Wichtige Informationen für Patienten und Angehörige

 

Patienteninformationen

In diesen Bereich erhalten Sie auf viele Ihrer Fragen, Antworten und Hilfestellungen. Informationen rund um Kosten, Kostenübernahmeverfahren und Möglichkeiten der Kostenerstattung erhalten Sie im Bereich Kostenübernahme der Krankenkassen

 

Häufig gestellte Fragen von Patienten!

  • Trainings-, und Bewegungstherapie
  • Ernährungsberatung für Krebspatienten
  • Psychologie und Psychoonkologie
  • Naturheilkunde
  • Physiotherapie und Osteopathie
  • Apotheken
  • Zweithaar
  • Onkologie und Strahlentherapie
  • Reha

Wir bieten Informationen rund um Bewegung, Gesundheit, psychologische und physiologische Begleitung, Ernährung sowie komplementäre Behandlungen und Produkte, Apotheken und Zweithaar. Außerdem ermöglichen wir Ihnen einen direkten Kontakt zu qualifizierten Experten und Beratern in Ihrer Stadt und Umgebung.

Bewegung:

  • Abgeschlossene physiotherapeutische, sporttherapeutische oder ärztliche Qualifikationen.
  • Vorerfahrung in Bereich der Bewegungstherapie mit onkologischen Patienten.
  • Oder absolvierte Fortbildung im Bereich der onkologischen Trainings- und Bewegungstherapie (OTT) oder ähnlichen Fortbildungen.

Ernährung:

  • Abgeschlossenes Studium im Bereich der Oecotrophologie, Ernährungswissenschaften, Ernährungsmedizin, Diätetik, Diplom-Ingenieure Ernährung und Versorgungsmanagement, Schwerpunkt „Ernährung“, oder ähnlichem.

  • Vorerfahrung im Bereich der Ernährungstherapie mit onkologischen Patienten.

  • Alternativ: Fortbildung im Bereich der Ernährungstherapie für onkologische Patienten oder ähnlichen Fortbildungen.

  • Oder Zertifikat Ernährungsberater/in VDOE.

Psychologie:

  • Abgeschlossenes Studium im Bereich der Psychologie.
  • Oder Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Psychotherapie und Psychoanalyse.
  • Oder abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik (mit psychoonkologischer Zusatz-Ausbildung).
  • Oder abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit, Theologie (mit psychoonkologischer Zusatz-Ausbildung).
  • Oder Heilpraktiker Schwerpunkt: Psychotherapie (3 Jahre Berufserfahrung).
  • Vorerfahrung in Bereich der Psychotherapie/ Psychoonkologie mit onkologischen Patienten.

Naturheilkunde:

  • Abgeschlossene Ausbildung zum Heilpraktiker oder Facharzt für Naturheilverfahren.
  • Nachweis über 3-jährige Berufserfahrung in Vollzeit oder 6-jährige Berufserfahrung in Teilzeit.
  • Nachweis über anatomische medizinische Kenntnisse.
  • Ausbildungsnachweis invasiver und manueller Verfahren.

Physiotherapie:

  • Abgeschlossene Ausbildung zum Physiotherapeuten.
  • Oder abgeschlossene Ausbildung im Bereich der Osteopathie.
  • Vorerfahrung in Bereich der Physiotherapie oder Osteopathie mit onkologischen Patienten.

Apotheken:

  • Schwerpunkt im Bereich der onkologischen Behandlungen oder weitere Zusatzqualifikationen in unterstützenden Bereichen der Krebstherapie oder Weiterbildungen in den Bereichen onkologische Pharmazie, Naturheilverfahren oder Ernährungsberatung.

Zweithaar:

  • Erfüllung der räumlichen und fachlichen Kriterien nach dem „Präqualifizierungsverfahren“.
  • Oder Staatlich anerkannten Fachkraft für Zweithaar (HWK).
  • Oder ISO 9001.

Onkologie:

  • Arzt für Innere Medizin mit der Schwerpunktbezeichnung Hämatologie und Onkologie
  • Arzt für Innere Medizin mit vergleichbarer Qualifikation, der schwerpunktmäßig onkologische Patienten betreut.
  • Facharzt für Strahlentherapie.
  • Facharzt für diagnostische Radiologie.

Reha:

  • Jede Rehaklinik in Deutschland, unabhängig von ihrer Größe und Trägerstruktur, kann Mitglied von StärkergegenKrebs werden und den Patienten und Angehörigen Informationen zur Verfügung stellen.

  • Zudem können Rehakliniken auf den Seiten von StärkergegenKrebs Zertifikate und Auszeichnungen darstellen und so die Nutzer über besondere Leistungen informieren.

StärkergegenKrebs gibt Ihnen eine Übersicht, in welchen Bereichen Sie sich während und nach Ihrer Krebserkrankung unterstützen lassen können. Es ist natürlich Ihnen überlassen, ob und auf welchen Bereich Sie zurückgreifen. Machen Sie das, was Ihnen guttut und Ihnen Kraft gibt. Jeder dieser Bereiche kann Sie unterstützen und stärken.

Bereich Trainings- und Bewegungstherapie

Im Bereich der onkologischen Trainings- und Bewegungstherapie gibt es meist keine gleichen Trainingsprogramme, da in den Bewegungsplänen vier Hauptfaktoren berücksichtigt werden müssen:

Krebsentität, Stadium der Erkrankung, Behandlungsphasen während der Therapie und Nachsorge (kurativ oder palliativ) sowie die Nebenwirkungen durch die Tumorerkrankung oder medizinische Therapie (Physis und Psyche). Aufgrund dieser Faktoren ist jeder Trainingsplan individuell und persönlich auf den Patienten abgestimmt.

Es kann jedoch sein, dass sich Trainingsprogramme sehr ähneln.

  • Mit der körperlichen Aktivität sollte so früh wie möglich begonnen werden

  • Jede Krebsentität benötigt ihre eigene Trainingsintervention

  • Bewegung und Sport müssen den Patienten über alle Behandlungsphasen begleiten

Die rein mechanische Beeinflussung eines Tumors durch Massage ist in der Praxis bisher nicht nachgewiesen.

