Wichtige Informationen für Patienten und Angehörige

 

Patienteninformationen

In diesen Bereich erhalten Sie auf viele Ihrer Fragen, Antworten und Hilfestellungen. Informationen rund um Kosten, Kostenübernahmeverfahren und Möglichkeiten der Kostenerstattung erhalten Sie im Bereich Kostenübernahme der Krankenkassen

 

Häufig gestellte Fragen von Patienten!

  • Trainings-, und Bewegungstherapie
  • Ernährungsberatung für Krebspatienten
  • Psychologie und Psychoonkologie
  • Naturheilkunde
  • Physiotherapie und Osteopathie
  • Apotheken
  • Zweithaar
  • Onkologie

Wir bieten Informationen rund um Bewegung, Gesundheit, psychologische und physiologische Begleitung, Ernährung sowie komplementäre Behandlungen und Produkte, Apotheken und Zweithaar. Außerdem ermöglichen wir Ihnen einen direkten Kontakt zu qualifizierten Experten und Beratern in Ihrer Stadt und Umgebung.

Bewegung:

  • Abgeschlossene physiotherapeutische, sporttherapeutische oder ärztliche Qualifikationen.
  • Vorerfahrung in Bereich der Bewegungstherapie mit onkologischen Patienten.
  • Oder absolvierte Fortbildung im Bereich der onkologischen Trainings- und Bewegungstherapie (OTT) oder ähnlichen Fortbildungen.

Ernährung:

  • Abgeschlossenes Studium im Bereich der Oecotrophologie, Ernährungswissenschaften, Ernährungsmedizin, Diätetik, Diplom-Ingenieure Ernährung und Versorgungsmanagement, Schwerpunkt „Ernährung“, oder ähnlichem.

  • Vorerfahrung im Bereich der Ernährungstherapie mit onkologischen Patienten.

  • Alternativ: Fortbildung im Bereich der Ernährungstherapie für onkologische Patienten oder ähnlichen Fortbildungen.

  • Oder Zertifikat Ernährungsberater/in VDOE.

Psychologie:

  • Abgeschlossenes Studium im Bereich der Psychologie.
  • Oder Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Psychotherapie und Psychoanalyse.
  • Oder abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik (mit psychoonkologischer Zusatz-Ausbildung).
  • Oder abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit, Theologie (mit psychoonkologischer Zusatz-Ausbildung).
  • Oder Heilpraktiker Schwerpunkt: Psychotherapie (3 Jahre Berufserfahrung).
  • Vorerfahrung in Bereich der Psychotherapie/ Psychoonkologie mit onkologischen Patienten.

Naturheilkunde:

  • Abgeschlossene Ausbildung zum Heilpraktiker oder Facharzt für Naturheilverfahren.
  • Nachweis über 3-jährige Berufserfahrung in Vollzeit oder 6-jährige Berufserfahrung in Teilzeit.
  • Nachweis über anatomische medizinische Kenntnisse.
  • Ausbildungsnachweis invasiver und manueller Verfahren.

Physiotherapie:

  • Abgeschlossene Ausbildung zum Physiotherapeuten.
  • Oder abgeschlossene Ausbildung im Bereich der Osteopathie.
  • Vorerfahrung in Bereich der Physiotherapie oder Osteopathie mit onkologischen Patienten.

Apotheken:

  • Schwerpunkt im Bereich der onkologischen Behandlungen oder weitere Zusatzqualifikationen in unterstützenden Bereichen der Krebstherapie oder Weiterbildungen in den Bereichen onkologische Pharmazie, Naturheilverfahren oder Ernährungsberatung.

Zweithaar:

  • Erfüllung der räumlichen und fachlichen Kriterien nach dem „Prähqualifizierungsverfahren“.
  • Staatlich anerkannten Fachkraft für Zweithaar (HWK).

Onkologie:

  • Arzt für Innere Medizin mit der Schwerpunktbezeichnung Hämatologie und Onkologie
  • Arzt für Innere Medizin mit vergleichbarer Qualifikation, der schwerpunktmäßig onkologische Patienten betreut.

StärkergegenKrebs gibt Ihnen eine Übersicht, in welchen Bereichen Sie sich während und nach Ihrer Krebserkrankung unterstützen lassen können. Es ist natürlich Ihnen überlassen, ob und auf welchen Bereich Sie zurückgreifen. Machen Sie das, was Ihnen guttut und Ihnen Kraft gibt. Jeder dieser Bereiche kann Sie unterstützen und stärken.

Bereich Trainings- und Bewegungstherapie

Im Bereich der onkologischen Trainings- und Bewegungstherapie gibt es meist keine gleichen Trainingsprogramme, da in den Bewegungsplänen vier Hauptfaktoren berücksichtigt werden müssen:

Krebsentität, Stadium der Erkrankung, Behandlungsphasen während der Therapie und Nachsorge (kurativ oder palliativ) sowie die Nebenwirkungen durch die Tumorerkrankung oder medizinische Therapie (Physis und Psyche). Aufgrund dieser Faktoren ist jeder Trainingsplan individuell und persönlich auf den Patienten abgestimmt.

Es kann jedoch sein, dass sich Trainingsprogramme sehr ähneln.

  • Mit der körperlichen Aktivität sollte so früh wie möglich begonnen werden

  • Jede Krebsentität benötigt ihre eigene Trainingsintervention

  • Bewegung und Sport müssen den Patienten über alle Behandlungsphasen begleiten

Die rein mechanische Beeinflussung eines Tumors durch Massage ist in der Praxis bisher nicht nachgewiesen.

Aufgrund der erheblichen Belastbarkeitsschwankungen während einer Chemotherapie ist es wichtig, das Training tagesabhängig anzupassen. Dadurch kann ein angemessener Trainingsreiz an leistungsstarken wie auch leistungsschwachen Tagen gesetzt werden.

Im Allgemeinen ist Sport während der Bestrahlung möglich und sinnvoll. Jedoch sollte man darauf achten, dass keine direkte Belastung auf die bestrahlten Stellen ausgeübt wird.

Dadurch können zusätzliche Reizungen der Haut und des Bindegewebes vermieden werden. Dies ist jedoch individuell zu entscheiden.

JA, Bewegung und Sport muss den Patienten über alle Behandlungsphasen begleiten. Auch nach den Behandlungsphasen sollten Sie weiterhin Sport betreiben.

Nach einer Operation müssen die Wundheilungsphasen berücksichtigt werden. Dabei ist eine Rücksprache mit dem zu behandelnden Arzt zu halten. Ein langsamer Einstieg ist jedoch empfehlenswert. Es gibt Operationen, bei denen man schon am Folgetag mit leichtem Krafttraining beginnen kann.

Falls Ihnen der Arzt bestätigt, dass Sie wieder Sport betreiben können, Sie jedoch unsicher sind, können Sie erst mit Übungen starten, welche den Wundbereich nicht beeinflussen. Falls Sie zum Beispiel einen Eingriff an der Schulter haben, starten Sie mit dem Unterkörper.

Nach dem Training wird Ihnen empfohlen, den Wundbereich und die umliegende Körperstruktur darauf zu beobachten, ob die Belastung toleriert wird. Falls Veränderungen auftreten, teilen Sie es Ihrem Arzt mit.

