Komplementäre Produkte und Tabletten bei Krebs – alternative Therapien

  

 

Komplementäre Produkte und Vitalstoffe

Komplementäre Maßnahmen dienen als Ergänzung zur Krebstherapie.

 

Nahrungsergänzungsmittel und Krebs

Einnahme von Tabletten und Vitalstoffen - Alternative Krebstherapien und Medikamente

 

Als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet man Produkte, welche die Zufuhr von Nährstoffen „ergänzen“, da wir zu wenige davon über unsere Nahrung aufnehmen können oder der Bedarf aufgrund einer Krankheit erhöht ist. Oftmals liegt bei Menschen mit einer Krebserkrankung eine solche Situation nicht vor, sodass auf zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel verzichtet werden kann.

Dennoch gibt es komplementäre Produkte und Vitalstoffe, die Sie vor, während und nach Ihrer Krebserkrankung unterstützen können. Vor allem können diese auch die Nebenwirkungen mindern, das Immunsystem stärken und Ihre Lebensqualität erhöhen. Bei schweren Krebserkrankungen kann es gelegentlich sinnvoll sein, Nahrungsergänzungsmittel und Vitalstoffe einzunehmen. Dies sollten Sie aber stets mit Ihrem betreuenden Arzt besprechen. Setzen Sie sich kritisch mit komplementären Produkten, Nahrungsergänzungsmittel und Vitalstoffen auseinander, da die Einnahme auch mit Risiken wie der Wirkreduzierung von Chemotherapeutika einhergehen kann.

In diesem Bereich zeigen wir Ihnen komplementäre Produkte, Vitalstoffe und Nahrungsergänzungsmittel auf, welche uns von vielen Ärzten der Naturheilkunde, Apothekern und Komplementärmedizinern empfohlen worden sind. Der Nutzen einzelner Produkte im Bereich der Krebstherapie kann jedoch oftmals noch nicht wissenschaftlich belegt werden. Zudem gibt es unterschiedliche Meinungen zu den einzelnen Produktwirkungen und Nutzen bei einer Krebserkrankung. Falls Sie zusätzlich ein komplementäres Produkt einnehmen wollen, sprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

 

Allgemeine Empfehlungen zur Linderung von weiteren Nebenwirkungen 

 

Während und nach einer Krebstherapie können immer wieder Neben- und auch Folgewirkungen auftreten, sei es aufgrund einer Chemo- oder Strahlentherapie oder einer Hormon-/Immuntherapie. Bei Operationen kann es unter anderem zu Folgebeschwerden kommen, da am Patienten oftmals große Eingriffe erfolgen. Generell ist der Körper sehr stark belastet, da er sich mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung auseinandersetzt. Nach einer Krebsdiagnose verändert sich enorm viel – die Krankheit steht im Vordergrund, viele alltägliche Dinge treten erst einmal in den Hintergrund. Sie können schon vor dem Start der Therapie Ihren Körper und sich selbst stärken, und somit Nebenwirkungen reduzieren und die Heilungschancen verbessern.

Festzuhalten ist jedoch, dass Nebenwirkungen nicht bei jedem Patienten auftreten, oft sind Sie auch von Patient zu Patient unterschiedlich. Sie unterscheiden sich außerdem in ihrer Stärke. Falls Sie an Nebenwirkungen leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, diese zu lindern.

In den letzten Jahren wurden vor allem in den supportiven (unterstützenden) und komplementären (ergänzenden) Therapien und Maßnahmen erhebliche Fortschritte gemacht. In der folgenden Tabelle erhalten Sie gezielte Tipps und Informationen zu komplementärmedizinischen Maßnahmen, um bestimmte Beschwerden und Nebenwirkungen zu mindern. Die Tipps und Maßnahmen stellen eine Ergänzung der Krebsstandardtherapie dar. Sprechen Sie diese vor Anwendung mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

 

Durch Standardtherapien der Onkologie wie zum Beispiel einer Chemo- oder Strahlentherapie werden schnell wachsende Krebszellen abgetötet und zudem das Wachstum und die Funktionalität von gesunden Zellen gehemmt und beeinträchtigt. Betroffen sind dabei auch Vorstufen von Abwehrzellen im blutbildenden Knochenmark. Eine Folge davon kann sein, dass sich die Infektionsanfälligkeit erhöht. Indikatoren für eine Abwehrschwäche sind erhöhte Temperatur oder Schüttelfrost. Falls Sie Fieber haben, schwer erkältet sind, Brennen beim Wasserlassen oder andere Entzündungsanzeichen haben, sollten Sie dringend den behandelnden Arzt und Onkologen kontaktieren. Die Auswirkungen von Standardtherapien auf das Abwehrsystem ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, zudem hängt dies auch von der Art und Dosierung der Therapie ab. Sprechen Sie mit Ihrem Onkologen und Arzt, welche Vorsichtsmaßnahmen in Frage kommen.

Anzeichen für eine Abwehrschwäche:

  • Müdigkeit.

  • Allgemeines Schwächegefühl.

  • Verminderte Leistungsfähigkeit.

