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Der Nutzen von Training und Bewegung bei Krebspatienten

Sport hat einen positiven Einfluss auf Krebserkrankungen. Bewegung hilft!

Sie fühlen sich schwach, beeinträchtigt in Ihrer Lebensqualität oder haben starke Nebenwirkungen onkologischer Behandlungen?

Gezielte körperliche Aktivität kann zu einer Risikoreduzierung medizinischer Nebenwirkungen und Komplikationen, einer Verbesserung der psycho-physischen Stabilität, der Lebensqualität und zu einem verbesserten medizinischen  Therapieerfolg führen. Krebspatienten wird eine körperliche Aktivität von mindestens 150 Minuten pro Woche bei moderater Intensität (oder 75 Minuten intensiver Aktivität) sowie Krafttraining an mindestens zwei Tagen pro Woche empfohlen.

 

Durch gezielte körperliche Aktivität können vor allem Nebenwirkungen wie:

  • Fatigue- Syndrom (Müdigkeit)
  • Polyneuropathie
  • Harninkontinenz (nach Prostataoperationen)
  • Kachexie (abnormale Gewichtsreduktion; Muskelverlust)
  • Lymphödem
  • Knochenmetastasen
  • Nebenwirkung der Hormontherapie
  • Arthralgie (Gelenkschmerzen)
  • Osteoporose
Älterer Mann macht Sport - während Krebstherapie - Therapieerfolg verbessern

reduziert werden. Training und Bewegung kann zudem die eigene Körperwahrnehmung, die Wechseljahresbeschwerden, Übelkeit, Osteoporose, Muskelabbau, Immunsystem, Isolation, Motivation, Kognitive Dysfunktion, Selbstvertrauen, Ängste, Depressionen, Selbstbewusstsein, Kommunikation und Passivität positiv beeinflussen.

 

Nutzen Sie die Möglichkeiten der Trainings- und Bewegungstherapie um ihre Lebensqualität zurück zu erlangen, Nebenwirkungen zu lindern und den Therapieerfolg zu verbessern.

 

 

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INFORMATIONEN

Wichtige Punkte, die Sie vor Trainingsbeginn beachten sollten:

  • Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt. Erzählen Sie Ihm von Ihrem sportlichen Plänen.
  • Stellen Sie Ihre Sporttauglichkeit fest. Nährere Informationen erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt.
  • Besteht eine Bruchgefahr bei Ihren Knochen (Knochenmetastasen)? Dies kann spezielle Auswirkungen auf Ihre Trainingsgestaltung haben.

Was macht Ihr Bewegungstherapeut?

Ihr onkologischer Trainings- und Bewegungstherapeut erstellt mit Ihnen ein personalisiertes bewegungstherapeutisches Konzept.

Dabei werden die Krebsentität und ihre Auswirkungen, ein medizinisches Behandlungskonzept und seine Nebenwirkungen oder Defizite sowie die Bewegungserfahrung des Patienten berücksichtigt.

Ist Sport nach einer Operation möglich?

Nach einer Operation müssen die Wundheilungsphasen berücksichtigt werden. Dabei ist eine Rücksprache mit dem zu behandelnden Arzt zu halten. Ein langsamer Einstieg ist jedoch empfehlenswert.

Es gibt Operationen, bei denen schon am Folgetag mit leichtem Krafttraining begonnen werden kann. Falls Ihnen der Arzt bestätigt, dass Sie wieder Sport betreiben können, Sie jedoch unsicher sind, können Sie erst mit Übungen starten, die den Wundbereich nicht beeinflussen. Falls Sie zum Beispiel einen Eingriff an der Schulter hatten, starten Sie mit dem Unterkörper.

Nach dem Training wird empfohlen, den Wundbereich und die umliegende Körperstruktur darauf hin zu beobachten, ob die Belastung toleriert wird. Falls Veränderungen auftreten, teilen Sie es Ihrem Arzt mit.