Die folgenden absoluten Kontraindikationen bedeuten kein Bewegungsverbot (Aktivitäten des Alltags), jedoch ist von einer sportlichen Aktivität abzuraten.

  • Akute Blutungen bzw. starke Blutungsneigung
  • Thrombozyten-Werte unter 10.000 µl
  • Blutungsneigung oder -zeichen zwischen 10.000 und 20.000 µl Thrombozyten
  • Fieber beziehungsweise Temperatur über 38° C
  • Akute Infektion (zum Schutz anderer Patienten)
  • Starke Schmerzen und eine Verstärkung der Schmerzen durch Bewegung
  • Die ersten 48 Stunden nach gleichzeitiger Gabe von Herzeptin und Chemotherapie (Risiko von Herzrhythmusstörungen)
  • Hämoglobinwerte unter 8g/dl Blut in Kombination mit Schwindel

Bei Knochenmetastasen:

  • Patienten können starke Schmerzen haben. Schmerzen, welche durch das Training auftreten oder verstärkt werden, sind Kontraindikatoren. Bei Knochenbruchgefahr darf das Basistraining nicht komplett durchgeführt werden.

Neue Forschungen belegen, dass körperliche Aktivität bei allen Krebsarten sowohl vor und während als auch nach der (Chemo- und Strahlen-)Therapie sinnvoll ist. Sowohl nach dem Ende der Therapie, das heißt anhaltend, als auch kurzfristig sind die Vorteile spürbar. Deshalb wird den Betroffenen bereits direkt nach der Diagnose von den medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften sportliche Aktivität empfohlen.

Bevor Sie mit den Trainings- und Bewegungseinheiten beginnen, sollten Sie sich eingehend von einem Arzt untersuchen und beraten lassen. Ziel der Voruntersuchungen ist es, sowohl Risikofaktoren als auch Einschränkungen und körperliche Belastungsgrenzen festzustellen und festzulegen, damit Sie die körperlichen Aktivitäten gut absolvieren können, keine Verletzungen davontragen und Sie die Vorteile körperlicher Aktivität optimal nutzen können. Nach der Klärung der medizinischen Ausgangslage wird für den Patienten eine maßgeschneiderte Bewegungstherapie festgelegt.

Dabei sollten die Antworten folgender Fragen berücksichtigt werden:

  • Welcher Sport hat Ihnen früher Spaß gemacht?

  • Welche körperliche Aktivität möchten Sie durchführen?

  • Wollen Sie sich lieber alleine sportlich betätigen oder finden Sie eine Gruppe Gleichgesinnter motivierender?

 

 

Informationen im Bereich Sport, Ernährung, Physiotherapie, Naturheilkunde bei Krebs

 

 

Bereich Ernährungstipps-, Berater und komplementäre Produkte

 

Gewichtsverlust

Eine schwerwiegende Folge der Krebserkrankung und Therapie kann ungewollter Gewichtsverlust bis hin zur Kachexie sein. Oftmals treten bei einer Kachexie (Auszehrung) Komplikationen wie Entzündungen, verlangsamte Wundheilung, erhöhte Infektanfälligkeit oder Fatigue (Müdigkeit und Erschöpfung) auf. Dies kann zur Folge haben, dass sich der Heilungsprozess verlängert. Bei einem ungewollten Gewichtsverlust geht vor allem Muskulatur verloren, wodurch körperliche Leistungsgrenzen schneller erreicht werden und körperliche Aktivitäten wie Spaziergänge und Gartenarbeiten schwerer fallen. Dadurch wird die Lebensqualität stark beeinflusst. Hinzu kommt, dass bereits bestehende Mangelernährungszustände sowie der Abbau körperlicher Ressourcen und der Skelettmuskulatur negative Auswirkungen auf das Ansprechen der Therapie haben. Chemo-/Strahlen-Therapien können nicht eingehalten werden und notwendige Operationen müssen im schlimmsten Fall verschoben werden. Um die Lebensqualität und die Therapieverträglichkeit aufrechtzuerhalten bzw. womöglich noch zu verbessern, ist der Erhalt eines möglichst guten Ernährungszustandes unabdinglich.

Der Gewichtsverlust bei Krebs kann unterschiedliche Ursachen haben. Es kommt im Allgemeinen zu einem Gewichtsverlust, wenn die Energiezufuhr durch die Nahrung den Energieverbrauch nicht decken kann. Die meisten Krebserkrankungen betreffen nicht nur einzelne Organe, sondern ziehen den gesamten Körper in Mitleidenschaft.

Gründe für eine Mangelernährung können sein:

  • Der Tumor selbst kann einen erhöhten Energieverbrauch verursachen, aber auch zu Verwertungsstörungen führen, da bestimmte Organe in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.
  • Tumore können durch ihre Lage Engstellen bzw. Passagestörungen für die aufgenommene Nahrung verursachen. Dadurch können Schluckstörungen, Völlegefühl, frühes Sättigungsgefühl sowie teilweise auch Übelkeit und Erbrechen auftreten.
  • Strahlen- und/oder Chemotherapie oder Operationen können zu einer verminderten Nahrungszufuhr oder zu Beeinträchtigungen bei der Nährstoffverwertung führen (Appetitverlust).
  • Krebserkrankungen können zu Veränderungen im Stoffwechsel führen. Beispielsweise können Kohlenhydrate nicht mehr so gut verarbeitet werden, Eiweiß und Fette dagegen besser. Dadurch erhöht sich der Bedarf an Eiweiß. Die Mangelernährung wird durch Stoffwechselbesonderheiten bestimmt und nicht durch die pauschal betrachtete Gesamtzufuhr an Kalorien. Dies ist ein entscheidender Unterschied zu einem Gewichtsverlust bei Menschen ohne Krebserkrankung, der durch bewusstes Abnehmen entsteht.

Neben dem Abbau von Muskelmasse kann es zu vermehrten Wasserablagerungen (Ödemen) kommen, welche oftmals den Verlust an Muskelmasse verschleiern. Diese Körperumverteilung beginnt oftmals an Knöcheln und Füßen.

Neben dem fortschreitenden Gewichtsverlust kommt es bei einer Mangelernährung einerseits zu einem erhöhten Verbrauch an Energiereserven, z.B. von Körperfett, und andererseits geht Muskel- und Organmasse verloren. Zudem können spezifische Nährstoffmängel auftreten. All dies kann zu ganz verschiedenen körperlicher Symptome führen (s. nachfolgende Tabelle) und sich ebenso auch auf die Psyche auswirken.

  • Muskulatur: Weniger Muskulatur und Kraft Schwäche, geringere Leistungsfähigkeit, Immobilität
  • Höheres Sturzrisiko
  • Haut: Zunehmend dünn, blass und unelastisch
  • Skelett: Verminderte Knochendichte und dadurch vermehrte Knochenbrüche
  • Immunsystem: Schwächung des Immunsystems, erhöhte Infektanfälligkeit
  • Langsamere Heilung und mehr Komplikationen
  • Gastrointestinaltrakt: Störungen der Magen-Darm-Funktion Verstopfung, Durchfall, Unverträglichkeiten

Durch die Veränderungen des Stoffwechsels bei einer Krebserkrankung kann es zu einer Veränderung der Körperzusammensetzungen und einem Gewichtsverlust kommen. Die Gewichtsreduzierung bei Krebspatienten geht nicht auf den Abbau überschüssiger Fettreserven, sondern den Verlust an Muskulatur zurück. Dies hat einen zusätzlichen Kraftverlust zur Folge und ist ein bedeutsamer Hinweis auf einen Mangelernährungszustand, welcher durch ernährungstherapeutische Maßnahmen behandelt werden sollte.