  • Appetitverlust, Gewichtsverlust.

  • Erhöhte Anfälligkeit für Infekte.

Durch ein Differentialblutbild kann Ihr Arzt feststellen, ob Ihre Leukozyten unter 3.500 und Lymphozyten unter 800 pro μl Blut sind. Falls die Leukozyten und Lymphozyten unter diesen Werten liegen, sind die Beschwerden eine Folge Ihres geschwächten Abwehrsystems.

Weitere Ursachen für eine Abwehrschwäche neben der Standardtherapie:

  • Seelische Belastungen oder Stress.
  • Zu wenig Bewegung.
  • Unausgewogene Kost sowie Übergewicht.
  • Andere Erkrankungen (z. B. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus).
  • Verletzungen.

Tipps zur Stärkung des Immunsystems:

  • Moderate Bewegung:
    • Mäßiges, aber regelmäßiges Ausdauertraining (drei bis vier Mal pro Woche ca. 45 bis 60 Minuten). Am Anfang auch kleinere Einheiten möglich.
    • Mehr Informationen rund um Bewegung und Training erhalten Sie hier.
  • Ruhe und Entspannung:
    • Geben Sie Ihrem Körper Auszeiten, um sich zu stärken und zu regenerieren (Erholungsphasen aktivieren das Abwehrsystem).

    • Vermeiden Sie Stress und Schlafmangel (schwächen den Körper).

    • Nutzen Sie Entspannungstechniken, um die innere Balance zu stabilisieren.

  • Ausgewogene Ernährung:
    • Ernährung ist essentiell für das Immunsystem. Obst, Gemüse und Getreide steigern die Abwehrkräfte (Beinhalten lebensnotwendige Vitamine, Spurenelemente, Ballaststoffe und Antioxidanzien).
    • Trinken Sie ausreichend (zwei bis drei Liter pro Tag).
    • Mehr Informationen rund um Ernährung vor, während und nach einer Krebstherapie erhalten Sie hier.

  • Vitamin C:
    • Trinken Sie regelmäßig ein Glas heiße Zitrone (Vitamin C des Zitronensaftes wirkt antioxidativ (neutralisiert aggressive Sauerstoffmoleküle, die sogenannten freien Radikale, und wirkt abwehrsteigernd).

    • Zitrone entsaften, ca. 0,2l Wasser hinzugeben (Wichtig: nicht kochendes Wasser, um die Bestandteile nicht zu zerstören).

  • Eberraute-Tee:
    • Zugehörig zur Familie der Wermutpflanzen.
    • Pflanzliches Heilmittel, das zur Vorbeugung von Behandlungen von Infektionen eingesetzt wird.
    • Laboruntersuchungen und klinische Studien belegen die abwehrsteigernde Wirksamkeit.
    • Qualitätsgeprüfter Eberraute-Tee aus biologischem Anbau ist in der Apotheke erhältlich (Keinen Eberraute-Tee aus dem Ausland, da diese oftmals nicht den deutschen Qualitätsanforderungen erfüllen).
    • Hinweis: Mischen Sie den Tee nicht mit Zitronensaft, damit werden eiweißhaltige Bestandteile zerstört bzw. Wirkkomponenten verändert.
    • Zubereitung: Geben Sie einen kleinen Teelöffel Eberraute-Tee in einen Teebeutel oder ein Teesieb, dann mit kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen.
    • Trink-Kur: Drei Tage lang jeweils morgens und abends eine Tasse Eberraute-Tee. Den Rest der Woche aussetzen. In der folgenden Woche wieder drei Tage morgens und abends eine Tasse, danach erneut pausieren.
  • Probiotika:
    • Der Verzehr von Bakterien bzw. Bakterienprodukte, welche in Joghurt bzw. Sauermilchprodukten enthalten sind, ist empfehlenswert.
    • Probiotika gibt es auch als Arzneimittel.
    • Besprechen Sie die Einnahme der Arzneimittel mit Ihrem behandelnden Arzt.
  • Zink und Selen
    • Zink und Selen sind zwei lebensnotwendige Spurenelemente.
    • Mangel der beiden Spurenelemente kann die körpereigene Abwehr schwächen.
    • Empfohlen werden 10 bis 20 mg Zink und 50 bis 100 μg Selen pro Tag.
    • Während einer Chemo- und Strahlentherapie ist die Einnahme von bis zu 300 μg Selen pro Tag empfehlenswert (in Apotheken erhältlich; optimal als Natriumselenit).
    • Die Spurenelemente können über die Ernährung aufgenommen werden. Viel Zink ist enthalten in Haferflocken, Fisch, Fleisch. Selenlieferanten sind Fleisch, Fisch, Sesam, Vollkorn und Paranüsse.
    • Essen Sie nicht mehr als ein bis zwei Paranüsse pro Woche, da diese unerwünschten Verunreinigungen enthalten können. Achten Sie bei Paranüssen auf das Bio-Gütesiegel.