Aufgrund der erheblichen Belastbarkeitsschwankungen während einer Chemotherapie ist es wichtig, das Training tagesabhängig anzupassen. Dadurch kann ein angemessener Trainingsreiz an leistungsstarken wie auch leistungsschwachen Tagen gesetzt werden.

Im Allgemeinen ist Sport während der Bestrahlung möglich und sinnvoll. Jedoch sollte man darauf achten, dass keine direkte Belastung auf die bestrahlten Stellen ausgeübt wird.

Dadurch können zusätzliche Reizungen der Haut und des Bindegewebes vermieden werden. Dies ist jedoch individuell zu entscheiden.

JA, Bewegung und Sport muss den Patienten über alle Behandlungsphasen begleiten. Auch nach den Behandlungsphasen sollten Sie weiterhin Sport betreiben.

Nach einer Operation müssen die Wundheilungsphasen berücksichtigt werden. Dabei ist eine Rücksprache mit dem zu behandelnden Arzt zu halten. Ein langsamer Einstieg ist jedoch empfehlenswert. Es gibt Operationen, bei denen man schon am Folgetag mit leichtem Krafttraining beginnen kann.

Falls Ihnen der Arzt bestätigt, dass Sie wieder Sport betreiben können, Sie jedoch unsicher sind, können Sie erst mit Übungen starten, welche den Wundbereich nicht beeinflussen. Falls Sie zum Beispiel einen Eingriff an der Schulter haben, starten Sie mit dem Unterkörper.

Nach dem Training wird Ihnen empfohlen, den Wundbereich und die umliegende Körperstruktur darauf zu beobachten, ob die Belastung toleriert wird. Falls Veränderungen auftreten, teilen Sie es Ihrem Arzt mit.

Die folgenden absoluten Kontraindikationen bedeuten kein Bewegungsverbot (Aktivitäten des Alltags), jedoch ist von einer sportlichen Aktivität abzuraten.

  • Akute Blutungen bzw. starke Blutungsneigung
  • Thrombozyten-Werte unter 10.000 µl
  • Blutungsneigung oder -zeichen zwischen 10.000 und 20.000 µl Thrombozyten
  • Fieber beziehungsweise Temperatur über 38° C
  • Akute Infektion (zum Schutz anderer Patienten)
  • Starke Schmerzen und eine Verstärkung der Schmerzen durch Bewegung
  • Die ersten 48 Stunden nach gleichzeitiger Gabe von Herzeptin und Chemotherapie (Risiko von Herzrhythmusstörungen)
  • Hämoglobinwerte unter 8g/dl Blut in Kombination mit Schwindel

Bei Knochenmetastasen:

  • Patienten können starke Schmerzen haben. Schmerzen, welche durch das Training auftreten oder verstärkt werden, sind Kontraindikatoren. Bei Knochenbruchgefahr darf das Basistraining nicht komplett durchgeführt werden.

Neue Forschungen belegen, dass körperliche Aktivität bei allen Krebsarten sowohl vor und während als auch nach der (Chemo- und Strahlen-)Therapie sinnvoll ist. Sowohl nach dem Ende der Therapie, das heißt anhaltend, als auch kurzfristig sind die Vorteile spürbar. Deshalb wird den Betroffenen bereits direkt nach der Diagnose von den medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften sportliche Aktivität empfohlen.

Bevor Sie mit den Trainings- und Bewegungseinheiten beginnen, sollten Sie sich eingehend von einem Arzt untersuchen und beraten lassen. Ziel der Voruntersuchungen ist es, sowohl Risikofaktoren als auch Einschränkungen und körperliche Belastungsgrenzen festzustellen und festzulegen, damit Sie die körperlichen Aktivitäten gut absolvieren können, keine Verletzungen davontragen und Sie die Vorteile körperlicher Aktivität optimal nutzen können. Nach der Klärung der medizinischen Ausgangslage wird für den Patienten eine maßgeschneiderte Bewegungstherapie festgelegt.

Dabei sollten die Antworten folgender Fragen berücksichtigt werden:

  • Welcher Sport hat Ihnen früher Spaß gemacht?

  • Welche körperliche Aktivität möchten Sie durchführen?

  • Wollen Sie sich lieber alleine sportlich betätigen oder finden Sie eine Gruppe Gleichgesinnter motivierender?

 

 

Informationen im Bereich Sport, Ernährung, Physiotherapie, Naturheilkunde bei Krebs

 

 

Bereich Ernährungstipps-, Berater und komplementäre Produkte

 

Gewichtsverlust

Neben dem fortschreitenden Gewichtsverlust kommt es bei einer Mangelernährung einerseits zu einem erhöhten Verbrauch an Energiereserven, z.B. von Körperfett, und andererseits geht Muskel- und Organmasse verloren. Zudem können spezifische Nährstoffmängel auftreten. All dies kann zu ganz verschiedenen körperlicher Symptome führen (s. nachfolgende Tabelle) und sich ebenso auch auf die Psyche auswirken.

  • Muskulatur: Weniger Muskulatur und Kraft Schwäche, geringere Leistungsfähigkeit, Immobilität
  • Höheres Sturzrisiko
  • Haut: Zunehmend dünn, blass und unelastisch
  • Skelett: Verminderte Knochendichte und dadurch vermehrte Knochenbrüche
  • Immunsystem: Schwächung des Immunsystems, erhöhte Infektanfälligkeit
  • Langsamere Heilung und mehr Komplikationen
  • Gastrointestinaltrakt: Störungen der Magen-Darm-Funktion Verstopfung, Durchfall, Unverträglichkeiten

Durch die Veränderungen des Stoffwechsels bei einer Krebserkrankung kann es zu einer Veränderung der Körperzusammensetzungen und einem Gewichtsverlust kommen. Die Gewichtsreduzierung bei Krebspatienten geht nicht auf den Abbau überschüssiger Fettreserven, sondern den Verlust an Muskulatur zurück. Dies hat einen zusätzlichen Kraftverlust zur Folge und ist ein bedeutsamer Hinweis auf einen Mangelernährungszustand, welcher durch ernährungstherapeutische Maßnahmen behandelt werden sollte.