Durch die Veränderungen in der Körperzusammensetzung, zum Beispiel Wasserumverteilungen und Einlagerungen (Ödeme, Aszites), kann das Gewicht stabil bleiben oder auch ansteigen, obwohl der gleichzeitige Verlust an Muskelmasse zu starkem Kraftverlust führen kann. Ernährungstherapeutische Maßnahmen können Sie dabei unterstützen, Ihre Muskelmasse zu erhalten.

Sie müssen den Gewichtsverlust durch eine Krebserkrankung von einem Gewichtsverlust einer normalen Diät unterscheiden. Bei einem krankheitsbedingten Gewichtsverlust während einer Krebserkrankung werden nicht nur überschüssige Fettreserven abgebaut, sondern Sie verlieren auch erheblich an Muskelmasse. Die damit einhergehende verminderte Leistungsfähigkeit bzw. Muskelkraft ist ernst zu nehmen. Während der Krebstherapie ist ohne ärztliche Rücksprache und ernährungstherapeutische Begleitung von Diäten unbedingt abzuraten!

Nein! Der Krebstumor hat einen eigenen Stoffwechsel, welcher sich von dem eines gesunden Körpers unterscheidet. Eine Krebserkrankung löst eine Reaktion des Organismus des Menschen auf den Tumor aus. Dies führt zu Stoffwechselveränderungen, die einen mehr oder weniger starken Gewichtsverlust zur Folge haben.

 

Vitamine und Nahrungsergänzung

Über Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe wird viel gesprochen und in den Medien wie Zeitungen und Fernsehen viel berichtet. Aber wann sind Nahrungsergänzungsmittel gut für mich? 

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren einen positiven Einfluss auf die Muskelmasse und den Ernährungszustand haben kann. Dadurch kann möglicherweise die Wirkung der Tumortherapie verbessert werden. In Lachs, Thunfisch, Hering, Makrele, Fischöl (in Kapselform käuflich) und Leinöl kommen Omega-3-Fettsäuren vorwiegend vor. Achten Sie bei dem Kauf von Fischölkapseln auf einen hohen EPA-Anteil (mehrfach ungesättigte Fettsäure).

Aufbauspritzen können hochdosierte Vitamine, Mineralien sowie Spurenelemente enthalten und somit einem Mangel an Mikronährstoffen vorbeugen oder einen bereits bestehenden Mangel beheben. Es ist jedoch nicht möglich, durch Aufbauspritzen einen Gewichtsverlust aufzuhalten oder eine Mangelernährung zu kompensieren.

Diese kann nur durch die ausreichende Zufuhr von Nährstoffen (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Spurenelemente, Flüssigkeit) geschehen.

Solange es geht, sollten Sie auf Lebensmittel mit ihrem natürlichen Gehalt an Inhaltsstoffen zurückgreifen. Gegen die Einnahme von Vitaminpräparaten in normalen Dosierungen (bis 100 % RDA*, das heißt 100 % der empfohlenen täglichen Zufuhr essenzieller Nährstoffe) aufgrund eines Gewichtsverlustes oder durch Appetitlosigkeit verursachter einseitiger Ernährung spricht nichts. Nicht ratsam ist es, einzelne isolierte Nahrungsbestandteile vor allem in hohen Dosierungen einzunehmen, da deren Wirkung aus dem natürlichen Verbund losgelöst nicht abschätzbar ist. Dies kann zu unerwünschten Wirkungen führen und den Therapieverlauf negativ beeinflussen.

* Die Recommended Daily Allowances (RDAs), auch Recommended Dietary Allowances, geben die Mengen von essentiellen Nährstoffen an, die nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausreichend angesehen werden, den täglichen Bedarf nahezu jedes gesunden Menschen zu decken.

 

Nahrungsauswahl

Kann mit der Auswahl der Nahrungsmittel die Erkrankung beeinflusst oder die Therapie unterstützt werden? Viele Krebspatienten stellen sich diese oder ähnliche Fragen. Einige wurden bereits für Sie zusammengestellt.

Keine sogenannte „Krebsdiät“ ist wissenschaftlich bestätigt und zeigt nachweisbar eine heilende Wirkung. Oftmals wird bei sogenannten „Krebsdiäten“ davon gesprochen, mit der Diät den Tumor auszuhungern, den Organismus zu entgiften oder die gestörte Zellatmung zu aktivieren.

Die Krebsdiäten empfehlen teils einseitige Ernährung oder raten zu speziellen Nahrungsergänzungsmitteln. Diese „Empfehlungen“ können zu einer mangelnden Nährstoffversorgung führen, welche wiederum den Heilungsverlauf einschränken und die medizinische Behandlung behindern kann.

Die Ernährungstherapie ist hingegen als wichtiger Bestandteil der gesamtheitlichen Krebsbehandlung anerkannt und gilt als unterstützende Maßnahme. Dabei geht es um individuell passende Lebensmittel sowie deren Zubereitung, Kochen im Alltag und um Zusatznahrungen oder Aufbauinfusionen. Falls Sie im Bereich Ernährungstherapie Unterstützung suchen, wenden Sie sich an einen Experten in Ihrer Umgebung. Informationen hierzu finden Sie hier.

Obst und Gemüse sind gesunde Nahrungsmittel, welche täglich in richtiger Menge gegessen werden sollten. Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag führen dem Körper alle wichtigen Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe zu. Dies trägt zu einer gesunden Ernährung bei. Bei einer Krebserkrankung ist zudem vermehrt darauf zu achten, dem Bedarf an Eiweiß und der besseren Verwertung von Fetten gerecht zu werden. Achten Sie daher auf eine ausreichende eiweißreiche Ernährung und energiehaltige Produkte (kcal).

Aufgrund einer Krebserkrankung haben Sie einen höheren Bedarf an Eiweiß. Falls Sie bereits Gewicht verloren haben, ist es sehr wichtig, den erhöhten Bedarf an Eiweiß durch den Verzehr eiweißreicher Nahrungsmittel zu decken. Essen Sie daher täglich auch Käse, Fisch oder Fleisch.

Falls Sie bereits ungewollt Gewicht verloren haben oder bereits Erscheinungen einer Mangelernährung aufweisen, steht die Stabilisierung Ihres Ernährungszustandes, nicht das Cholesterin im Vordergrund. Aufgrund des veränderten Stoffwechsels kann Ihr Körper Fette besser verwerten. Ihre Mahlzeiten können mit hochkalorischen Lebensmitteln angereichert werden.

Fleisch ist ein wichtiger Eiweißträger und kann bei einer Tumorerkrankung wesentlich zur Deckung des höheren Eiweißbedarfs beitragen. Jedoch empfahl der World Cancer Research Fund in seinem zweiten, im Jahr 2007 veröffentlichten Bericht zur Krebsprävention, den Verzehr von rotem Fleisch und Fleischwaren einzuschränken (nicht mehr als 500 g pro Woche), jedoch nicht darauf zu verzichten.