Tipps zur Lebensmittelhygiene bei Abwehrschwäche:

  • Essen Sie Speisen, die frisch zubereitet und nicht lange warmgehalten worden sind.
  • Waschen bzw. schälen Sie Ihr Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich.
  • Verzichten Sie auf rohes Fleisch und rohen Fisch.
  • Verzichten Sie auf Roheiprodukte und essen Sie nur gut gekochte Eier.
  • Vermeiden Sie Schimmelkäse und Rohmilchprodukte.
  • Nüsse und Samen können von Schimmelpilzen (Alfatoxine) befallen sein. Seien Sie vorsichtig.
  • Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum.
  • Verbrauchen Sie Inhalte aus offenen Flaschen, Tüten und Gläsern möglichst schnell.

Bei Aphten handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung der Mundschleimhaut und Speiseröhre. Die entzündeten Stellen heilen meist von selbst nach ein paar Tagen ab. Während dieser Zeit können die Entzündungen das Essen, Sprechen und Trinken jedoch stark beeinträchtigen. Um die Schmerzen zu lindern, haben Sie die Möglichkeit, schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel als Salbe, Spray oder in Tablettenform zu verwenden. Gebrauchen Sie antibakterielle, schmerzstillende Spüllösungen und Virostatika (verschreibungspflichtig) nur unter ärztlicher Anleitung.

Mundhygiene:

  • Mundspülungen mit Kamillen-, Minze- oder Salbeitee bzw. Kamillosan wirken entzündungshemmend und antibakteriell.
  • Regelmäßiges Zähneputzen sowie Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide unterstützen die Mundhygiene.

TIPP:

Essen Sie bei akuten Entzündungen keine Kartoffeln bzw. Kartoffelprodukte, da diese bei Kontakt mit Aphten starke Schmerzen verursachen können.

Myrrhentinktur:

Myrrhentinktur Hetterich, Inspirol: Wirkt, wenn sie mehrmals täglich lokal mit einem Wattetupfer aufgetragen wird, desinfizierend und schmerzlindernd.

Propolis:

Auch Bienenharz oder Kittharz genannt, ist ein „natürliches Antibiotikum” (in Apotheken als 10%ige Propolislösung erhältlich). Es wird mehrmals täglich auf die Aphten aufgetragen und bildet einen schmerzstillenden Film.

Sowohl eine Chemotherapie als auch eine Strahlentherapie im Beckenbereich (bei Prostata- oder Gebärmutterhalskrebs) kann die Schleimhaut der Harnblase schwächen und schädigen, in Folge kann es zu einer Entzündungsreaktion kommen. Durch die geschwächte Schleimhaut der Harnblase haben Keime ein leichteres Spiel und können eine Blasenentzündung verursachen. Typische Anzeichen für eine Blasenentzündung sind:

  • Häufiger Harndrang mit geringen Urinmengen.
  • Schmerzen oder Brennen beim oder nach dem Wasserlassen.
  • Blutungen und Fieber.

ACHTUNG:

Falls eine Blasenentzündung nicht ausheilt, kann diese „hochsteigen“ und zu einer Nierenbeckenentzündung führen. Dies kann Schädigungen der Niere zur Folge haben. Suchen Sie Ihren Arzt auf, falls die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage anhalten oder sehr stark ausgeprägt sind.

Trinken:

Trinken Sie bei einer akuten Entzündung mindestens zwei bis drei Liter am Tag. Optimal sind dabei Kräutertees und Mineralwasser (z. B. Nieren- und Blasentees, Birkenblätter- oder Schachtelhalmkrauttees).

Preiselbeersaft (Moosbeer- oder Cranberry-Saft):

Der Saft enthalt Mannose, einen Zucker, welcher die Andockstellen von Bakterien an der Blasen- und Nierenbeckenschleimhaut blockiert, sodass Bakterien nicht an der Schleimhaut haften können und ausgeschwemmt werden können. Trinken Sie zweimal täglich ca. 40 ml Saft (auch mit Wasser verdünnt möglich), um die gewünschte Schutzwirkung zu erzielen. Alternativ dazu gibt es Kapseln mit Cranberry-Extrakt (400 mg/Kapsel), die mehrmals täglich mit viel Flüssigkeit eingenommen werden sollten.

Kombinierte Behandlungskonzepte und Chemotherapien können Nebenwirkungen verursachen, die zu Veränderungen von Haut, Haaren und Nägeln führen. Bei Hautauschlägen ist es allgemein wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten (mehr Informationen zu einer ausgewogenen Ernährung finden Sie hier). Oftmals gibt es Lebensmittelunverträglichkeiten, die Hautauschläge verursachen. Durch körperliche Aktivität, psychisches Wohlbefinden und gezielten Schutz vor Infektionen kann die Hautgesundheit unterstützt werden.
Falls ein Hautauschlag auftritt, ist es wichtig, die Ursache und Notwendigkeit einer spezifischen Therapie ärztlich abzuklären. Therapien, mit denen ein Hautauschlag behandelt werden kann, erfolgen ursachenbezogen und bei Bedarf medikamentös, u. a. mit Vitamin-D-, Salicylsäure- oder Kortisonpräparaten bzw. Retinoiden oder Photo- und Lasertherapie.

