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Der Nutzen von einer Ernährungsoptimierung bei Krebspatienten

Ihr Körper kann nur das nutzen, was Sie Ihm geben. Stärken Sie sich!

Essen und Trinken sind lebensnotwendig. Die Nährstoffe aus Lebensmitteln sind Bausteine für unseren Körper und unser Leben.

Der Körper nutzt Lebensmittel, um zum Beispiel Energie zu gewinnen, Zellen aufzubauen und Reparaturen durchzuführen. Körperliche Abläufe wie Atmung, Herzschlag, Wärmeregulation und Blutdruck funktionieren nur reibungslos, wenn sie durch passende Nährstoffe unterstützt werden. 
Um einen guten Allgemeinzustand und Lebensqualität auch während Ihrer Krebserkrankung aufrecht zu erhalten, ist eine ausgewogene Ernährung notwendig. Diese besteht aus einer Mischung aus Eiweißen, Fetten, Kohlenhydraten, Wasser, Vitaminen und Mineralstoffen. Durch einen guten Ernährungszustand können Sie die optimale Durchführung der Standardtherapie ermöglichen und somit die Heilungschancen verbessern. Demzufolge sollte eine Ernährungsoptimierung ein zentraler Bestandteil im Therapiekonzept sein.

 

Eine optimierte Ernährung und komplementäre Produkte sowie Vitalstoffe können:

  • Ihre Lebensqualität steigern
  • Nebenwirkungen onkologischer Behandlungen mindern
  • Die Wirkung von Krebsbehandlungen unterstützen
  • Entzündungen entgegenwirken
  • Blutwerte verbessern
  • Das Zellwachstum reduzieren
  • Ihren Therapieerfolg verbessern
Ernährung umstellen und Therapieerfolg bei Krebs verbessern-Ernährungsoptimierung bei Krebspatienten

 

Oftmals helfen Ihnen kleine Tipps und Optimierungen schon dabei, sich während und nach der belastenden Krebstherapie besser zu fühlen. Scheuen Sie sich nicht, einen Ernährungsberater aufzusuchen, welcher Sie individuell beraten kann.

Nutzen Sie die Möglichkeiten, welche eine Ernährungsoptimierung bietet und versorgen Sie Ihren Körper mit den notwendigen Lebensmitteln

 

 

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Ernährungstipps,- Berater & komplementäre Produkte während und nach Ihrer Krebserkrankung

 

 

Spezielle Ernährungsarten / Diäten

Erhalten Sie einen Überblick über die derzeit verbreiteten Krebsernährungsarten und Krebsdiäten, sowie eine Bewertung und Einschätzung von Experten.

Komplementäre Produkte & Vitalsäfte

Erhalten Sie einen Überblick über Produkte, die Sie während und nach Ihrer Krebserkrankung unterstützen und Nebenwirkungen der Krebstherapie mindern.

Lebensmittelauswahl

Lernen Sie Lebensmittel und Ihre Hauptbestandteile, sowie deren Wirkungen kennen. Eine optimierte und abgestimmte Ernährung kann Sie während und nach Ihrer Krebserkrankung unterstützen, Ihre Lebensqualität steigern und Ihre Heilungschance verbessern.

  

Omega 3 Fettsäuren – Der Nutzen einer Ernährungsoptimierung

 

 

INFORMATIONEN

Kosten der Ernährungstherapie

Krankenkassen übernehmen den größten Teil der Kosten der ernährungstherapeutischen Beratungen. Ernährungstherapie ist eine private Leistung, die Sie bei anerkannten Ernährungstherapeuten in Anspruch nehmen können. 

Möchten Sie, dass sich Ihre Krankenkasse finanziell daran beteiligt, ist der folgende Ablauf sinnvoll.
Um einen Kostenzuschuss von Ihrer Krankenkasse zu erhalten, sind folgende drei Schritte notwendig:

 

  • 1. Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt eine „Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung“ ausstellen. Einen Vordruck finden Sie unter „Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung“.
  • 2. Schicken Sie die ausgefüllte Bescheinigung an Ihre Krankenkasse und bitten Sie um schriftliche Mitteilung, wie hoch der Zuschuss zur Ernährungstherapie sein wird.
  • 3. Wählen Sie einen qualifizierten Ernährungstherapeuten, der die Beratungen fachkundig durchführt. Er erstellt Ihnen auch einen Kostenvoranschlag, falls Ihre Krankenkasse dies wünscht.