Oftmals können aufgrund der unterschiedlichen Krebstherapien Veränderungen im Geschmacksempfinden entstehen. Nahrungsmittel können auf einmal bitter, intensiver, metallisch oder fad schmecken. Wichtig ist es, diese Veränderungen in Ihrem Speiseplan zu berücksichtigen. Falls Sie kein Fleisch mehr essen können, probieren Sie Fisch oder andere alternative eiweißreiche Nahrungsmittel aus. Sie können ihre normale Nahrung über energie- und eiweißreiche Trinknahrung ergänzen.

 

Klinische Ernährungstherapie

Manchmal ist eine klinische Ernährungstherapie vor, während oder nach der Krebstherapie erforderlich.

Das Ziel einer klinischen oder künstlichen Ernährungstherapie ist es, durch bedarfsdeckende Nährstoffzufuhr (Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Flüssigkeit) den Gewichtsverlust zu stoppen und somit Ihr Gewicht zu stabilisieren oder auch zu erhöhen. Je nach Person kann die Dauer unterschiedlich sein, diese ist daher sehr schwer abzuschätzen. Die Notwendigkeit dafür wird regelmäßig mit Ihrem Arzt und Ernährungstherapeuten überprüft und abgestimmt. Beendet werden kann die Ernährungstherapie, falls Sie wieder eigenständig essen können, ohne Gewicht zu verlieren.

Falls Sie sich gut fühlen und Ihr Gesundheitszustand es zulässt, können Sie sich in Ihrer Freizeit frei bewegen. Die Gabe der künstlichen Nahrung dauert keine 24 Stunden, sodass auch freie Zeit verbleibt. Weitere Möglichkeiten sind, einen Rucksack bzw. Tasche zu verwenden, in dem der Ernährungsbeutel und eine Pumpe untergebracht sind. Dadurch sind sie völlig frei in Ihren Möglichkeiten – gehen Sie spazieren, einkaufen oder genießen Sie die Sonne in Ihrem Garten. Machen Sie das, was Ihnen guttut!

Gründe für eine künstliche Ernährungstherapie sind Appetitlosigkeit, zu geringe Nahrungsaufnahme und bereits starker Gewichtsverlust. Durch die klinische Ernährung wird Ihr Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgt und hat die Möglichkeit, sich zu erholen. Dadurch kommt normalerweise auch der Appetit zurück. Dieser Vorgang benötigt jedoch Zeit.

Falls Sie bereits sehr viel Gewicht verloren haben und womöglich an einer Kachexie leiden und weiterhin nicht genügend Nahrung aufnehmen können, müssen Sie dieses Problem mit Ihrem Arzt besprechen. Allgemein sollte man bei einer solchen Situation nicht viel Zeit verlieren und schnell reagieren. Durch eine Ernährungstherapie kann das Gewicht stabilisiert werden. Wie bei vielen Therapien gilt auch bei der Ernährungstherapie: Je früher man beginnt, umso besser ist der Ausgang der Therapie.

 

Klinische Ernährungsformen

Die klinische Ernährung hilft, den Körper in schwierigen Zeiten beständig und gut mit Nährstoffen zu versorgen.
Im Verlauf von Krebserkrankungen kann es dazu kommen, dass eine unbeschwerte Nahrungsaufnahme selten oder gar nicht mehr möglich ist. Gründe dafür sind z. B. dauerhafte Appetitlosigkeit, Magenprobleme oder Operationen, die die Nahrungsaufnahme verhindern. Falls die durch die Nahrung aufgenommenen Nährstoffe nicht ausreichen, werden Körper und Organismus immer schwächer. Klinische Ernährungsformen können dabei helfen, dem Körper ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.
Klinische Ernährung, auch „künstliche Ernährung“ genannt, da es sich dabei nicht um herkömmliche Lebensmittel, sondern um Nährstoffmischungen handelt, hilft den Patienten. Sie dient als Verbindung zwischen der normalen Ernährung und der Medizin und ist damit ein überaus wichtiger Bestandteil der gesamten Therapie. Ziel ist es, in der schwierigen Zeit den Körper beständig und gut mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Dabei gibt es drei unterschiedliche Formen der klinischen Ernährung:

  • Orale Zusatz-Ernährung
  • Enterale Ernährung
  • Parenterale Ernährung

Patienten werden nur so lange klinisch ernährt, wie es nötig ist. Sobald die Menge an nährstoffreichen Lebensmitteln langfristig wieder ausreicht, findet der Übergang zur normalen Ernährung statt.

Trinknahrungen enthalten alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine und helfen, Lücken zu schließen.

„Oral“ bedeutet in diesem Zusammenhang „durch den Mund“. Das heißt: Alles, was wir essen und trinken ist orale Ernährung. Es gibt spezielle Aufbauprodukte, die zusätzlich zur normalen Nahrung verzehrt werden können. In diesen Zusatznahrungen sind in wenig Volumen viele Nährstoffe enthalten. Es sind also hoch konzentrierte kleine Kraftpakete. Je nach Bedarf sind alle wichtigen Nährstoffe in unterschiedlicher Menge kombiniert. Welche Zusatznahrungen für Sie am besten geeignet sind, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt oder mit einer Ernährungsfachkraft. Diese sogenannte Trinknahrung, die auch als „Astronautenkost“ bekannt ist, gibt es in verschiedenen Arten und Geschmacksrichtungen. Sie wird trinkfertig in Fläschchen oder Tetrapaks angeboten. Man kann sie auch pulverförmig bekommen und dann in Speisen oder Getränken auflösen.

Die Zusatznahrungen sind in der Regel erstattungsfähig. Das heißt, Ihr Arzt kann sie Ihnen verschreiben, die Krankenkasse erstattet die Kosten.

Können Lebensmittel nicht ausreichend gekaut oder störungsfrei geschluckt werden, ist es ratsam, Nährstoffe über eine Sonde zuzuführen.

Bei der enteralen Ernährung wird eine vorgefertigte flüssige Nährstoffmischung mittels eines dünnen Schlauchs (Ernährungssonde) direkt in den Magen oder Darm geleitet. Die Gründe (Indikationen) für den Einsatz von Sondennahrung sind bei Krebspatienten oftmals, dass diese wunde Stellen im Mund oder Rachen bzw. Schmerzen beim Kauen oder Schlucken haben. Diese Schmerzen werden nicht selten durch Chemotherapien, Bestrahlungen und Operationen hervorgerufen. Daher sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt rechtzeitig besprechen, ob die enterale Ernährung eine hilfreiche Möglichkeit ist.

Alle Sondennahrungen sind so zusammengesetzt, dass man sich davon vollständig ernähren kann. Sie können die enterale Ernährung als komplette Nährstoffquelle nutzen oder nur unterstützend für eine Basisversorgung.

Wenn der Körper über den Magen-Darm-Bereich nicht mehr ausreichend versorgt werden kann, kommt die parenterale Ernährung zum Einsatz.