 

 

AKTUELLE BERICHTE

 

 

Lebensqualität durch Sport steigern - Frau ist sportlich aktiv

Sport für Menschen mit Krebserkrankungen

Noch vor wenigen Jahren wurde Krebspatienten geraten, sich während und nach einer Krebsbehandlung zu schonen. Wissenschaftliche Studien haben nun mehrfach bewiesen, dass Krebspatienten in fast jeden Krebsstadium und Situation durch eine gezielte Bewegungstherapie Krebs- und Therapiefolgen spürbar reduzieren und lindern können.

Eine Krebstherapie bringt zahlreiche Nebenwirkungen mit sich. Mögliche Schmerzen, Kachexie, eingeschränkte Bewegungsfreiheit sowie eine geschwächte Immunabwehr. Dies kann zu Einschränkungen bei vielen Alltagsaktivitäten führen,

wie zum Beispiel Treppensteigen oder Konzentrationsschwierigkeiten. Bewegung und gezieltes Training hilft dabei, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. Das sorgt nicht nur für einen besseren körperlichen Zustand und einer verbesserten Lebensqualität, sondern reduziert auch die Gefahr eines Rezidivs, also das Fortschreiten der Krebserkrankung.

 

Allgemeine Trainingsempfehlungen und wichtige Informationen zum Start 

Leitsätze der Trainings- und Bewegungstherapie in der Onkologie, dienen zur Orientierung bei der Trainingsdurchführung und Planung.

  • Es sollte so früh wie möglich mit der Trainings- und Bewegungstherapie begonnen werden (Am besten direkt nach der Diagnose, warten Sie nicht bis die Standardtherapie beginnt).
  • Die Trainingsintervention ist umso spezifischer, je früher die Behandlungsphase ist.
  • Die unterschiedlichen Krebsentitäten benötigen ihre eigenen Trainingsinterventionen.
  • Über alle Behandlungsphasen sollte Bewegung und Sport den Krebspatienten begleiten.

Bei einer Trainings- und Bewegungstherapie gibt es allgemeine Empfehlungen, welche Sie beachten sollten:

Desinfektion/ Hygenie: 

Aufgrund der Erkrankung und der häufig sehr aggressiven Therapien ist Ihr Immunsystem oftmals geschwächt und damit leichter anfällig für Infekte und Erkrankungen. Vermeiden Sie dies und wischen Sie mit den vorhandenen Desinfektionstüchern die Kontaktflächen an den Geräten ab. Bei Bedarf können Sie Ihr eigenes kleines Desinfektionsmittel für Ihre Hände mitnehmen.

Medizinische Unbedenklichkeitsbescheinigung:

Falls Sie eine onkologische Trainings- und Bewegungstherapie bei einen onkologischen Trainings- und Bewegungstherapeuten beginnen wollen, achten Sie darauf, dass Sie eine medizinische Unbedenklichkeitsbescheinigung (Sporttauglichkeitsbescheinigung) von Ihrem behandelnden Arzt vorzeigen können.

Unwissenheit und Fehlinformationen:

Unsicherheit, Unwissenheit und Fehlinformationen (zum Teil sogar von Ihren Hausärzten) sind oftmals die Hauptgründe für körperliche Inaktivität und Passivität. Falls Sie sich nicht sicher sind, nutzen Sie die Möglichkeit mit einen der Experten im Bereich der Trainings- und Bewegungstherapie direkt in Kontakt zu treten. 

Leistungsschwankungen:

Lassen Sie sich nicht von Ihrer Tagesform demotivieren. Aufgrund der Behandlungen und deren Wirkungen kann es zu starken Schwankungen der Leistung kommen. Kein Tag ist wie der andere. Passen Sie bei schwachen Tagen Ihr Trainings- und Bewegungsprogramm an.