Die Zuweisung ist für den Arzt budgetneutral, d. h., die Ernährungstherapie hat keinen Einfluss auf sein Budget. Die Zuschusshöhe ist bei den einzelnen Krankenkassen unterschiedlich geregelt.

Produkte für die Ernährungstherapie

Bestimmte Produkte können von Ihrem Arzt verordnet werden, um Ihren Ernährungszustand zu verbessern. Fragen Sie Ihren Arzt oder Versorger vor Ort, welche Kosten auf Sie zukommen, da teilweise bestimmte Nahrungen, Verbands- und Hilfsmittel zuzahlungspflichtig sind.

 

Enterale Nahrungen:

Verordnungsfähig sind Trink- und Sondennahrung bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur normalen Ernährung. Dies ist der Fall, wenn sonstige ärztliche, pflegerische oder ernährungstherapeutische Maßnahmen oder eine geänderte normale Ernährung zur Verbesserung der Ernährungssituation nicht ausreichen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die enterale Ernährung. (Arzneimittelrichtlinie Kap. I §§ 18-26). Ebenfalls sind Hilfsmittel zur Applikation der enteralen Ernährung und Verbandmittel verordnungsfähig. Für Privatversicherte ist empfehlenswert, die Regelungen zur Kostenerstattung bei Ihrer jeweiligen Krankenkasse anzufragen.

 

Parenterale Lösungen:

Verordnet Ihr Arzt die parenterale Ernährungsform, werden die Kosten für Arznei-, Verband- und Hilfsmittel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Andere Regeln gibt es für Verbandstoffe und Hilfsmittel. Die Zuzahlung für Nahrungslösungen entspricht der von Medikamenten.

Folgen einer Mangelernährung

Neben dem fortschreitenden Gewichtsverlust kommt es bei einer Mangelernährung einerseits zu einem erhöhten Verbrauch an Energiereserven, z.B. von Körperfett, und andererseits geht Muskel- und Organmasse verloren. Zudem können spezifische Nährstoffmängel auftreten. All dies kann zu ganz verschiedenen körperlichen Symptomen führen (s. nachfolgende Auflistung) und sich ebenso auch auf die Psyche auswirken.

 

  • Muskulatur: Weniger Muskulatur und Kraft Schwäche, geringere Leistungsfähigkeit, Immobilität Höheres Sturzrisiko
  • Haut: Zunehmend dünn, blass und unelastisch
  • Skelett: Verminderte Knochendichte und dadurch vermehrte Knochenbrüche
  • Immunsystem: Schwächung des Immunsystems, erhöhte Infektanfälligkeit Langsamere Heilung und mehr Komplikationen
  • Gastrointestinaltrakt: Störungen der Magen-Darm-Funktion  Verstopfung, Durchfall, Unverträglichkeiten

Kraftverlust bei einer Krebserkrankung

Durch die Veränderungen des Stoffwechsels bei einer Krebserkrankung kann es zu einer Veränderung der Körperzusammensetzungen und einem Gewichtsverlust kommen.

Die Gewichtsreduzierung bei Krebspatienten geht nicht auf den Abbau überschüssiger Fettreserven, sondern den Verlust an Muskulatur zurück. Dies hat einen zusätzlichen Kraftverlust zur Folge und ist ein bedeutsamer Hinweis auf einen Mangelernährungszustand, welcher durch ernährungs-therapeutische Maßnahmen behandelt werden sollte.

 

 

AKTUELLE BERICHTE

 

 

Spaß und Probleme beim Kochen während der Krebserkrankung

Tipps zur Ernährungsoptimierung:

Eine optimierte Ernährung sollte Ihre persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten berücksichtigen. Dabei benötigen Sie Zeit und Geduld. Eine Ernährungsumstellung von Heute auf Morgen ist oftmals zum Scheitern verurteilt. Sie sollten Ihre Essensgewohnheiten selbst reflektieren und überlegen, wo dort die Schwachstellen liegen.  Überlegen Sie sich, was sie ändern können oder lassen Sie sich dazu von einen Ernährungsberater beraten, um Ihre Ernährung zu optimieren. Sie müssen selbst herausfinden, für welche Anpassungen Sie bereit sind und wie Sie diese in Ihren Alltag integrieren können.