In parenteralen Ernährungslösungen sind die Nährstoffe in kleinste Teilchen gespalten und in Wasser gelöst. Diese flüssige Nährstofflösung fließt durch einen dünnen Schlauch direkt in die Blutbahn. Die parenterale Ernährung kann als alleinige Ernährungsform den gesamten Nährstoffbedarf decken. Es ist aber auch möglich, sie als Grundversorgung zu nutzen und zusätzlich zu essen und zu trinken. Als Patienten befragt wurden, äußerten sie ihre Zufriedenheit mit der parenteralen Ernährung: Sie waren erleichtert, „die Quälerei mit dem Essen“ beendet zu haben, und spürten mehr Energie, Kraft und Lebensfreude.

Parenterale Ernährungslösungen sind Arzneimittel und müssen vom Arzt verordnet werden. Die Kosten trägt die Krankenkasse. Es gibt verschiedene Zusammensetzungen, die vorgefertigt sind und sofort eingesetzt werden können.

 

Weiteres

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist Bestandteil einer gesunden Ernährung. In unserem Körper findet ein stetiger Wasserkreislauf statt, bei dem die Körperflüssigkeit durch die Gefäße und Organe transportiert wird. Wasser ist für uns lebensnotwendig, da es

  • Nährstoffe transportiert
  • Abbauprodukte und Medikamente transportiert
  • den Blutfluss und die Körpertemperatur reguliert

Hinzu kommt der Flüssigkeitsverlust durch die Haut als Schweiß, über die Lunge als feuchte Atemluft, über den Darm als Stuhl und über die Nieren als Urin. Dieser Flüssigkeitsverlust tritt verstärkt bei starkem Schwitzen aufgrund von Fieber und bei Erbrechen oder Durchfall auf. Ein Mangel an Flüssigkeit kann innerhalb weniger Stunden, aber auch über Tage entstehen.

Durst ist das Warnsignal für den Menschen, falls der Wasseranteil im Körper zu sehr sinkt. Der Wasserverlust kann über Trinken ausgeglichen werden, jedoch eignen sich auch festere Lebensmittel und klinische Nahrung, um den Wasserverlust auszugleichen. Wieviel Sie täglich zu sich nehmen sollten, besprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Bekommen Sie (Ernährungs-)Infusionen, sorgen die medizinischen Fachkräfte dafür, dass Sie ausreichend Flüssigkeit erhalten.

Dokumentationshilfe für Ihre Therapien und Medikamente

Um einen dauerhaften Überblick darüber zu behalten, welche Therapie Sie derzeit absolvieren, welche Medikamente Sie einnehmen und welche Auswirkungen/Nebenwirkungen diese mit sich bringen, empfehlen wir Ihnen, ein Dokumentationsblatt auszufüllen.

Die Aufzeichnungen können nicht nur für Sie, sondern auch für Ihren Arzt wichtige Informationen beinhalten. Je aktueller Sie die Einträge halten, desto wertvoller sind die Inhalte für Sie und Ihre Therapiebegleiter.

Sie wünschen zusätzlich von einem Ernährungstherapeuten individuell beraten zu werden?

Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt darauf an, Ihnen eine „Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung“ auszustellen. Die Zuweisung zu einem Ernährungstherapeuten („Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung“) wird vom Arzt ausgefüllt.

Oftmals überfordert die Diagnose und Therapie einer Krebserkrankung den Patienten und die Angehörigen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie sich am besten bereits zu Hause Gedanken machen, welche Fragen Sie Ihrem Arzt im Ärztegespräch stellen wollen. Schreiben Sie sich diese auf und nehmen Sie den Fragebogen mit in das Gespräch. Nachfolgend erhalten Sie vorformulierte Fragen und Tipps, welche Ihnen in einem Ärztegespräch helfen können.

Wichtige Tipps, welche Sie vor und während des Arztgespräches anwenden können:

  • Schreiben Sie vor dem Termin alle Ihnen wichtig erscheinenden persönlichen Fragen auf.
  • Nehmen Sie bei Bedarf eine unterstützende Person Ihres Vertrauens zu dem Gespräch mit.
  • Gehen Sie im Ärztegespräch Punkt für Punkt durch.
  • Fragen Sie nach, falls Sie etwas nicht genau verstanden haben. Fachbegriffe und Fremdwörter lassen Sie sich bitte erklären.
  • Notieren Sie die Antworten, oftmals vergisst man kleine Details.
  • Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie die Aussagen richtig erfasst haben, wiederholen Sie sie mit Ihren eigenen Worten („Habe ich Sie richtig verstanden, dass…“).
  • Bitten Sie um patientengerechte, schriftliche Informationen (z. B. Broschüren), um Auskünfte und Erklärungen zu Hause in Ruhe nachlesen zu können.

 

 

Unterstützung durch Experten in der Umgebung

 

 

Bereich Psychologen und Psychoonkologen

Bisher fanden Wissenschaftler keine Beweise dafür, dass andauernde psychische Probleme zu Krebs führen können. Forscher wiesen zwar nach, dass das Immunsystem durch psychosoziale Belastungen wie andauernde Ängste oder Depressionen belastet werden kann, konnten jedoch keinen direkten Zusammenhang zwischen dem psychischen Empfinden und dem Ausbruch einer Krebserkrankung nachweisen. Hingegen unumstritten ist, dass die Psyche einen wesentlichen Beitrag zum Erleben der Erkrankung beiträgt.

Psychosoziale Beratung durch Psychologen und Psychoonkologen ist eine wichtige Unterstützung und Hilfestellung zur inneren Stabilität und kann einen großen Beitrag zu mehr Lebensqualität im Umgang mit der Krankheit leisten.

Durch eine Krebserkrankung sind Betroffene und Angehörige meistens sehr stark belastet. Falls Sie und/oder ihre Angehörigen sich mit der neuen Lebenssituation überfordert fühlen, in einer Krise feststecken oder sich mit Ihren Ängsten und Sorgen allein gelassen fühlen, sollten Sie sich nach einem psychoonkologischen Angebot erkundigen. Professionelle Hilfe sollten Sie zudem bei folgenden Hinweisen in Anspruch nehmen:

  • Furcht, die Sie lähmt und Ihren Alltag bestimmt oder Sie daran hindert, an der Krebstherapie mitzuwirken
  • Anhaltende starke Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit (Gefühl der Leere)
  • Fortbestehende Erschöpfung nach Behandlungsende, starke Ängste oder andere psychische Probleme
  • Schlafprobleme oder Albträume aufgrund Ihrer Krebserkrankung

Nutzen Sie eine professionelle Krebsberatungsstelle! Diese hat den Vorteil, dass Sie dort mit Menschen sprechen können, die sich mit Ihrer Krebserkrankung und den begleitenden Umständen sehr gut auskennen und einen hohen Erfahrungsgrad vorweisen.

Fragen, welche im Zentrum einer professionellen Krebsberatung für Patienten stehen können:

  • Wie kann ich mit meiner Krankheit besser umgehen?
  • Was kann ich gegen meine Ängste und/oder Depressionen tun?
  • Wie kann ich mir meine Lebensqualität möglichst gut erhalten?
  • Welche Methoden und Angebote kommen für mich in Frage?
  • Wie sinnvoll ist eine Reha-Maßnahme für mich?
  • Wer hilft mir bei den notwendigen Anträgen?

Fragen, welche im Zentrum einer professionellen Krebsberatung für Angehörige stehen können:

  • Wie kann ich meine Partnerin, meine Mutter etc. unterstützen?
  • Was erzähle ich meinen Kindern? Wie spreche ich am besten mit ihnen?
  • Darf ich zwischendurch auch mal was für mich tun?