Durch die Veränderungen in der Körperzusammensetzung, zum Beispiel Wasserumverteilungen und Einlagerungen (Ödeme, Aszites), kann das Gewicht stabil bleiben oder auch ansteigen, obwohl der gleichzeitige Verlust an Muskelmasse zu starkem Kraftverlust führen kann. Ernährungstherapeutische Maßnahmen können Sie dabei unterstützen, Ihre Muskelmasse zu erhalten.

 

Vitamine und Nahrungsergänzung

Über Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe wird viel gesprochen und in den Medien wie Zeitungen und Fernsehen viel berichtet. Aber wann sind Nahrungsergänzungsmittel gut für mich? 

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren einen positiven Einfluss auf die Muskelmasse und den Ernährungszustand haben kann. Dadurch kann möglicherweise die Wirkung der Tumortherapie verbessert werden.

Aufbauspritzen können hochdosierte Vitamine, Mineralien sowie Spurenelemente enthalten und somit einem Mangel an Mikronährstoffen vorbeugen oder einen bereits bestehenden Mangel beheben. Es ist jedoch nicht möglich, durch Aufbauspritzen einen Gewichtsverlust aufzuhalten oder eine Mangelernährung zu kompensieren.

 

 

Nahrungsauswahl

Kann mit der Auswahl der Nahrungsmittel die Erkrankung beeinflusst oder die Therapie unterstützt werden? Viele Krebspatienten stellen sich diese oder ähnliche Fragen. Einige wurden bereits für Sie zusammengestellt.

Obst und Gemüse sind gesunde Nahrungsmittel, welche täglich in richtiger Menge gegessen werden sollten. Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag führen dem Körper alle wichtigen Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe zu. Dies trägt zu einer gesunden Ernährung bei. Bei einer Krebserkrankung ist zudem vermehrt darauf zu achten, dem Bedarf an Eiweiß und der besseren Verwertung von Fetten gerecht zu werden. Achten Sie daher auf eine ausreichende eiweißreiche Ernährung und energiehaltige Produkte (kcal).

Falls Sie bereits ungewollt Gewicht verloren haben oder bereits Erscheinungen einer Mangelernährung aufweisen, steht die Stabilisierung Ihres Ernährungszustandes, nicht das Cholesterin im Vordergrund. Aufgrund des veränderten Stoffwechsels kann Ihr Körper Fette besser verwerten. Ihre Mahlzeiten können mit hochkalorischen Lebensmitteln angereichert werden.

Fleisch ist ein wichtiger Eiweißträger und kann bei einer Tumorerkrankung wesentlich zur Deckung des höheren Eiweißbedarfs beitragen. Jedoch empfahl der World Cancer Research Fund in seinem zweiten, im Jahr 2007 veröffentlichten Bericht zur Krebsprävention, den Verzehr von rotem Fleisch und Fleischwaren einzuschränken (nicht mehr als 500 g pro Woche), jedoch nicht darauf zu verzichten.

Oftmals können aufgrund der unterschiedlichen Krebstherapien Veränderungen im Geschmacksempfinden entstehen. Nahrungsmittel können auf einmal bitter, intensiver, metallisch oder fad schmecken. 

 

Klinische Ernährungstherapie

Manchmal ist eine klinische Ernährungstherapie vor, während oder nach der Krebstherapie erforderlich.

Gründe für eine künstliche Ernährungstherapie sind Appetitlosigkeit, zu geringe Nahrungsaufnahme und bereits starker Gewichtsverlust. Durch die klinische Ernährung wird Ihr Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgt und hat die Möglichkeit, sich zu erholen. 

 

Klinische Ernährungsformen

Die klinische Ernährung hilft, den Körper in schwierigen Zeiten beständig und gut mit Nährstoffen zu versorgen.
Im Verlauf von Krebserkrankungen kann es dazu kommen, dass eine unbeschwerte Nahrungsaufnahme selten oder gar nicht mehr möglich ist. Gründe dafür sind z. B. dauerhafte Appetitlosigkeit, Magenprobleme oder Operationen, die die Nahrungsaufnahme verhindern. Falls die durch die Nahrung aufgenommenen Nährstoffe nicht ausreichen, werden Körper und Organismus immer schwächer. Klinische Ernährungsformen können dabei helfen, dem Körper ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.
Klinische Ernährung, auch „künstliche Ernährung“ genannt, da es sich dabei nicht um herkömmliche Lebensmittel, sondern um Nährstoffmischungen handelt, hilft den Patienten. Sie dient als Verbindung zwischen der normalen Ernährung und der Medizin und ist damit ein überaus wichtiger Bestandteil der gesamten Therapie. Ziel ist es, in der schwierigen Zeit den Körper beständig und gut mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Dabei gibt es drei unterschiedliche Formen der klinischen Ernährung:

  • Orale Zusatz-Ernährung
  • Enterale Ernährung
  • Parenterale Ernährung

Patienten werden nur so lange klinisch ernährt, wie es nötig ist. Sobald die Menge an nährstoffreichen Lebensmitteln langfristig wieder ausreicht, findet der Übergang zur normalen Ernährung statt.

Trinknahrungen enthalten alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine und helfen, Lücken zu schließen.

„Oral“ bedeutet in diesem Zusammenhang „durch den Mund“. Das heißt: Alles, was wir essen und trinken ist orale Ernährung. Es gibt spezielle Aufbauprodukte, die zusätzlich zur normalen Nahrung verzehrt werden können.

Können Lebensmittel nicht ausreichend gekaut oder störungsfrei geschluckt werden, ist es ratsam, Nährstoffe über eine Sonde zuzuführen.