Natriumselenit:

Hemmt durch die antioxidative Wirkung des Selens den Entzündungsprozess und fördert das schnellere Abheilen der Hautauschläge. Natriumselenit ist in Trinkampullen erhältlich. Die Flüssigkeit wird mehrmals täglich vorsichtig mit Watte auf die Hautauschläge aufgetragen/getupft.

Nachtkerzenöl:

Kann in Kapselform eingenommen werden oder auch als Öl zur äußeren Anwendung aufgetragen werden. Nachtkerzenöl enthält u. a. γ-Linolensäure und dient zur Linderung von diversen Hautauschlägen (insbesondere Ekzeme).

Probiotika:

Probiotika sind Bakterien bzw. Bakterienprodukte, die das Abwehrsystem in der Haut und Schleimhaut aktivieren können und somit den Hautauschlag lindern. Enthalten sind Probiotika in Joghurt bzw. Sauermilchprodukten oder als Arzneimittel.

Kolostrum-Extrakt:

Kolostrum-Flüssigextrakt enthält Eiweiße, die das Zellenmembran von Mastzellen stabilisiert und die Freisetzung des allergieauslösenden Histamins im Körper blockiert. Dadurch hat es eine lindernde Wirkung bei allergischen Hautauschlägen. Erhältlich ist das Flüssigextrakt in Ihrer Apotheke. Die Dosierung beträgt zweimal täglich 10 bis 20 ml.

Eberraute-Tee:

Die Inhaltsstoffe des Tees hemmen die Histaminausschüttung und reduzieren allergische Beschwerden. Trinken Sie bei allergischen Hautauschlägen morgens und abends eine Tasse davon.

Brottrunk:

Um die durch Entzündungsreaktionen freigesetzten Radikale, welche Hautauschläge auslösen, zu bekämpfen, können Sie Brottrunk trinken. Empfohlen werden zweimal pro Tag 100 bis 200 ml. Reiben Sie zusätzlich betroffene Körperregionen mehrmals täglich damit ein.

Unter Hand-Fuß-Syndrom versteht man schmerzhafte Symptome, die an den Handinnenflächen und Fußsohlen auftreten. Dies können zum Beispiel Rötungen, Schwellungen, Schuppungen, Einrisse, Entzündungen oder Missempfindungen sein. Dabei handelt es sich oftmals um eine Nebenwirkung von Chemo- und Antikörpertherapien. Die Ausprägungen des Hand-Fuß-Syndroms können unterschiedlich stark sein und bis hin zu einer vollkommenen Behinderung von Alltagstätigkeiten führen. Derzeit ist noch keine Ursache der Entstehung bekannt.
Zur Vorbeugung können Handinnenflächen und Fußsohlen mit Olivenöl oder fettenden, unparfümierten und allergenfreien Hautsalben eingerieben werden. Vermeiden Sie starke Belastungen der Fußsohlen (übermäßiges Laufen) und Belastungen der Handflächen. Um Verletzungen zu vermeiden, können Sie Baumwollhandschuhe und gepolsterte Schuhe nutzen.

ACHTUNG:

In sehr schweren Fällen von einem Hand-Fuß-Syndrom kann eine Reduktion der Chemotherapie-/Antikörperdosis oder auch eine Änderung des Therapieschemas notwendig sein, um die Symptome zu lindern.

TIPP:

Hand- oder Fußbad in abgekochtem Leinsamen. Die ausgekochten Eiweißsubstanzen aus Leinsamen bilden eine Schutzschicht auf Händen/Füßen und beschleunigen den Heilungsprozess.

  • Zubereitung: 5 bis 7 Esslöffel geschrotete Leinsamen ca. 5 Min. in Wasser aufkochen, abkühlen lassen und Hände bzw. Füße in der angenehm temperierten Flüssigkeit baden.

Hanföl (z. B. Kannabicare Pflegeöl):

Ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, u. a. Omega 3- bzw. 6- sowie Linolensäuren. Hanföl findet in der Naturheilkunde Anwendung bei Hautekzemen. Im Vergleich zu Olivenöl führt Hanföl zu einer signifikanten Verbesserung der Hauterscheinungen, was auf das ausgewogene Fettsäuremuster im Hanföl zurückgeführt wird.

Falls überschüssige Flüssigkeit nicht mehr abtransportiert werden kann und sich daraufhin im Körpergewebe ansammelt, entsteht ein Lymphödem. Oftmals entwickelt sich eine Schwellung an Armen oder Beinen. Ein Grund für die Entstehung von Lymphödemen ist oftmals eine operative Entfernung von Lymphknoten (zum Beispiel bei Brust-, Eierstock-, oder Prostatakrebs).

Symptome, die auf ein Lymphödem hindeuten:

  • Schwellung mit prall elastischer Konsistenz und verbreiterten Hautfurchen und -falten (nicht anhebbar).
  • Druck-, Spannungs- und Taubheitsgefühl (oft begleitet von Missempfindungen).
  • Schweregefühl, eingeschränkte Beweglichkeit.
  • Schnelle Ermüdbarkeit der betroffenen Region.