Ausgewogenes gesundes Essen, das Ihnen schmeckt steht in keinerlei Widerspruch zueinander.

 

Wieso mag ich viele Dinge nicht mehr, die ich früher gern mochte?

Oftmals können aufgrund der unterschiedlichen Krebstherapien Veränderungen im Geschmacksempfinden entstehen. Nahrungsmittel können auf einmal bitter, intensiver, metallisch oder fad schmecken. Wichtig ist es, diese Veränderungen in Ihrem Speiseplan zu berücksichtigen. Falls Sie kein Fleisch mehr essen können, probieren Sie Fisch oder andere alternative eiweißreiche Nahrungsmittel aus. Sie können ihre normale Nahrung über energie- und eiweißreiche Trinknahrung ergänzen.

 

 

 

Leckere und gesunde Gerichte - Gerichte bei Krebs- Veränderungen im Geschmack - Ernährungsoptimierung

Allgemeine Ernährungsempfehlung bei einzelnen Nebenwirkungen

  • Essen und trinken Sie, wenn Sie Appetit bekommen. Unabhängig davon wann, auch nachts. Oftmals hilft es, Kleinigkeiten wie eine Schüssel Wallnüsse dort zu verteilen, wo Sie sich aufhalten (Fingerfood).
  • Oftmals sind viele kleinere Portionen leichter zu schaffen und bekömmlicher als wenige große.
  • Lassen Sie sich bekochen (falls möglich), richten Sie Ihre Gerichte optisch ansprechend her, vermeiden Sie Essensgerüche (lüften).
  • Wenn Sie Speisen und Getränke energiereicher zubereiten wollen, können Sie diese mit fettreichen Zusätzen wie zum Beispiel Öl und Nussmus anreichern.
  • Bestimmte Kräuter und Gewürze im Essen regen den Appetit an und erleichtern die Verdauung, z. B. Ingwer, Fenchel, Lorbeer, Rosmarin, Dill, Schnittlauch, Senf, Curry und Cayenne-Pfeffer.
  • Wenn intensive Essengerüche sättigend oder abstoßend auf Sie wirken, hilft gutes Lüften (auch während des Kochens). Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass jemand anderer für Sie kocht. Zudem gilt: Heiße Speisen riechen meistens intensiver als lauwarme oder kalte.
  • Lassen Sie sich beim Essen ablenken. In Gesellschaft, beim Lesen oder Fernsehen fällt das „nebenbei“ viel leichter.
  • Falls Sie sich dennoch sehr schwertun, Nahrung zu sich zu nehmen, kann Ihnen Ihr Arzt Aufbaunahrungen und appetitsteigernde Medikamente verschreiben.

  • Müdigkeit kann durch einen Mangel an Eisen oder Vitamin B12 hervorgerufen werden. Eine gute Nährstoffversorgung ist Voraussetzung, um kraftvoll und widerstandsfähig zu sein.
  • Körperliche Bewegung mindert die Symptome der Fatigue. Sie verbessert die Sauerstoffaufnahme, hebt die Stimmung, erhält die Muskeln und verringert die Nebenwirkungen der Therapie. Mehr dazu finden Sie im Bereich Trainings- und Bewegungstherapie.
  • Verwöhnen Sie sich selbst oder lassen Sie sich dabei von anderen unterstützen.
  • Die sogenannte „integrative Onkologie“ oder komplementäre Behandlungsmethoden ermöglichen weitere Fatigue-Behandlungen. Medizinisch anerkannt sind inzwischen z. B. Akupunktur, Misteltherapie, Entspannungstherapie und Wasseranwendungen. Sprechen Sie es bei Ihrem Arzt an.