Wenn der Körper über den Magen-Darm-Bereich nicht mehr ausreichend versorgt werden kann, kommt die parenterale Ernährung zum Einsatz.

 

 

Weiteres

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist Bestandteil einer gesunden Ernährung. In unserem Körper findet ein stetiger Wasserkreislauf statt, bei dem die Körperflüssigkeit durch die Gefäße und Organe transportiert wird. Wasser ist für uns lebensnotwendig, da es

  • Nährstoffe transportiert
  • Abbauprodukte und Medikamente transportiert
  • den Blutfluss und die Körpertemperatur reguliert

Hinzu kommt der Flüssigkeitsverlust durch die Haut als Schweiß, über die Lunge als feuchte Atemluft, über den Darm als Stuhl und über die Nieren als Urin. Dieser Flüssigkeitsverlust tritt verstärkt bei starkem Schwitzen aufgrund von Fieber und bei Erbrechen oder Durchfall auf. Ein Mangel an Flüssigkeit kann innerhalb weniger Stunden, aber auch über Tage entstehen.

 

Sie wünschen zusätzlich von einem Ernährungstherapeuten individuell beraten zu werden?

Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt darauf an, Ihnen eine „Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung“ auszustellen. Die Zuweisung zu einem Ernährungstherapeuten („Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung“) wird vom Arzt ausgefüllt.

 

 

Unterstützung durch Experten in der Umgebung

 

 

Bereich Psychologen und Psychoonkologen

Bisher fanden Wissenschaftler keine Beweise dafür, dass andauernde psychische Probleme zu Krebs führen können. Forscher wiesen zwar nach, dass das Immunsystem durch psychosoziale Belastungen wie andauernde Ängste oder Depressionen belastet werden kann, konnten jedoch keinen direkten Zusammenhang zwischen dem psychischen Empfinden und dem Ausbruch einer Krebserkrankung nachweisen. Hingegen unumstritten ist, dass die Psyche einen wesentlichen Beitrag zum Erleben der Erkrankung beiträgt.

Psychosoziale Beratung durch Psychologen und Psychoonkologen ist eine wichtige Unterstützung und Hilfestellung zur inneren Stabilität und kann einen großen Beitrag zu mehr Lebensqualität im Umgang mit der Krankheit leisten.

Durch eine Krebserkrankung sind Betroffene und Angehörige meistens sehr stark belastet. Falls Sie und/oder ihre Angehörigen sich mit der neuen Lebenssituation überfordert fühlen, in einer Krise feststecken oder sich mit Ihren Ängsten und Sorgen allein gelassen fühlen, sollten Sie sich nach einem psychoonkologischen Angebot erkundigen. Professionelle Hilfe sollten Sie zudem bei folgenden Hinweisen in Anspruch nehmen:

  • Furcht, die Sie lähmt und Ihren Alltag bestimmt oder Sie daran hindert, an der Krebstherapie mitzuwirken
  • Anhaltende starke Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit (Gefühl der Leere)
  • Fortbestehende Erschöpfung nach Behandlungsende, starke Ängste oder andere psychische Probleme
  • Schlafprobleme oder Albträume aufgrund Ihrer Krebserkrankung

Nutzen Sie eine professionelle Krebsberatungsstelle! Diese hat den Vorteil, dass Sie dort mit Menschen sprechen können, die sich mit Ihrer Krebserkrankung und den begleitenden Umständen sehr gut auskennen und einen hohen Erfahrungsgrad vorweisen.

Fragen, welche im Zentrum einer professionellen Krebsberatung für Patienten stehen können:

  • Wie kann ich mit meiner Krankheit besser umgehen?
  • Was kann ich gegen meine Ängste und/oder Depressionen tun?
  • Wie kann ich mir meine Lebensqualität möglichst gut erhalten?
  • Welche Methoden und Angebote kommen für mich in Frage?
  • Wie sinnvoll ist eine Reha-Maßnahme für mich?
  • Wer hilft mir bei den notwendigen Anträgen?

Fragen, welche im Zentrum einer professionellen Krebsberatung für Angehörige stehen können:

  • Wie kann ich meine Partnerin, meine Mutter etc. unterstützen?
  • Was erzähle ich meinen Kindern? Wie spreche ich am besten mit ihnen?
  • Darf ich zwischendurch auch mal was für mich tun?

Psychoonkologen bieten Betroffenen und Angehörigen „Hilfe zur Selbsthilfe“ an, damit Sie sich in die Lage versetzen können, aktiv zu handeln, anstatt das Gefühl zu haben, der Krankheit passiv ausgeliefert zu sein.

Bewährte Methoden und Angebote sind:

  • Psychosoziale Beratung und unterstützende Gespräche
  • Psychotherapeutische Interventionen
  • Hilfestellungen für das Ausfüllen von Anträgen
  • Selbsthilfegruppen
  • Vorträge und Seminare
  • Gruppenangebote und Kurse

Leider hält sich das Vorurteil, dass es eine Krebspersönlichkeit gibt, immer noch hartnäckig. Es gibt jedoch keine Belege, dass bestimmte Persönlichkeitstypen häufiger an Krebs erkranken als andere Mitmenschen. Es scheint vielmehr ein Zusammenspiel vieler unterschiedlicher, noch teilweise unbekannter Faktoren zu sein, welche letzten Endes zu einer Krebserkrankung führen. Forscher stellten jedoch fest, dass Betroffene als Reaktion auf die Krankheit typische Verhaltensweisen und/oder Anpassungsreaktionen ausbilden.

Die Diagnose Krebs ist ein Riesenschock. Stellt Ihr Arzt fest, dass Sie an Krebs erkrankt sind, ist dies für Sie erst einmal eine große Belastung, Ängste entstehen und es verunsichert Sie.

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Gefühle beobachten und sich die Frage stellen, wovor Sie sich eigentlich ganz genau fürchten. Die Antwort auf diese Frage kann Ihnen viele Informationen geben, unter anderem darüber, welche Methode für Sie am besten geeignet ist, um Ihre Ängste in den Griff zu bekommen. Folgende fünf Schritte haben sich dabei bewährt.

