden Sie Ihren passenden Psychologen/ Psychoonkologen in Ihrer Stadt und Umgebung  

Häufig gestellte Fragen im Bereich Psychologie finden Sie hier.

Falls Sie dennoch weitere Fragen haben, erhalten Sie zusätzliche Informationen auf der Seite des Tumorzentrums München - Krebsberatung.

KONTAKT
Logo - sgk stärker gegen Krebs
Stärker gegen Krebs
Spicherenstraße 8
81667 München