  • Bevorzugen Sie Nahrungsmittel mit geringem Eigengeschmack (Kartoffeln, Vollkornbrot, Reis)
  • Vermeiden Sie geruchsintensive Zubereitungen, falls Sie darauf sensibel reagieren. Essen Sie Speisen lauwarm.
  • Wenn Kochgerüche Sie stören, lüften Sie während des Kochens gut, nutzen Sie eine Kerze oder einen Geruch, der Ihnen guttut.
  • Würzen Sie beim Kochen eher zurückhaltend. Geben Sie erst bei Tisch Salz, Pfeffer und frische Kräuter dazu.
  • Schmeckt etwas unangenehm oder fad, kann ein Spritzer Zitronensaft im Essen helfen.
  • Meiden Sie möglichst süße oder bittere Zutaten.
  • Kaugummis können den schlechten Geschmack mindern.
  • Ersetzen Sie bei metallischem Geschmacksempfinden Zubereitungsgeschirr aus Edelstahl oder Metall durch Materialien wie Glas und Kunststoff.
  • Es kann helfen, öfter einen Schluck zu trinken, um den schlechten Geschmack aus dem Mund zu beseitigen. Spülen Sie den Mund vor dem Essen aus.
  • Zwingen Sie sich nicht, Lebensmittel zu essen oder zu trinken, die Ihnen nicht schmecken.
  • Falls Sie die Möglichkeit haben, andere für Sie kochen zu lassen, nutzen Sie diese. Ihr Appetit bleibt erhalten und Sie sind keinen Gerüchen ausgesetzt.

  • Stärken Sie Ihr Immunsystem mit frischen Lebensmitteln. Sie enthalten alle Nähr- und Schutzstoffe.
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel unterstützen des Abwehrsystem im Darm. Unter anderem unterstützen Milchsäurebakterien dort das Immunsystem.
  • Waschen und schälen Sie daher rohes Gemüse und Obst grundsätzlich, um die Aufnahme unerwünschter Keime zu vermeiden. Essen Sie nur gut gegartes Fleisch und gegarten Fisch.
  • Rauchen Sie nicht, das belastet das Immunsystem. Zusätzlich braucht der Körper Kraft für die Entgiftung.
  • Bewegung und Sport verbessert die Stimmung und stärkt das Immunsystem.

  • Verzichten Sie auf aufblähend wirkende Gemüse wie alle Kohlsorten, Rettich, Paprika, Gurken, Zwiebeln und Hülsenfrüchte, falls Sie empfindlich sind. Essen Sie stattdessen Obst und leicht verträgliches, feines Gemüse, z. B. Karotten, Fenchel, Chinakohl, Spinat, Tomaten, Zucchini, grüne Salate. Gedünstetes ist oft besser verdaulich als Rohkost.
  • Nutzen Sie entblähende Gewürze wie Kümmel, Fenchel, Anis, Basilikum und Thymian.
  • Artischockenextrakt und pflanzliche Extrakte aus z. B. Fenchel, Ingwer, Kamille, Angelika-Wurzel oder Mariendistelfrucht können bekanntlich die Beschwerden lindern.
  • Gehen Sie nach dem Essen spazieren, ein Spaziergang kann Beschwerden vorbeugen oder sie bessern.
  • Leichter verdaulich sind mageres Fleisch, Kartoffeln, Reis, Fisch.
  • Trinken Sie nur zwischen den Mahlzeiten (am besten kohlensäurearme Getränke).
  • Probiotischer Naturjoghurt und Heidel-/Preiselbeeren verbessern die Verdauungsleistung und wirken blähungshemmend.
  • Vermeiden Sie:
    • Fette und geräucherte Fleisch, Wurst- und Fischwaren
    • Streich und Zubereitungsfett
    • Fettreiche Backwaren, frische Brote, blähende und schwer verdauliche Gemüsesorten wie: Kohl, Sauerkraut, Wirsing, Zwiebeln, Porree, Paprika, Pilze, Gurken- und Rettichsalat, Oliven sowie Hülsenfrüchte
    • Unreifes Obst, Steinobst
    • Vollfette Milchprodukte
    • Alkohol
    • Hart gekochte Eier, fette Eierspeisen
    • Süßigkeiten