Schritt 1:

Wenden Sie sich an Menschen, die Ihnen nahestehen und zu denen Sie Vertrauen haben. Oftmals sind dies Partner, Familienangehörige und Freunde. Psychologen und Psychoonkologen, Selbsthilfegruppen und Seelsorger können Sie zusätzlich entlasten und ermöglichen Ihnen, ganz offen über Ihre Ängste zu sprechen.

Nutzen Sie diese Personen – sie können Sie unterstützen und Ihnen Kraft geben.

Schritt 2:

Die Angst vor der Ungewissheit ist oftmals eine sehr starke Belastung für Betroffene und Angehörige. Welche Fragen haben Sie zu Ihrer Krebserkrankung und Behandlung? Informationen zu Ihrer Krankheit können helfen, die Angst vor dem Ungewissen zu mindern. Fragen Sie Ihren Arzt oder holen Sie eine Zweitmeinung ein.

Nehmen Sie dabei eine vertraute Person mit und notieren Sie sich die Aussagen. Oftmals sind solche Gespräche sehr belastend und man vertauscht im Nachhinein Aussagen.

Schritt 3:

Angst macht sich nicht nur seelisch, sondern auch körperlich bemerkbar. Ruhe- und Entspannungsphasen sind daher sehr wichtig. Erkundigen Sie sich nach Kursen für Autogenes Training, Yoga, Qi Gong etc. Weitere Informationen zu den einzelnen Methoden erhalten Sie hier.

Schritt 4:

Oftmals ist die Angst relativ stark verankert und weit fortgeschritten. Zögern Sie nicht, einen Psychologen oder Psychoonkologen aufzusuchen. Erkundigen Sie sich nach geeigneten Psychoonkologen und kontaktieren Sie diese.

Schritt 5:

Sind Ihre Ängste übermächtig und können Sie diese kaum ertragen, erscheint eine medikamentöse Behandlung sinnvoll. Ihr Arzt kann Ihnen die notwendigen Medikamente verschreiben.

Aufgrund einer solch schweren Erkrankung ist es nachvollziehbar, dass Krebspatienten sich oftmals am liebsten zurückziehen. Bitte denken Sie daran, dass depressive Symptome durch einen sozialen Rückzug verschlimmert werden können. Bleiben Sie daher aktiv und lassen Sie sich nicht von depressiven Gefühlen leiten. Es gibt einige Punkte, die Ihnen dabei helfen könnten.

  • Sprechen Sie mit Menschen Ihres Vertrauens oder Psychoonkologen über Ihre Gefühle, Gedanken, Ängste und gegebenenfalls Depressionen.
  • Vereinbaren Sie Termine mit Ihren Familienangehörigen und Freunden, diese können Sie aufheitern und von Ihren Sorgen ablenken (Zum Beispiel: Telefonate, Spaziergänge, sportliche Aktivitäten, Besuche im Kino, Theater oder Konzert).
  • Bringen Sie eine Struktur in Ihren Alltag. Planen Sie feste Zeiten für Mahlzeiten, Besorgungen, Sport und Kontakte zu Mitmenschen ein.
  • Arbeiten Sie an Ihrer positiven Einstellung. Halten Sie sich immer vor Augen, dass Krebs behandelbar ist und dass man mit Krebs auch lange leben kann. Lassen Sie sich nicht zu sehr von negativen Vorstellungen über Ihre Krankheit beeinflussen.
  • Lenken Sie sich ab. Nutzen Sie beispielsweise Fantasiereisen, um gedanklich an schöne Orte und in angenehme Situationen zu kommen. Diese können hilfreich bei Depressionen sein. Informationen dazu finden Sie bei den Krebsberatungsstellen der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.
  • Bei einer Zunahme von depressiven Symptomen kann es sehr sinnvoll sein, begleitend Medikamente einzunehmen.

Durch die schwere Erkrankung an Krebs fühlen sich viele Menschen in ihrem Alltag eingeschränkt. Es ist wichtig, dass Sie die Beziehungen zu Ihren Mitmenschen ausbauen und festigen, um sich weiterhin an Ihrem Leben zu erfreuen. „Geteiltes Glück ist doppeltes Glück. Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Fragen, die Ihnen helfen können, sind unter anderem:

  • Welche Personen stehen mir nahe und können mich unterstützen?
  • An wen kann ich mich mit meinen Gefühlen und Ängsten wenden?
  • In welchen Lebensbereichen könnte ich Unterstützung brauchen?
  • Was ist mir jetzt besonders wichtig?
  • Was kann ich jetzt für mich tun, damit es mir besser geht?
  • Wo kann ich Kraft und Energie tanken?
  • Welche Dinge belasten mich? Wie kann ich mich von diesem Ballast befreien?
  • Wie und mit wem regle ich meine letzten Dinge?

Viele Informationen können Sie bei Ihrem Arzt erfragen. Falls Sie weitere Informationen benötigen, können Sie die Krebsberatungsstellen der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. kontaktieren.

Häufige Fragen:

  • Krankschreibung
  • Leistungen der Krankenkassen für Krebskranke
  • Rehabilitationsansprüche
  • Schwerbehindertenausweis
  • Rente
  • Einmalige finanzielle Hilfen
  • Leistungen der Pflegeversicherung
  • Patientenverfügung

Bereich Naturheilkunde

In der Regel werden zunächst ein ausführliches Anamnesegespräch mit dem Betroffenen geführt und individuelle Untersuchungen/Tests bei dem Patienten durchgeführt. Unfälle, Traumata, Operationen und Therapien werden mit einbezogen, um bei den Behandlungen mögliche Zusammenhänge berücksichtigen zu können. Die verschiedenen Behandlungsmethoden werden individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt.

Das Ziel ist es, funktionelle Störungen auf ganzheitlicher Ebene auszugleichen und die Selbstheilungskräfte im Organismus wieder anzuregen und zu unterstützen. Im Bereich der Onkologie ist eines der Hauptziele, die Nebenwirkungen der Standardtherapien zu mindern und den Körper des Betroffenen zu stärken.