Achten Sie auf eine gründliche Hautpflege, vor allem der betreffenden Regionen, um eventuelle nachfolgende Infektionen zu verhindern.

ACHTUNG:

Hautentzündungen: Oftmals handelt es sich dabei um Streptokokkeninfektionen (Erysipele oder Wundrosen), welche schnellstmöglich ärztlich behandelt werden sollten.

Lymphdrainagen (Streichmassage oder intermittierende pneumatische Kompressionsbehandlungen):

Lymphdrainagen wirken lindernd. Sie sollten jedoch nur von geschultem Fachpersonal und auf Weisung Ihres Arztes erfolgen.

Kompressionstherapie:

Individuell angefertigte Kompressionsstrümpfe bzw. -bandagen können hilfreich sein.

Spezielle Bewegungstherapien:

Wirken entstauend und aktivieren den Körper, um neue Lymphbahnen auszubilden.

ACHTUNG:

Diuretika (wasserausschwemmende Medikamente) können nicht empfohlen werden. Die Medikamente verstärken durch Verklebungen der Eiweiße der Lymphflüssigkeit den Lymphstau.

Selenhaltige Enzym-/Linsenextrakte:

Bei der Gabe von selenhaltigen Enzym-/Linsenextrakten  handelt es sich um einen innovativen Behandlungsansatz bei Lymphödemen. Die Präparate enthalten die für die Behandlung von Lymphödemen wirksamkeitsgeprüfte Komponente Natriumselenit.

Bromelain:

Bromelain, ein eiweißspaltendes Enzym, hilft wirksamkeitsgeprüft zur Verringerung von Schwellungen. Die tägliche Einnahmeempfehlung liegt bei ca. 3000 bis 4000 FIP-Einheiten Bromelain.

Natriumselenit:

Selen hat eine antioxidative Wirkung und hemmt Entzündungsprozesse. Bei der Behandlung von Lymphödemen sollte Natriumselenit in Tablettenform täglich in einer Dosierung von 200 bis 300 μg eingenommen werden.

Zink:

Kann den Heilungsprozess unterstützen und aktiviert körpereigene Abwehrzellen. Von den entsprechenden Präparaten sollten 10 bis 20 mg pro Tag eingenommen werden.

Was Sie noch tun können, um ein Armlymphödem zu lindern und das Wohlbefinden zu erhöhen:

Durch muskuläre Aktivität und leichte Muskelarbeit kann der Lymphabfluss gefördert werden. Lagern Sie den betroffenen Arm (Unter- und Oberarm) mehrmals täglich auf einem Kissen hoch (über Herzhöhe). Senkrechtes Hochstrecken des Arms ist eher ungünstig.

Übung:

  • Drei bis vier Mal täglich.
  • Machen Sie eine Faust und spannen Sie die Armmuskulatur an.
  • Spannung drei bis vier Sekunden halten, danach lösen.
  • Wiederholen Sie diese Übung sieben bis zehn Mal.

Worauf Sie generell achten sollten:

  • Vermeiden Sie schwere Muskelarbeit. Tragen oder heben Sie nichts Schweres.
  • Tragen Sie Taschen auf der „gesunden Seite“. Bei Schmerzen verzichten Sie darauf (Alternativ können Sie ein Bauchtasche verwenden).
  • Vermeiden Sie enge Armausschnitte, Schmuck und BH-Träger, die einschneiden.
  • Vermeiden Sie große Hitze für den betroffenen Arm (heißes Baden, Sonnenbäder, langes Spülen). Wärme führt dazu, dass Flüssigkeiten versacken, da sich Blut- und Lymphgefäße weit stellen.
  • Aufgrund der schlechteren Versorgung des betroffenen Armes benötigt dieser Extra-Pflege.
  • Blutentnahmen oder Injektionen sollten möglichst am „gesunden Arm” durchgeführt werden. Falls dies nicht möglich ist, ziehen Sie Ihren Arzt zu Rate.
  • Blutdruckmessungen sollten nicht am Arm mit einem Armlymphödem erfolgen.

Missempfindungen sind die als unangenehm empfundene Wahrnehmung von Berührungs-, Schmerz- oder Temperaturreizen und treten teilweise als Nebenwirkung während und nach der Krebstherapie auf. Der Grund dafür ist, dass Chemotherapeutika auch Schäden der Nerven verursachen können. Unterschiedliche Symptome dafür sind:

  • Missempfindungen, meist in Händen, Füßen, Armen, Beinen (ausgelöst durch u. a. Cisplatin, Taxane, Vincristin).
  • Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörung (Auslöser u. a. Methotrexat, Ifosfamid).
  • Hör- und Sehstörung (Auslöser u. a. Cisplatin).
  • Magen-Darm-Störung, z. B. Lähmung (u. a. durch Vincristin).

Wissenschaftliche Studien konnten nachweisen, dass Vitamin E (Dosierung 2 mal 300 mg pro Tag) Missempfindungen durch platin- sowie taxanhaltige Chemotherapeutika reduzieren und mildern kann.