  • Kaugummi und säurehaltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte regen den Speichelfluss an. Eine sanfte Variante sind zum Beispiel Salbeibonbons.
  • Trinken Sie viel und häufig Wasser, Tee oder Säfte.
  • Trinken Sie häufig kleine Mengen, am besten Wasser, Tee oder Saft.
  • Kaffee und schwarzer Tee haben anregende Wirkung, fördern aber zugleich die Mundtrockenheit. Alternativ können Sie Tee aus frischem Ingwer trinken.
  • Pfefferminztee verstärkt ein trockenes Mundgefühl. Tees aus Salbei, Kamille, Ringelblume oder Thymian sind besser geeignet.
  • Falls Sie Schwierigkeiten haben, Flüssigkeit zu trinken, essen Sie wasserreiche Obstsorten und Lebensmittel.
  • Trockene Schleimhaut neigt zu Entzündungen. Eibisch oder lauwarmer Leinsamenschleim enthalten Stoffe, die sich schützend auf die Schleimhaut legen.
  • Lippen können Sie feucht halten, indem Sie sie mit einem feuchten Schwamm oder Lappen benetzen.
  • Ihr Arzt kann zudem „künstlichen Speichel“ verschreiben.

  • Weiche Kost erleichtert das Essen, zum Beispiel Kartoffelpüree, mildes Obstkompott, zarter Fisch oder weiches Fleisch in milder Soße.
  • Fettreiche Zusätze wie Öl können Speisen gleitfähiger machen.
  • Austausch säurehaltiger Lebensmittel wie Orangen oder Tomaten gegen milde Lebensmittel wie Birne oder Avocado.
  • Geeignet sind lindernde Mundspülungen wie Kochsalzlösung, Sanddorn-Öl oder lauwarmer Tee aus Salbei, Kamille, Pfefferminze oder Ringelblume.

  • Essen Sie vermehrt weiche Kost.
  • Dickflüssige Speisen und Getränke sind beim Schlucken leichter zu kontrollieren als dünnflüssige. Klare Suppen sollten gebunden werden.
  • Verwenden Sie milde Gewürze bei Schmerzen und Schluckstörungen.
  • Wenn Schmerzen und Entzündungen die Schluckstörung begleiten, bevorzugen Sie milde Gewürze und säurearme Lebensmittel.
  • Bildet sich bei Milchgenuss ein unangenehmer Schleim im Hals, können Sie alternativ Sojamilch oder Sauermilchprodukte wie Kefir und Buttermilch benutzen.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mahlzeiten. Falls Sie dauerhaft Probleme beim Schlucken haben, können speziell ausgebildete Schlucktherapeuten Ihnen Techniken zeigen.
  • Meiden Sie Fruchtsäure.
  • Kühle und gekühlte Speisen wirken schmerzlindernd und werden als angenehmer empfunden als warme und heiße Gerichte.
  • Saure, bittere oder stark gewürzte Nahrungsmittel sowie kohlensäurehaltige Getränke können die Beschwerden verschlimmern.

  • Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen kann durch Trinken ausgeglichen werden.
  • Die Inhaltsstoffe von Salbei wirken hemmend auf übermäßiges Schwitzen.
  • Trinken Sie Tees aus milden Gewürzen und koffeinfreien Getränke.
  • Wasser hilft gegen Schweißausbrüche: Das körpereigene Nervensystem kann durch regelmäßige Wechselgüsse, Sauna und kalte Waschungen trainiert werden.
  • Körperliche Aktivität kann Hitzewallungen und Schweißausbrüche verringern. Wirkt präventiv gegen Osteoporose.

  • Essen Sie langsam, kleine Mahlzeiten und dafür öfter.
  • Vermeiden Sie starke Gewürze, bevorzugen Sie warmen Getreidebrei und gedünstetes Gemüse, Kartoffelbrei etc.
  • Bitterstoffe in Chicorée, Endivie oder Rauke verbessern die Bekömmlichkeit von Speisen.
  • Tees aus diesen Pflanzen können Übelkeit lindern:
    • Kamille (wirkt zusätzlich krampflösend)
    • Ingwerwurzel (wirkt zusätzlich durchwärmend)
    • Pfefferminze (wirkt zusätzlich kühlend)