Psychoonkologen bieten Betroffenen und Angehörigen „Hilfe zur Selbsthilfe“ an, damit Sie sich in die Lage versetzen können, aktiv zu handeln, anstatt das Gefühl zu haben, der Krankheit passiv ausgeliefert zu sein.

Bewährte Methoden und Angebote sind:

  • Psychosoziale Beratung und unterstützende Gespräche
  • Psychotherapeutische Interventionen
  • Hilfestellungen für das Ausfüllen von Anträgen
  • Selbsthilfegruppen
  • Vorträge und Seminare
  • Gruppenangebote und Kurse

Leider hält sich das Vorurteil, dass es eine Krebspersönlichkeit gibt, immer noch hartnäckig. Es gibt jedoch keine Belege, dass bestimmte Persönlichkeitstypen häufiger an Krebs erkranken als andere Mitmenschen. Es scheint vielmehr ein Zusammenspiel vieler unterschiedlicher, noch teilweise unbekannter Faktoren zu sein, welche letzten Endes zu einer Krebserkrankung führen. Forscher stellten jedoch fest, dass Betroffene als Reaktion auf die Krankheit typische Verhaltensweisen und/oder Anpassungsreaktionen ausbilden.

Die Diagnose Krebs ist ein Riesenschock. Stellt Ihr Arzt fest, dass Sie an Krebs erkrankt sind, ist dies für Sie erst einmal eine große Belastung, Ängste entstehen und es verunsichert Sie.

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Gefühle beobachten und sich die Frage stellen, wovor Sie sich eigentlich ganz genau fürchten. Die Antwort auf diese Frage kann Ihnen viele Informationen geben, unter anderem darüber, welche Methode für Sie am besten geeignet ist, um Ihre Ängste in den Griff zu bekommen. Folgende fünf Schritte haben sich dabei bewährt.

Schritt 1:

Wenden Sie sich an Menschen, die Ihnen nahestehen und zu denen Sie Vertrauen haben. Oftmals sind dies Partner, Familienangehörige und Freunde. Psychologen und Psychoonkologen, Selbsthilfegruppen und Seelsorger können Sie zusätzlich entlasten und ermöglichen Ihnen, ganz offen über Ihre Ängste zu sprechen.

Nutzen Sie diese Personen – sie können Sie unterstützen und Ihnen Kraft geben.

Schritt 2:

Die Angst vor der Ungewissheit ist oftmals eine sehr starke Belastung für Betroffene und Angehörige. Welche Fragen haben Sie zu Ihrer Krebserkrankung und Behandlung? Informationen zu Ihrer Krankheit können helfen, die Angst vor dem Ungewissen zu mindern. Fragen Sie Ihren Arzt oder holen Sie eine Zweitmeinung ein.

Nehmen Sie dabei eine vertraute Person mit und notieren Sie sich die Aussagen. Oftmals sind solche Gespräche sehr belastend und man vertauscht im Nachhinein Aussagen.

Schritt 3:

Angst macht sich nicht nur seelisch, sondern auch körperlich bemerkbar. Ruhe- und Entspannungsphasen sind daher sehr wichtig. Erkundigen Sie sich nach Kursen für Autogenes Training, Yoga, Qi Gong etc. Weitere Informationen zu den einzelnen Methoden erhalten Sie hier.

Schritt 4:

Oftmals ist die Angst relativ stark verankert und weit fortgeschritten. Zögern Sie nicht, einen Psychologen oder Psychoonkologen aufzusuchen. Erkundigen Sie sich nach geeigneten Psychoonkologen und kontaktieren Sie diese.

Schritt 5:

Sind Ihre Ängste übermächtig und können Sie diese kaum ertragen, erscheint eine medikamentöse Behandlung sinnvoll. Ihr Arzt kann Ihnen die notwendigen Medikamente verschreiben.

Aufgrund einer solch schweren Erkrankung ist es nachvollziehbar, dass Krebspatienten sich oftmals am liebsten zurückziehen. Bitte denken Sie daran, dass depressive Symptome durch einen sozialen Rückzug verschlimmert werden können. Bleiben Sie daher aktiv und lassen Sie sich nicht von depressiven Gefühlen leiten. Es gibt einige Punkte, die Ihnen dabei helfen könnten.

  • Sprechen Sie mit Menschen Ihres Vertrauens oder Psychoonkologen über Ihre Gefühle, Gedanken, Ängste und gegebenenfalls Depressionen.
  • Vereinbaren Sie Termine mit Ihren Familienangehörigen und Freunden, diese können Sie aufheitern und von Ihren Sorgen ablenken (Zum Beispiel: Telefonate, Spaziergänge, sportliche Aktivitäten, Besuche im Kino, Theater oder Konzert).
  • Bringen Sie eine Struktur in Ihren Alltag. Planen Sie feste Zeiten für Mahlzeiten, Besorgungen, Sport und Kontakte zu Mitmenschen ein.
  • Arbeiten Sie an Ihrer positiven Einstellung. Halten Sie sich immer vor Augen, dass Krebs behandelbar ist und dass man mit Krebs auch lange leben kann. Lassen Sie sich nicht zu sehr von negativen Vorstellungen über Ihre Krankheit beeinflussen.
  • Lenken Sie sich ab. Nutzen Sie beispielsweise Fantasiereisen, um gedanklich an schöne Orte und in angenehme Situationen zu kommen. Diese können hilfreich bei Depressionen sein. Informationen dazu finden Sie bei den Krebsberatungsstellen der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.
  • Bei einer Zunahme von depressiven Symptomen kann es sehr sinnvoll sein, begleitend Medikamente einzunehmen.

Durch die schwere Erkrankung an Krebs fühlen sich viele Menschen in ihrem Alltag eingeschränkt. Es ist wichtig, dass Sie die Beziehungen zu Ihren Mitmenschen ausbauen und festigen, um sich weiterhin an Ihrem Leben zu erfreuen. „Geteiltes Glück ist doppeltes Glück. Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Fragen, die Ihnen helfen können, sind unter anderem:

  • Welche Personen stehen mir nahe und können mich unterstützen?
  • An wen kann ich mich mit meinen Gefühlen und Ängsten wenden?
  • In welchen Lebensbereichen könnte ich Unterstützung brauchen?
  • Was ist mir jetzt besonders wichtig?
  • Was kann ich jetzt für mich tun, damit es mir besser geht?
  • Wo kann ich Kraft und Energie tanken?
  • Welche Dinge belasten mich? Wie kann ich mich von diesem Ballast befreien?
  • Wie und mit wem regle ich meine letzten Dinge?

Viele Informationen können Sie bei Ihrem Arzt erfragen. Falls Sie weitere Informationen benötigen, können Sie die Krebsberatungsstellen der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. kontaktieren.