Acetyl-L-Carnitin:

Eine Aminosäure, welche die therapeutische Rate der Missempfindungen durch platin- oder taxanhaltige Chemotherapeutika reduzieren und mindern kann. Eine Dosierung von 1000 mg pro Tag (intravenös verabreicht) wurde als wirksam getestet

Natriumselenit (= anorganisches Selen):

Gibt es als Tabletten, Trinkampullen oder Infusionslösung. Eine Dosierung von 300 Mikrogramm pro Tag reduziert die nervenschädigenden Nebenwirkungen von Chemotherapeutika (u. a. Cisplatin, Adriamycin, Vinorelbin).

Gabapentin:

Ein Antiepileptikum; kann die durch Chemotherapie (u. a. Cisplatin, Taxane) ausgelösten Missempfindungen reduzieren. Eine Dosis beträgt dreimal täglich 300 mg. Die Einnahme sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Vitamin-B-Komplex:

Zum Beispiel neuro-ratiopharm, BVK-forte oder Liponsäure können Missempfindungen nach Chemotherapien lindern.

ACHTUNG:

Verfahren mit zweifelhaftem Erfahrungs- bzw. naturheilkundlichen Unbedenklichkeits-/Wirksamkeitsnachweis sind:

  • Homöopathie.
  • Bioresonanztherapie.
  • Kinesiologie, Organotherapie.
  • orthomolekulare Therapie mit Vitamin- und/oder Spurenelement-Einzelsubstanzen oder -Gemische.

Eine Narbenentstehung ist nach einer Operation nicht zu vermeiden. Dabei hängt die Größe der Narben von dem Umfang und der Dauer der Operation, der Nahttechnik, der Wundheilung und von dem Körper des Patienten ab. Falls nach der Operation eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie folgt, können Wulstnarben entstehen. Bemerkbar machen sich diese durch Juckreiz, Rötung, Brennen, Schmerzen sowie farbliche Veränderungen der Haut. Eine Rückbildung der Narbe ist möglich, jedoch sehr selten. Die Behandlung der Narben sollte immer fachärztlich betreut werden.

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Drucktherapie mit Kompressionsbandagen.
  • Medikamentöse Behandlung mit kortisonhaltigen Salben oder Kortisoninjektionen.
  • Strahlentherapie, Kryotherapie (Vereisung).
  • Lasertherapie oder Operation.
  • Physiotherapie, vor allem Massagen.

TIPP:

Durch silikonhaltige Gele können Narben in Erhabenheit, Farbe und Schmerzhaftigkeit gemindert werden. Durch Silikon erfolgt eine Reduktion der Kollagen- und Faserbildung (vergleichbar mit Kortison) ohne bekannte Nebenwirkungen.

ACHTUNG:

Verzichten Sie während der Wundheilung auf intensive Sonnenbestrahlung und Saunagänge. Außerdem sollte Kälte gemieden werden. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Contractubex:

Zur äußerlichen Behandlung von Narben und Wulstnarben eignet sich Contractubex Gel, ein Gel aus Zwiebelextrakt, Allantoin und Heparin. Bei regelmäßiger Anwendung zeigte es in einer Studie vergleichbare Narbenrückbildungen wie bei einer Kortisontherapie.

Verwendungsempfehlung:

Zwei- bis dreimal täglich das Gel behutsam in das Narbengewebe einmassieren. Die Behandlungsdauer sollte mindestens vier Wochen betragen (je nach Entwicklung der Narbe auch länger).

Wassernabelkraut:

Reduziert die Narbenbildung durch Hemmung von Entzündungsreaktionen und Faserbildung durch spezialisierte Hautzellen (Fibroblasten). Tinkturen und Salben mehrmals täglich lokal auf die vernarbten Hautbezirke auftragen.

Eiweißspaltende pflanzliche Enzyme:

Bromelain (3.000 bis 4.000 FIP-Einheiten pro Tag) oder alternativ definierte selenhaltige pflanzliche Enzymextrakte.

ACHTUNG:

Sprechen Sie die Einnahme vorab unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Eine sehr häufig auftretende Nebenwirkung von Chemo- und Strahlentherapien ist die Schleimhautentzündung. Grund dafür ist, dass die Therapien Zellen angreifen, welche sich schnell teilen (u. a. Krebsgewebe, Haarwurzeln, blutbildende Gewebe sowie Schleimhäute). Am häufigsten treten Schleimhautentzündungen bei Krebstherapien im Mund-Rachenraum auf.

Folgende Symptome können dabei auftreten:

  • Rötung

  • Schwellung

  • Blutung bis hin zu sehr schmerzhaften Geschwüren

Je nach Lokalisation der Schleimhautentzündung kann dies zu einer starken Minderung der Lebensqualität führen und weitere Folgen wie Gewichtsverlust durch reduzierte Nahrungsaufnahme, Durchfall, Erbrechen sowie Herz-Kreislauf-Symptome durch verminderte Flüssigkeitsaufnahme haben.