  • Homöopathische Heilmittel, die hilfreich sein können, sind Ipecacuanha D4-D6 oder Nux vomica D4-D6.
  • Übelkeit führt automatisch dazu, dass vorher verzehrte und dann erbrochene Speisen ab sofort abgelehnt werden. Daher essen Sie nichts, was Sie gerne essen, direkt vor einer Chemotherapie, falls Sie an Übelkeit und Erbrechen leiden.
  • Der Geruch von Lavendel und Anis kann den Brechreiz reduzieren.
  • Wärme auf dem Bauch, sanfte Arm- oder Beinmassagen sowie Ablenkung wirken entspannend.
  • Greifen Sie bereits vor dem Aufstehen zu Knäckebrot, Zwieback oder Reiswaffeln, um morgendliche Übelkeit zu lindern.
  • Lüften Sie regelmäßig und vermeiden Sie Essensgerüche.

  • Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, trinken Sie warmes Wasser, Tees oder Gemüsebrühe (2,5 bis 3 Liter am Tag).
  • Bei länger anhaltenden Durchfällen sollten Sie kaliumreich essen (Bananen).
  • Heidelbeeren pur können den Stuhlgang verfestigen.
  • Essen Sie vermehrt Äpfel, Bananen oder Möhren. Sie enthalten Pektin, ein Ballaststoff, der im Darm Wasser bindet.
  • Häufige kleine Mahlzeiten.
  • Brottrunk kann die Darmfunktion stabilisieren und Durchfall lindern.
  • Gut sind gekochte Gemüsesorten wie Kartoffeln, Möhren, Fenchel, Sellerie, Pastinake, gehäutete Tomaten, Zucchini und junger Kohlrabi. Würzen Sie passende Speisen mit Muskatnuss, verzögert dies den Transport der Speisen im Darm.
  • Suppen aus Reis, Haferflocken, Graupen oder Leinsamenschrot enthalten Schleimstoffe, die im gereizten Magen-Darm-Bereich heilend wirken.
  • Operationen sowie Chemotherapie können eine Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktose) auslösen. Lassen Sie sich bei Ihrem Arzte auf Laktoseintoleranz testen.
  • Ingwer wirkt beruhigend auf die Schleimhäute des Magen-Darmtraktes.
  • Tipp: Karottensuppe nach E. Moro: 500 g geschälte Karotten zerkleinern, in 1 Liter Wasser 1 bis 1 1/2 Stunden kochen, durch ein Sieb pressen oder mit dem Mixer pürieren. Danach die Gesamtmenge auf 1 Liter mit Wasser ausfüllen und einen knapp gestrichenen Teelöffel (ca. 3 g) Kochsalz hinzufügen. In kleinen Mengen verabreichen.

  • Ballaststoffe (Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Leinsamen) wirken der Verstopfung entgegen. Sie binden Wasser und sorgen durch ihr Volumen dafür, dass der Darminhalt schneller transportiert wird.
  • Ohne ausreichend Flüssigkeit verstärken Ballaststoffe die Verstopfung (mindestens 1,2 bis 2 Liter am Tag).
  • Meiden sie Nahrungsmittel mit stopfender Wirkung (geriebene Äpfel, Bananen, Knäckebrot, Kartoffeln, schwarzer Tee, Schokolade)
  • Sauerkrautsaft oder Kraut bringen den Darm in Schwung. Steigern Sie die Menge langsam, da es blähend wirken kann.
  • Fördern Sie die Verdauung durch ein Glas kaltes oder lauwarmes Wasser auf nüchternen Magen. Eingerührter Milchzucker kann eine abführende Wirkung unterstützen.
  • Bewegung und Bauchmassagen unterstützen die Verdauungsarbeit.
  • Medikamente, Angst, Aufregung und Bewegungsmangel können Verstopfung auslösen. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Lösungen er Ihnen anbieten kann.
  • Essen Sie ballaststoffreich:
    • Vollkornmehl aus Hafer, Weizen oder Roggen und daraus hergestellte Brote; Hirse und Mais
    • Vollkornnudeln, Kartoffeln und Naturreis
    • Gemüse und Hülsenfrüchte: Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Karotten, Linsen, Wirsing, Grünkohl, Zuckerschoten, Rosenkohl, Lauch, Sellerie
    • Obst: Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Birnen, (eingeweichtes) Trockenobst, z. B. Pflaumen, Feigen; Nüsse, Kerne und Samen
  • Probiotika dienen zur Stabilisierung und Wiederaufbau der Darmflora (= Bakterien, die für die Funktion der Schleimhaut und des Darmes notwendig sind). Erhältlich sind diese als Arzneimittel in der Apotheke und kommen in Joghurts und Sauermilchprodukten vor. Als Arzneimittel sollten sie nur auf ärztliche Anordnung eingenommen werden.
  • Darmspülungen mit reinem Wasser. Stellen eine Alternative zu Abführmittel dar und führen zu einer sofortigen Entleerung des Enddarmes.
  • Abführmittel sind in Apotheken erhältlich. Bei Bedarf sollten diese nur unter ärztlicher Kontrolle und über einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden.