Häufige Fragen:

  • Krankschreibung
  • Leistungen der Krankenkassen für Krebskranke
  • Rehabilitationsansprüche
  • Schwerbehindertenausweis
  • Rente
  • Einmalige finanzielle Hilfen
  • Leistungen der Pflegeversicherung
  • Patientenverfügung

Fragen Sie Ihre Partnerin, was ihr guttun würde. Oftmals sind es die kleinen Annehmlichkeiten, die sie unterstützen und aufbauen. Manchmal genügt es, wenn Sie ihr einfach Nähe geben und ab und zu nachfragen, ob alles in Ordnung ist. Hören Sie ihr zu, lassen Sie Ihre Partnerin Dinge aussprechen, die sie belasten, auch wenn Sie selbst keine Lösung kennen. Nutzen Sie ein unterstützendes Netzwerk, Sie können sich nicht alles allein aufbürden. Falls Sie sich zum Beispiel bei der häuslichen Pflege überfordert fühlen, kümmern Sie sich um einen Pflegedienst. Bei sozialrechtlichen Fragen können Sie sich an Krebsberatungsstellen wenden. Bei finanziellen Problemen priorisieren Sie die Ausgaben. Möglicherweise ist auch eine finanzielle Unterstützung möglich.

Oftmals haben Angehörige das Gefühl, dass sie sich an manchen Tagen überfordert fühlen. Dies ist vor allem der Fall, wenn eine Krankheit lange andauert. Der ganze Tagesablauf ist durch die Krankheit bestimmt, viele Gespräche drehen sich dabei um die Sorgen und Ängste, die damit verbunden sind. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie sich Freiräume schaffen, um Ihre Kräfte wieder zu sammeln. Es ist weder Ihrer Partnerin noch Ihnen selbst geholfen, falls Sie sich zu sehr aufopfern und keine Kraft mehr haben – Sie brauchen ihre Kraft. Oftmals können weitere Angehörige oder Freunde sich während ihrer Freiräume um Ihre Partnerin kümmern. Nutzen Sie diese Freiräume für Dinge, die Ihnen Spaß machen und aus denen Sie neue Energie schöpfen können. Sie können auch Unterstützung bei Selbsthilfegruppen für Angehörige finden.

Bereich Naturheilkunde

In der Regel werden zunächst ein ausführliches Anamnesegespräch mit dem Betroffenen geführt und individuelle Untersuchungen/Tests bei dem Patienten durchgeführt. Unfälle, Traumata, Operationen und Therapien werden mit einbezogen, um bei den Behandlungen mögliche Zusammenhänge berücksichtigen zu können. Die verschiedenen Behandlungsmethoden werden individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt.

Das Ziel ist es, funktionelle Störungen auf ganzheitlicher Ebene auszugleichen und die Selbstheilungskräfte im Organismus wieder anzuregen und zu unterstützen. Im Bereich der Onkologie ist eines der Hauptziele, die Nebenwirkungen der Standardtherapien zu mindern und den Körper des Betroffenen zu stärken.

Die Auswahl der richtigen Behandlungen trifft Ihr Experte aus dem Bereich der Naturheilkunde mit Ihnen und unter Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt. Eine Absprache der Ärzte/Heilpraktiker ist unabdinglich. Die komplementäre Behandlung wird individuell auf Sie und Ihre Krebserkrankung abgestimmt.

Viele Ärzte warnen vor einer sogenannten „Übertherapie“. Halten Sie sich daher an die Einnahmeempfehlungen Ihrer Ärzte. Eine „Übertherapie“ und die „Überdosis“ mancher komplementärer Produkte kann zu kontraproduktiven Effekten führen.

Bereich Physiotherapie und Osteopathie

  • Parietale Osteopathie: Gelenk- und Weichteilmobilisationen und -manipulationen
  • Viszerale Osteopathie: Förderung und Wiederherstellung der Beweglichkeit zwischen Organen und Strukturen des Körpersystems
  • Craniosacrale Osteopathie: Nutzt die wellenartigen Ausdehnungen im Schädel, die sich über das spinale Liquorsystem bis zum Kreuzbein fortsetzen

  • Prävention (vorbeugende Maßnahmen)
  • Kuration (Behandlung chronischer und akuter Beschwerden)
  • Rehabilitation: Nachversorgung

Jedes Organ im Körper ist als Zahnrad zu sehen. Funktioniert nur ein Zahnrad im Räderwerk des Körpers nicht, können auch weiter entfernte, nicht direkt in Verbindung stehende Zahnräder in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Dabei versucht der Osteopath, diese Blockierungen an Gelenken, Muskeln und Organen durch spezielle Handgriffe zu lösen. Der Fluss der Körperflüssigkeiten wird wiederhergestellt, die Abfallprodukte werden wieder abtransportiert und der Weg für die Genesung ist frei.

Ein Physiotherapeut hilft im Allgemeinen den Menschen, ihr ursprünglich aktives Körpergefühl wiederzuerlangen. Dabei ist es vorrangig nicht wichtig, ob das Gleichgewicht durch Belastungen, Unfall, Krankheit oder Operation gestört wurde.

Der Patient lernt durch die Nutzung eines natürlichen Heilungsverfahrens, dem Alltag körperlich erneut gerecht zu werden. Dem Patienten werden dabei vom Physiotherapeuten Anweisungen gegeben, damit dieser die Bewegungen richtig ausführt. Passive Bewegungen, vom Therapeuten durchgeführt, vervollständigen das Programm zur Heilung. Der Patient erhält für die Zeit zwischen den Terminen Übungen, die er selbstständig absolvieren soll.

Dabei teilt sich die Physiotherapie in drei Schwerpunkte auf:

  • Zur Rehabilitation des Körpers: Ziel ist es, den Heilungsprozess nach einer Krankheit oder Operation positiv voranzutreiben. Das Hauptziel ist, die ursprüngliche Leistungsfähigkeit (als auch Koordination und Geschicklichkeit) wieder vollständig zu erlangen.
  • Als Prävention: Durch gezielten Aufbau und Kräftigung der Muskulatur kann die Physiotherapie bei Risikopatienten, welche hohen Belastungen ausgesetzt sind, vorab helfen. Des Weiteren können bereits im Vorfeld körperliche Fehlhaltungen ausgeglichen werden.
  • Zur Steigerung des körperlich-seelischen Wohlbefindens: Durch eine Physiotherapie können negative Auswirkungen von Stress gemindert werden. Dabei sorgt sie für körperliche Flexibilität und einen bewussteren Umgang mit dem eigenen Körper.

Bei der Osteopathie handelt es sich um eine seit 130 Jahren anerkannte Wissenschaft. Anwendung findet sie in Verbindung mit der Schulmedizin oder auch als Präventionsmaßnahme. Dabei ist eine Begriffsabgrenzung äußerst schwierig, da viele unterschiedliche Berufsgruppen (Ärzte, Physiotherapeuten, Heilpraktiker oder Diplomsportlehrer) die Osteopathie anwenden und in der Praxis diverse Lehren vorherrschen. Bei allen Osteopathie-Praktikern ist jedoch der Grundsatz gleich:

Der menschliche Körper ist ständig aktiv und auch passiv in Bewegung. Körperliche Beschwerden sind Folgen von Funktionsbeeinträchtigungen oder dem Verlust einzelner Bewegungen. Den Einsatz eines Osteopathen erfordern oftmals Symptome wie Nacken-, Kopf- und Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen und Blasenentzündungen oder Gleichgewichtsstörungen. Der Osteopath nutzt seine Hände, um die Störungen im sich ständig bewegenden menschlichen Gewebe ausfindig zu machen und anschließend osteopathisch zu behandeln. Ziel ist es, die körpereigenen Selbstheilungskräfte des Patienten zu aktivieren und die Heilung wirksam zu unterstützen.