Die Auswahl der richtigen Behandlungen trifft Ihr Experte aus dem Bereich der Naturheilkunde mit Ihnen und unter Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt. Eine Absprache der Ärzte/Heilpraktiker ist unabdinglich. Die komplementäre Behandlung wird individuell auf Sie und Ihre Krebserkrankung abgestimmt.

Viele Ärzte warnen vor einer sogenannten „Übertherapie“. Halten Sie sich daher an die Einnahmeempfehlungen Ihrer Ärzte. Eine „Übertherapie“ und die „Überdosis“ mancher komplementärer Produkte kann zu kontraproduktiven Effekten führen.

Bereich Physiotherapie und Osteopathie

  • Parietale Osteopathie: Gelenk- und Weichteilmobilisationen und -manipulationen
  • Viszerale Osteopathie: Förderung und Wiederherstellung der Beweglichkeit zwischen Organen und Strukturen des Körpersystems
  • Craniosacrale Osteopathie: Nutzt die wellenartigen Ausdehnungen im Schädel, die sich über das spinale Liquorsystem bis zum Kreuzbein fortsetzen

  • Prävention (vorbeugende Maßnahmen)
  • Kuration (Behandlung chronischer und akuter Beschwerden)
  • Rehabilitation: Nachversorgung

Jedes Organ im Körper ist als Zahnrad zu sehen. Funktioniert nur ein Zahnrad im Räderwerk des Körpers nicht, können auch weiter entfernte, nicht direkt in Verbindung stehende Zahnräder in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Dabei versucht der Osteopath, diese Blockierungen an Gelenken, Muskeln und Organen durch spezielle Handgriffe zu lösen. Der Fluss der Körperflüssigkeiten wird wiederhergestellt, die Abfallprodukte werden wieder abtransportiert und der Weg für die Genesung ist frei.

Ein Physiotherapeut hilft im Allgemeinen den Menschen, ihr ursprünglich aktives Körpergefühl wiederzuerlangen. Dabei ist es vorrangig nicht wichtig, ob das Gleichgewicht durch Belastungen, Unfall, Krankheit oder Operation gestört wurde.

Der Patient lernt durch die Nutzung eines natürlichen Heilungsverfahrens, dem Alltag körperlich erneut gerecht zu werden. Dem Patienten werden dabei vom Physiotherapeuten Anweisungen gegeben, damit dieser die Bewegungen richtig ausführt. Passive Bewegungen, vom Therapeuten durchgeführt, vervollständigen das Programm zur Heilung. Der Patient erhält für die Zeit zwischen den Terminen Übungen, die er selbstständig absolvieren soll.

Dabei teilt sich die Physiotherapie in drei Schwerpunkte auf:

  • Zur Rehabilitation des Körpers: Ziel ist es, den Heilungsprozess nach einer Krankheit oder Operation positiv voranzutreiben. Das Hauptziel ist, die ursprüngliche Leistungsfähigkeit (als auch Koordination und Geschicklichkeit) wieder vollständig zu erlangen.
  • Als Prävention: Durch gezielten Aufbau und Kräftigung der Muskulatur kann die Physiotherapie bei Risikopatienten, welche hohen Belastungen ausgesetzt sind, vorab helfen. Des Weiteren können bereits im Vorfeld körperliche Fehlhaltungen ausgeglichen werden.
  • Zur Steigerung des körperlich-seelischen Wohlbefindens: Durch eine Physiotherapie können negative Auswirkungen von Stress gemindert werden. Dabei sorgt sie für körperliche Flexibilität und einen bewussteren Umgang mit dem eigenen Körper.

Bei der Osteopathie handelt es sich um eine seit 130 Jahren anerkannte Wissenschaft. Anwendung findet sie in Verbindung mit der Schulmedizin oder auch als Präventionsmaßnahme. Dabei ist eine Begriffsabgrenzung äußerst schwierig, da viele unterschiedliche Berufsgruppen (Ärzte, Physiotherapeuten, Heilpraktiker oder Diplomsportlehrer) die Osteopathie anwenden und in der Praxis diverse Lehren vorherrschen. Bei allen Osteopathie-Praktikern ist jedoch der Grundsatz gleich:

Der menschliche Körper ist ständig aktiv und auch passiv in Bewegung. Körperliche Beschwerden sind Folgen von Funktionsbeeinträchtigungen oder dem Verlust einzelner Bewegungen. Den Einsatz eines Osteopathen erfordern oftmals Symptome wie Nacken-, Kopf- und Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen und Blasenentzündungen oder Gleichgewichtsstörungen. Der Osteopath nutzt seine Hände, um die Störungen im sich ständig bewegenden menschlichen Gewebe ausfindig zu machen und anschließend osteopathisch zu behandeln. Ziel ist es, die körpereigenen Selbstheilungskräfte des Patienten zu aktivieren und die Heilung wirksam zu unterstützen.

Vor Beginn der Behandlung erfolgt ein umfangreiches Gespräch mit dem Patienten sowie Einsichtnahme in eventuell vorhandene Befunde. Der Osteopath findet durch Abtasten Bewegungseinschränkungen oder Spannungen, welche anschließend durch verschiedene Druck-, Verschiebe- und Zugtechniken behandelt werden. Dadurch wird die natürliche Beweglichkeit wiederhergestellt. Falls Funktionsstörungen rechtzeitig behoben werden, soll es zu keinem bleibenden Schaden an der Struktur kommen. Dadurch können Krankheiten verhindert werden.