  • Omega-3-Fettsäuren können bei unangenehmen Störungen der Sensibilität an Händen und Füßen lindernd wirken und sind entzündungshemmend.
  • Nehmen Sie ausreichend Vitamin B1 auf. Dieses „Nervenvitamin“ kommt in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vor.
  • Spezielle bewegungstherapeutische Maßnahmen und Trainings können Nervenschäden reduzieren.

  • Essen Sie eiweißreiche Lebensmittel wie z. B. Fisch, Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte und Milchprodukte. Eiweiß dient zur Wundheilung.
  • Wundheilung bedarf vermehrt Vitamin C und Vitamin E. Zitrusfrüchte, Johannisbeeren, Paprika und Kartoffeln (Vitamin C) sowie Nüsse und pflanzliche Öle (Vitamin E) sind daher zu empfehlen.
  • Zink (in Fisch und Fleisch) ist wichtig für die Wundheilung und Ihr Immunsystem.
  • Die in fettem Fisch wie z. B. Lachs enthaltenen Omega-3-Fettsäuren (entzündungshemmend) können Ihre Regeneration fördern.

  • Essen Sie kleine Portionen (verteilt über den Tag).
  • Kamillentee kann lindernd wirken.
  • Vermeiden Sie Lebensmittel, die Sodbrennen begünstigen (Kaffee, Süßigkeiten).
  • Gehen Sie nach dem Essen spazieren, legen Sie sich nicht hin.
  • Schlafen Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeit, Medikamente einzusetzen.

  • Beachten Sie die Zutatenliste und Deklaration auf den Lebensmitteln beim Einkauf.
  • Gut verträglich bei leichter Intoleranz sind Hart-/ Schnitt-/ Weich- und Sauermilchkäse
  • Achten Sie auf eine ausreichende Kalziumzufuhr: Trinken Sie Sojamilch und Sojaprodukte anstatt Milch; kalziumreiche Mineralwässer tragen ebenfalls zur Versorgung bei.
  • Laktosehaltige Lebensmittel
    • Milchprodukte: Milch, Milchpulver, Joghurt, Pudding, Dickmilch, Buttermilch, Crème fraîche, süße und saure Sahne, Schmand, Quark, Molke, Kondensmilch, Käsezubereitungen (Koch-, Schmelz-, Frischkäse)
    • Backwaren: Knäckebrot, Milchbrötchen, Gebäck, Kuchen, Kekse
    • Fertigprodukte: Kartoffelbrei, Instantsuppen/-soßen, Fertiggerichte, Gemüsezubereitungen, Müsli, Cremespeisen
    • Süßwaren: Schokolade, Bonbons, Eiscreme
    • Fleischprodukte: Brühwurst, Leberwurst
    • Konserven:
    • Butter/Margarine:
    • Süßstoffe:
    • Kalziumbrausetabletten
  • TIPP: Durch ein Ernährungstagebuch können Sie Ihre individuelle Laktoseverträglichkeit/-toleranz ermitteln. Nutzen Sie dabei die Begleitung eines Ernährungsberaters.

ERFAHRUNGSBERICHTE

 

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Häufig gestellte Fragen im Bereich Ernährung finden Sie hier.

Falls Sie dennoch weitere Fragen haben, erhalten Sie zusätzliche Informationen auf der Seite des Tumorzentrums München - Ernährung.

 

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