Therapie der Mucositis im Mund-Rachenraum:

Das Verabreichen der Schmerzmittel kann lokal (z. B. anästhesierende Mundspülungen) oder systemisch (z. B. Metamizol-, Tramadol- oder Morphin-Tropfen) erfolgen. Durch lokale Anwendung von sogenannten Antacida (Säureblocker) oder Sucralfat kann der Schmerz durch Bildung eines Schutzfilmes auf der entzündeten Schleimhaut gelindert werden. Bei einer zusätzlichen Infektion mit Viren oder Pilzen ist eine antivirale (z. B. bei einer Herpesinfektion) oder antimykotische (z. B. bei einer Candida-Pilzinfektion) Therapie notwendig.
Halten Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache, welche Therapie für Sie geeignet ist.

HINWEIS:

Regelmäßige Mundpflege (weiche Zahnbürste, um Verletzungen zu vermeiden) und Mundspülungen mit Kamillen- bzw. Salbeitee oder -wasser. Kamille und Salbei wirken entzündungshemmend und desinfizierend.

Ernährungstipps bei einer Schleimhautentzündung erhalten Sie hier.

Krebstherapien und natürliche Alterungsprozesse, die einhergehen mit Änderungen des Hormonhaushaltes, können trockene Haut und trockene Schleimhäute verursachen. Besonders bei Antihormontherapien (Tamoxifen, Aromasin, Arimidex, Femara, Zoladex), welche bei der Behandlung von hormonrezeptor-positiven Krebsarten angewendet werden, können zu trockener Haut und Schleimhäute führen. Betroffen sind dabei die Schleimhäute im Mund, Rachen, Magen-Darm-Trakt, im Scheidenbereich sowie an Augen und Gelenken. Bei trockenen Schleimhäuten verspüren Betroffene oftmals ein Jucken, Brennen und Schmerzen (z. B. Gelenkbeschwerden, Schluckschmerzen bzw. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr). Die Schleimhäute sind zudem dünner und somit verletzungsanfälliger. Equizym MCA bzw. Equinovo lindert aufgrund der schleimhautstabilisierenden Wirkung die Beschwerden, die durch die trockenen Schleimhäute entstehen. Neben Selen und pflanzlichen Enzymen enthält es ein Lektin (Eiweiß) aus Linsen. Lektin regt die Zellen der Gelenkschleimhaut dazu an, Flüssigkeit freizusetzen, die einen Schutzfilm bildet.

Phytoöstrogenhaltige Extrakte (aus Rotklee, Traubensilberkerze oder Soja):

Phytoöstrogenhaltige Extrakte können Frauen unterstützen, welche an einer trockenen Schleimhaut leiden und an einem hormonrezeptor-negativen Krebs erkrankt sind. Einnahmen sollten immer mit Ihrem betreuenden Frauenarzt abgesprochen und individuell dosiert werden.

ACHTUNG:

Frauen mit hormonrezeptor-positiven Krebsarten (Brust- oder Eierstockkrebs) sollten jede Art der Hormontherapie ausschließlich bedarfsangepasst, individuell und nur in Absprache und unter Kontrolle ihrer behandelnden Ärzte durchführen! Hormonrezeptor-positive Krebszellen können auch durch pflanzliche Hormone (Phytoöstrogene) zum Wachstum angeregt werden.

Befeuchtet werden können trockene Schleimhäute durch wasserlösliche Gele. Diese Gele sind hormonfrei und können auch nach erfolgreicher Behandlung von hormonrezeptor-positivem Brust- oder Eierstockkrebs angewendet werden. Trockene Augen können mit Augentropfen befeuchtet werden. Trockene Mundschleimhaut kann mit Glandosane-Spray befeuchtet werden.

Ernährungstipps bei Mundtrockenheit erhalten Sie hier.

Neben Übelkeit und Schwäche (Fatigue) ist das verstärkte Schwitzen eine der häufigsten Nebenwirkungen von Krebserkrankungen und deren Therapien. Insbesondere bei immunologischen Behandlungen mit Zytokinen, aber auch bei der Verabreichung von Wachstumsfaktoren (z. B. Neupogen, Neulasta), Bisphosphonaten  sowie Chemo- und antihormonellen Therapien leiden Krebspatienten an verstärktem Schwitzen.

Die Aktivität von Schweißdrüsen kann u. a. gehemmt werden durch:

  • Bad mit Zusatz von Eichenrindenextrakt. Das Extrakt wirkt entzündungshemmend und adstringierend.
  • Iontophorese: Das ist eine Therapie mit Gleichstrom, der mittels Elektroden der Haut zugeführt werden kann. Die Elektroden mit Anleitung sind in Apotheken erhältlich. Das Wirkprinzip beruht auf einer Hemmung von Nervenimpulsen sowie auf einer direkten Hemmung von Schweißdrüsen durch den Gleichstrom.

ACHTUNG:

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) bewertet in einer Stellungnahme (Februar 2014) die reguläre Anwendung aluminiumhaltiger Deodorantien kritisch. Es ist derzeit die Unbedenklichkeit hinsichtlich der Entstehung von Brustkrebs nicht belegt. Es gibt eine Auswahl an Deos zu kaufen, die bewusst auf Aluminium verzichten.