Der Mensch wird vom Osteopathen als Gesamtheit betrachtet. Skelett, Muskeln, Schädel, innere Organe und das gesamte Gewebe samt Faszien werden bei einer Therapie berücksichtigt. Weitere Einsatzgebiete des Osteopathen können sein:

  • Beschwerden des Bewegungsapparates…
  • internistischer Bereich
  • Kinderheilkunde
  • Hals-Nasen-Ohr-Bereich
  • urogenitale Bereich

 

 

Experte berät Frau und unterstützt Sie bei Ihrer Krebstherapie

 

 

Bereich Apotheken

Ihr Apotheker kann ein wichtiger Ratgeber in Gesundheitsfragen sein. Er kennt sich bei vielen Aspekten der medikamentösen Behandlung aus und kann dazu wichtige Hinweise geben, beispielsweise zum korrekten Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme sowie zu häufigen Nebenwirkungen und vielem mehr. Nehmen Sie sich Zeit, um eventuelle Bedenken mit dem Apotheker zu besprechen.

Mögliche Fragen für das Gespräch:

  • In welcher Dosierung sollte das Medikament eingenommen werden? Gibt es spezielle Anweisungen zur Dosierung, die ich befolgen sollte?
  • Kann ich das Medikament zusammen mit meinen anderen verschreibungspflichtigen und frei verkäuflichen (rezeptfreien) Arzneimitteln einnehmen?
  • Sollte das Medikament vor/nach einer Mahlzeit oder nüchtern eingenommen werden? Gibt es Nahrungsmittel oder Getränke, die bei Einnahme des Medikaments nicht verzehrt werden sollten?
  • Darf das Medikament gekaut, zerdrückt oder aufgelöst werden, um das Schlucken zu erleichtern?
  • Was soll ich tun, wenn ich versehentlich zu viel eingenommen oder eine Dosis vergessen habe?
  • Welche Nebenwirkungen können auftreten?
  • Kann ich meinen Alltagsaktivitäten (z. B. Autofahren) und meinem Tagesablauf wie gewohnt nachgehen, wenn ich das Medikament einnehme?
  • Bietet Ihre Apotheke spezielle Leistungen, wie z. B. einen Heimlieferservice, an?
  • Wie lange muss ich dieses Medikament einnehmen? Kann ich es absetzen, sobald ich mich besser fühle?
  • Was kann ich tun, wenn ich auf Reisen mein Medikament verlege oder es mir ausgeht?
  • Drucken Sie diese Liste aus und nehmen Sie sie bei Ihrem nächsten Apothekenbesuch mit.

Bereich Zweithaar-Spezialisten 

Der beste Zeitpunkt ist direkt nach der Diagnose. Viele Ärzte raten den Betroffenen leider dazu, die Haare schon vor der Krebstherapie kurz zu schneiden. Vor allem Frauen sind dadurch stark belastet und fühlen sich schon vorab beeinträchtigt. Jedoch ist es viel besser, sich erst von einem Zweithaarspezialisten beraten zu lassen, bevor Sie sich die Haare abschneiden. Zweithaarstudios bieten Ihnen die Möglichkeit, sich schon vor dem Haarausfall eine passende Perücke auszusuchen. Die eigenen Haare sollten erst dann abgeschnitten werden, wenn Sie anfangen, auszufallen. Die vorausgesuchte Perücke wird anschließend individuell an Sie angepasst.

Es gibt Maßanfertigungen, aber auch vorgefertigte Perücken aus Echthaar, Synthetikfaser oder Mischhaar, in unterschiedlichen Strukturen, Farben, Qualitäten und Preisklassen. Je mehr Handarbeit in der Perücke steckt und je höher die Haarqualität der Perücke ist, umso höher ist der Preis.

Mittlerweile gibt es sehr gute Perücken aus synthetischen Fasern, die anteilig oder komplett von den Krankenkassen übernommen werden. Die Preisskala ist auch bei Perücken nach oben hin offen. Aber schon bei einer Eigenbeteiligung von 150 bis 250 Euro bekommt man etwas wirklich Schönes. Das gilt auch für Echthaarperücken. Echthaarperücken werden meistens von den Krankenkassen höher bezuschusst. Falls nicht, gibt es schon ab etwa tausend Euro gute handgearbeitete Kurzhaarperücken aus echtem Haar.

Die meisten Betroffenen rufen vorher an und vereinbaren einen Termin. Die Erstberatung an sich soll möglichst vertraut ablaufen. Oftmals bieten die Zweithaarspezialisten den Betroffenen etwas zum Trinken an. In dem ersten Gespräch geht es darum, die Betroffenen an eine Perücke heranzuführen und Ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen. Dabei kann auch Maß genommen werden und es können die ersten Perücken gezeigt und probiert werden. Es hilft den Damen und Herren, wenn sie die Haare sehen und anfassen können. Hinzu kommt, dass die Betroffenen einen ersten Eindruck erhalten, wie sie selbst später damit aussehen könnten.

Neben der Qualität und Verarbeitung ist es für die Betroffenen wichtig, dass sie zu ihrer Persönlichkeit passt, sie soll ihrem Typ entsprechen und ihn positiv betonen. Im Idealfall schaut die Perücke so natürlich aus, dass Außenstehende sie nicht bemerken. Eine gute Perücke gibt den Betroffenen die Möglichkeit, nicht ständig auf die Erkrankung angesprochen zu werden.

Bereich Onkologie und Strahlentherapie

Die Wahl der für den Patienten optimalen Behandlung (Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder Immuntherapie) ist für den erfolgreichen Verlauf der Behandlung von entscheidender Bedeutung. Die Vorgehensweise wird dabei häufig in einer Tumorkonferenzen festgelegt. Hier trifft die Therapieentscheidung ein Team aus Ärzten verschiedener Fachgruppen: Onkologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten, Gynäkologen, Psycho-Onkologen und andere. Viele onkologische Praxen nehmen daher regelmäßig an verschiedenen Tumorkonferenzen in regionalen Tumorzentren teil.

Ein stationärer Aufenthalt ist bei der Durchführung einer Chemotherapie mittlerweile sehr selten geworden. Nur bei sehr wenigen Erkrankungen und bei akuten Verlaufsformen, schwerer Krankheitsbilder (z.B. akute Leukämien) ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Je nach Ausstattung und Ärzteteam können in ambulanten Einrichtungen unterschiedliche Untersuchungen durchgeführt werden. Nähere Informationen erhalten dazu auf den einzelnen Profilen der onkologischen Schwerpunktpraxen oder vor Ort.