Vor Beginn der Behandlung erfolgt ein umfangreiches Gespräch mit dem Patienten sowie Einsichtnahme in eventuell vorhandene Befunde. Der Osteopath findet durch Abtasten Bewegungseinschränkungen oder Spannungen, welche anschließend durch verschiedene Druck-, Verschiebe- und Zugtechniken behandelt werden. Dadurch wird die natürliche Beweglichkeit wiederhergestellt. Falls Funktionsstörungen rechtzeitig behoben werden, soll es zu keinem bleibenden Schaden an der Struktur kommen. Dadurch können Krankheiten verhindert werden.

Der Mensch wird vom Osteopathen als Gesamtheit betrachtet. Skelett, Muskeln, Schädel, innere Organe und das gesamte Gewebe samt Faszien werden bei einer Therapie berücksichtigt. Weitere Einsatzgebiete des Osteopathen können sein:

  • Beschwerden des Bewegungsapparates…
  • internistischer Bereich
  • Kinderheilkunde
  • Hals-Nasen-Ohr-Bereich
  • urogenitale Bereich

 

 

Experte berät Frau und unterstützt Sie bei Ihrer Krebstherapie

 

 

Bereich Apotheken

Ihr Apotheker kann ein wichtiger Ratgeber in Gesundheitsfragen sein. Er kennt sich bei vielen Aspekten der medikamentösen Behandlung aus und kann dazu wichtige Hinweise geben, beispielsweise zum korrekten Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme sowie zu häufigen Nebenwirkungen und vielem mehr. Nehmen Sie sich Zeit, um eventuelle Bedenken mit dem Apotheker zu besprechen.

Mögliche Fragen für das Gespräch:

  • In welcher Dosierung sollte das Medikament eingenommen werden? Gibt es spezielle Anweisungen zur Dosierung, die ich befolgen sollte?
  • Kann ich das Medikament zusammen mit meinen anderen verschreibungspflichtigen und frei verkäuflichen (rezeptfreien) Arzneimitteln einnehmen?
  • Sollte das Medikament vor/nach einer Mahlzeit oder nüchtern eingenommen werden? Gibt es Nahrungsmittel oder Getränke, die bei Einnahme des Medikaments nicht verzehrt werden sollten?
  • Darf das Medikament gekaut, zerdrückt oder aufgelöst werden, um das Schlucken zu erleichtern?
  • Was soll ich tun, wenn ich versehentlich zu viel eingenommen oder eine Dosis vergessen habe?
  • Welche Nebenwirkungen können auftreten?
  • Kann ich meinen Alltagsaktivitäten (z. B. Autofahren) und meinem Tagesablauf wie gewohnt nachgehen, wenn ich das Medikament einnehme?
  • Bietet Ihre Apotheke spezielle Leistungen, wie z. B. einen Heimlieferservice, an?
  • Wie lange muss ich dieses Medikament einnehmen? Kann ich es absetzen, sobald ich mich besser fühle?
  • Was kann ich tun, wenn ich auf Reisen mein Medikament verlege oder es mir ausgeht?
  • Drucken Sie diese Liste aus und nehmen Sie sie bei Ihrem nächsten Apothekenbesuch mit.

Bereich Zweithaar-Spezialisten 

Der beste Zeitpunkt ist direkt nach der Diagnose. Viele Ärzte raten den Betroffenen leider dazu, die Haare schon vor der Krebstherapie kurz zu schneiden. Vor allem Frauen sind dadurch stark belastet und fühlen sich schon vorab beeinträchtigt. Jedoch ist es viel besser, sich erst von einem Zweithaarspezialisten beraten zu lassen, bevor Sie sich die Haare abschneiden. Zweithaarstudios bieten Ihnen die Möglichkeit, sich schon vor dem Haarausfall eine passende Perücke auszusuchen. Die eigenen Haare sollten erst dann abgeschnitten werden, wenn Sie anfangen, auszufallen. Die vorausgesuchte Perücke wird anschließend individuell an Sie angepasst.

Es gibt Maßanfertigungen, aber auch vorgefertigte Perücken aus Echthaar, Synthetikfaser oder Mischhaar, in unterschiedlichen Strukturen, Farben, Qualitäten und Preisklassen. Je mehr Handarbeit in der Perücke steckt und je höher die Haarqualität der Perücke ist, umso höher ist der Preis.

Mittlerweile gibt es sehr gute Perücken aus synthetischen Fasern, die anteilig oder komplett von den Krankenkassen übernommen werden. Die Preisskala ist auch bei Perücken nach oben hin offen. Aber schon bei einer Eigenbeteiligung von 150 bis 250 Euro bekommt man etwas wirklich Schönes. Das gilt auch für Echthaarperücken. Echthaarperücken werden meistens von den Krankenkassen höher bezuschusst. Falls nicht, gibt es schon ab etwa tausend Euro gute handgearbeitete Kurzhaarperücken aus echtem Haar.

Die meisten Betroffenen rufen vorher an und vereinbaren einen Termin. Die Erstberatung an sich soll möglichst vertraut ablaufen. Oftmals bieten die Zweithaarspezialisten den Betroffenen etwas zum Trinken an. In dem ersten Gespräch geht es darum, die Betroffenen an eine Perücke heranzuführen und Ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen. Dabei kann auch Maß genommen werden und es können die ersten Perücken gezeigt und probiert werden. Es hilft den Damen und Herren, wenn sie die Haare sehen und anfassen können. Hinzu kommt, dass die Betroffenen einen ersten Eindruck erhalten, wie sie selbst später damit aussehen könnten.

Neben der Qualität und Verarbeitung ist es für die Betroffenen wichtig, dass sie zu ihrer Persönlichkeit passt, sie soll ihrem Typ entsprechen und ihn positiv betonen. Im Idealfall schaut die Perücke so natürlich aus, dass Außenstehende sie nicht bemerken. Eine gute Perücke gibt den Betroffenen die Möglichkeit, nicht ständig auf die Erkrankung angesprochen zu werden.

Bereich Onkologie

Die Wahl der für den Patienten optimalen Behandlung (Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder Immuntherapie) ist für den erfolgreichen Verlauf der Behandlung von entscheidender Bedeutung. Die Vorgehensweise wird dabei häufig in einer Tumorkonferenzen festgelegt. Hier trifft die Therapieentscheidung ein Team aus Ärzten verschiedener Fachgruppen: Onkologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten, Gynäkologen, Psycho-Onkologen und andere. Viele onkologische Praxen nehmen daher regelmäßig an verschiedenen Tumorkonferenzen in regionalen Tumorzentren teil.

Ein stationärer Aufenthalt ist bei der Durchführung einer Chemotherapie mittlerweile sehr selten geworden. Nur bei sehr wenigen Erkrankungen und bei akuten Verlaufsformen, schwerer Krankheitsbilder (z.B. akute Leukämien) ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Je nach Ausstattung und Ärzteteam können in ambulanten Einrichtungen unterschiedliche Untersuchungen durchgeführt werden. Nähere Informationen erhalten dazu auf den einzelnen Profilen der onkologischen Schwerpunktpraxen oder vor Ort.

 

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