Tipps bei verstärktem Schwitzen:

  • Viel trinken (mind. zwei bis drei Liter täglich).
  • Tragen Sie luftige Kleidung, die den Schweiß aufsaugt (Baumwolle, Leinen, Seide).
  • Stress, Alkohol, Kaffee, Tabak oder Gewürze können das Schwitzen verstärken.
  • Körperliche Aktivität reduziert Stress und stabilisiert die Durchblutung.
  • Machen Sie Entspannungsübungen zur Stressreduktion.
  • Salbeitee und insbesondere Salbeiextrakt haben einen direkt hemmenden Einfluss auf die Schweißdrüsen und können deren Tätigkeit reduzieren (Sweatosan; 100 bis 150 mg; zweimal täglich).
  • Ein wirksames Deodorant und desinfizierende Seifen verhindern Geruchsentwicklung durch bakterielle Zersetzung des Schweißes.

TIPP:

Ein Kamillenbad: 10 bis 20 ml standardisierte Kamillenlösung mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen (15 Minuten ziehen lassen). Anschließend das Wasser zum Badewasser hinzugeben.

Durch eine Strahlentherapie kann es je nach Hauttyp zu Reizungen bis hin zu Verbrennungen an Haut und Schleimhäuten kommen. Abhängig ist dies zudem von der von Strahlenart und -dosis sowie von der Größe des Bestrahlungsfeldes. Grund dafür ist die abtötende Wirkung der ionisierenden Strahlen auf schnell wachsende Zellen (Krebszellen, aber auch Haut- und Schleimhautzellen).

Die Symptome einer Strahlendermatitis sind:

  • Leichte, einem Sonnenbrand ähnliche Rötung bis hin zu starken Rötungen.
  • Schwellung (Ödembildung).
  • Blasenbildung und nässende Haut.
  • Geschwüre (Strahlenulcus).
  • Gewebeuntergang (mit Haarausfall, Funktionsverlust von Schweiß- und Talgdrüsen).

Folgen einer Strahlendermatitis:

  • Änderungen der Hautfarbe des Bestrahlungsfeldes (heller oder dunkler).
  • Haut kann atrophisch, d. h. dünner und empfindlicher werden.

Schwere Nebenwirkungen einer Strahlentherapie sind allerdings heutzutage sehr selten geworden.

ACHTUNG

Das Auftreten einer Strahlendermatitis erfolgt meistens während oder kurz nach einer Strahlentherapie. Informieren Sie bei allen neuen Hautreizungen Ihren betreuenden Arzt.

Nach abgeschlossener Strahlentherapie können Sie entzündungshemmende Salben und Wundkompressen nutzen. Wundverbände schützen die geschädigten Hautbereiche und bilden ein feuchtes Milieu. Durch angemessene Hautpflege und Hautreinigung, Bekleidung und körperliche Aktivitäten unterstützen Sie Ihre Haut.

Arnikahaltige Gele oder Cremes:

Kühlen, lindern Schmerzen und regen die Neubildung von Hautzellen an.

Calendula officinalis (= Ringelblume):

Wundsalben wirken entzündungshemmend und unterstützen die Neubildung von Hautzellen.

Aloe-Vera-haltige Gele:

Wirken bei lokaler Anwendung entzündungshemmend, töten Bakterien, Viren und Pilze ab. Zudem stabilisieren Sie die Zellmembranen. Bei milder Strahlendermatitis können Aloe-Vera-haltige Gele durch ihre kühlenden und entzündungshemmenden Eigenschaften nützlich sein.

ACHTUNG:

Aufgrund der unterschiedlichen Erscheinungsformen und Verläufe einer Strahlendermatitis sprechen Sie eine komplementärmedizinische Anwendung mit Ihrem betreuenden Strahlentherapeuten ab, damit Sie eine individuelle und fachkompetente Therapieempfehlung erhalten!

Tipps zur Lebensmittelhygiene bei Abwehrschwäche:

  • Essen Sie Speisen, die frisch zubereitet und nicht lange warmgehalten worden sind.
  • Waschen bzw. schälen Sie Ihr Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich.
  • Verzichten Sie auf rohes Fleisch und rohen Fisch.
  • Verzichten Sie auf Roheiprodukte und essen Sie nur gut gekochte Eier.
  • Vermeiden Sie Schimmelkäse und Rohmilchprodukte.
  • Nüsse und Samen können von Schimmelpilzen (Alfatoxine) befallen sein. Seien Sie vorsichtig.
  • Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum.
  • Verbrauchen Sie Inhalte aus offenen Flaschen, Tüten und Gläsern möglichst schnell.

 

Hygiene bei Krebs - geschwächtes Immunsystem -Händewaschen
Tabletten und Curcuma - unterstützende Therapien

 

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Informationen zu einer gesunden Lebensmittelauswahl bzw. empfehelnswerten Ernährung finde Sie hier.

 

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