 

Bei Patienten mit Krebs sind oft schon alle Befunde im Kreis verschiedener Experten besprochen und eine Behandlungsempfehlung festgelegt worden (sog. Tumorkonferenz).

Der erste Termin dient meistens nur zur Beratung und Untersuchung. Ziel ist es, sich ein genaues Bild von Ihrer Krankheitssituation zu machen. Manchmal sind noch weitere Untersuchungen nötig, um die genaue Art der Bestrahlung festlegen zu können. Alle Befunde und die geplante Behandlung werden in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen besprochen. Bitte fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Ziel ist es, dass Sie gut informiert sind. Sie haben jederzeit die Möglichkeit Freunde oder Angehörige mit zu nehmen. Ob und wieviel Ihre Angehörige entscheiden Sie.

Die Strahlentherapie wird meistens ambulant durchgeführt, mit Terminen einmal täglich an allen Werktagen. Vor der eigentlichen Strahlentherapie sind noch ein bis zwei Termine zur Vorbereitung (Bestrahlungsplanung) nötig. Die Bestrahlungen selbst gehen schnell (pro Tag etwa 10 bis 15 Minuten, davon etwa 1 Minute echte Bestrahlungszeit).

Bei der Standardbestrahlung sind meistens 25 bis 30 ambulante Termine erforderlich, jeweils einmal täglich an Werktagen. Die gesamte Strahlenbehandlung dauert durchschnittlich also etwa fünf Wochen (mindestens zwei, maximal acht Wochen).

Jede Therapie und Behandlung birgt ein Risiko. Oftmals treten vorübergehende Reaktionen an Haut und Schleimhäuten im Bestrahlungsfeld auf (z.B. Hautrötung ). Diese Reaktionen sind jedoch harmlos und klingen innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Ende der Bestrahlung ab. Langzeitfolgen der Behandlung sind eher selten.  Die meisten Patienten vertragen die Strahlentherapie sehr gut. Falls Sie Veränderungen an Ihrem Körper feststellen, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.

Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit bestehen meistens bei Bestrahlungen des Gehirns und wenn bestimmte Medikamente eingenommen werden. Jedoch kann aufgrund der Bestrahlung eine starke Müdigkeit auftreten. Lassen Sie sich zur Sicherheit fahren. Die Fahrtkosten zur Therapie werden im Regelfall von den Krankenkassen erstattet; eine entsprechende Bescheinigung erhalten Sie von Ihrem Arzte.

Wichtig ist es, jede Behandlung oder Einnahme von Medikamenten mit Ihrem zu behandelnden Arzt abzusprechen. In der Regel können andere Behandlungen (z.B. Physiotherapie, Lymphdrainage) fortgeführt werden. Spezielle Medikamente sind wegen der Bestrahlungen meistens nicht erforderlich (manchmal aber wegen gleichzeitiger Chemotherapie).

Bereich Reha

Eine onkologische Reha kann sich nach einer Krebserkrankung positiv auf die Lebensqualität auswirken. Ob ein Krebspatient nach Ende der Behandlung seiner Tumorerkrankung daran teilnehmen will, bleibt seine Entscheidung. Lassen Sie sich vor der Auswahl der Rehaklinik beraten und nutzen sie die Informationen auf StärkergegenKrebs.

Eine Krebs-Reha bietet Unterstützung und Erholung in einer Qualität, die ein normaler Urlaub nicht bieten kann. Onkologische Rehabilitation bietet ein breites Spektrum an Therapiemöglichkeiten.

Eine onkologische Nachsorgeleistung kann bis zu einem Jahr, bei erheblichen Funktionseinschränkungen sogar bis zu 2 Jahre, nach Abschluss der Primärbehandlung durch den Kostenträger bewilligt werden. Während dieser Zeit ist es bei entsprechender Notwendigkeit -d.h. mit medizinischer Begründung - durchaus möglich mehrere onkologische Reha-Nachsorgeverfahren zu beantragen und auch durchzuführen.

Nach der ersten Behandlung Ihrer Krebserkrankung sind Ihr behandelnder Arzt und der Kliniksozialdienst Ihre Ansprechpartner zum Thema Reha. Nach einer Operation oder Chemotherapie haben Sie die Möglichkeit einer Anschlussheilbehandlung nach dem Klinikaufenthalt.

Damit Sie eine Onkologische Reha in Anspruch nehmen können, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Abschluss der akuten Erstbehandlung .
  • Positive Prognose, dass die Onkologische Reha Ihre körperlichen, seelischen, sozialen und/oder beruflichen Krankheitsfolgen verbessern wird.
  • Körperlich ausreichende Belastbarkeit, um die Reha antreten zu können.

Eine Krebsbehandlung kann oftmals sehr kräfteraubend sein. Chemotherapien, Bestrahlungen oder operative Eingriffe belasten nicht nur den Körper, sondern auch Geist und die Seele. Eine onkologische Reha mit einer auf Sie individuell abgestimmten Therapie, Betreuung und Beratung ist jetzt eine sehr große Hilfe. Sie unterstützt Sie dabei, wieder Kräfte für die Rückkehr in den Alltag zu gewinnen, langfristig die Erfolge der Behandlung zu sichern sowie Spätfolgen und Einschränkungen entgegenzuwirken.

Für eine onkologische Reha sprechen vor allem folgende Punkte:

  • Beugt krankheitsbedingten Spätfolgen und Einschränkungen vor
  • Verbessert die Lebensqualität
  • Sichert den Erfolg der Behandlung
  • Schafft Distanz zum zuvor krankheitsdominierten Alltag
  • Unterstützt bei der Bewältigung körperlicher und seelischer Folgen der Krankheit
  • Verringert das Rezidivrisiko
  • Reduziert das Rückfallrisiko
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