Bei den folgenden Kontraindikationen handelt es sich um krebsspezifische Kontraindikationen. Kardiologische, orthopädische und psychische Kontraindikationen müssen hinzukommend berücksichtigt werden. 

Absolute Kontraindikationen:

Absolute Kontraindikationen sind nicht mit einem Bewegungsverbot oder einer Inaktivität gleichzusetzen. Jedoch ist ein Training kontraindiziert. Aktivitäten im Alltag sind jedoch nicht verboten bzw. ausgeschlossen.

  • Thrombozytenwerte unter 10.000/μl.

  • Akute Blutungen bzw. starke Blutungsneigung.

  • Starke Schmerzen und eine Verstärkung der Schmerzen durch Bewegung.

  • Fieber bzw. Temperatur über38ºC.

  • Blutungsneigung oder -zeichen zwischen 10.000 und 20.000/μl Thrombozyten.

  • Akute Infektionen (zum Schutz anderer).

  • Die ersten 48 Stunden nach gleichzeitiger Gabe von Herzeptin und Chemotherapie (erhötes Risiko von Herzrythmusstörungen).

  • Hämoglobinwerte unter 8g/dl Blut in Kombination mit Schwindel.

Relative Kontraindikationen:

Relative Kontraindikationen müssen unter individueller Absprache mit Ihren Bewegungstherapeuten besprochen werden, bevor Sie mit dem Training beginnen. Falls Sie alleine keinen Bewegungstherapeuten haben, liegt es in Ihrem eigenen Ermessen, ob Sie sich bewegen oder nicht. Oftmals ist ein angepasstes Training/Bewegung möglich.

  • Nach der Verabreichung von akut herz- oder nierenschädlicher Chemotherapeutika (am Tag selbst und 24-48 Std. danach sollten keine anstrengenden Interventionen gemacht werden).

  • Tolerierbare Schmerzen.

  • Übelkeit bzw. Erbrechen.

  • Schwindel.

  • Hämoglobinwerte unter 8g/dl Blut.

  • Bewusstseinseinschränkungen und Verwirrtheit.

  • Metastasen im Kopf (Bei Hirnmetastasen keine anstrengende Interventionen aufgrund von Anfallsneigung).

  • Metastasen in der Leber ( Bei Lebermetastasen keine anstrengende Interventionen aufgrund der Blockierung der Pfortader und der daraus sich ergebenden höheren Gefahr einer kardiovaskulären Dekompensation.

Soweit keine Kontraindikationen vorliegen, können alle Krebspatienten unabhängig von dem Therapiestatus und Prognose eine Trainings- und Bewegungstherapie beginnen.

Je nach Sporterfahrung, Krebsentität, Stadium der Erkrankung, Behandlungsphase (kurativ oder palliativ), Nebenwirkungen und Kontraindikationen etc. der Krebspatienten, kann sich der Trainings- und Bewegungsplan extrem unterscheiden.

Die nachfolgenden Inhalte dienen als "Basis", mit denen Sie das Training beginnen können:

  • Das Basistraining setzt sich aus Kraft- und Ausdauertraining zusammen. (Sehr gut dafür geeignet sind zum Beispiel sogenannten medizinische Kraft- und Ausdauergeräte).
  • Medizinische Kraft- und Ausdauergeräte unterstützen Patienten bei der Bewegungsdurchführung und können sehr genau und individuell eingestellt werden.
  • Der Trainingszyklus kann allgemein in vier Zyklen unterteilt werden: (Je nach Patient kann sich jeder Zyklus anpassen oder auch aufgrund der Anamnese übersprungen werden).
    • Zyklus 1: Eingewöhnung: Gerätegewöhnung (Dauer: 1-2 Wochen),
    • Zyklus 2: Kraftausdauertraining (Dauer: 12 Wochen)
    • Zyklus 3: Hypertrophietraining (Dauer: 12 Wochen)
    • Zyklus 4: Exzentrisches Training (Dauer: 12 Wochen)
  • Beispielhafte Übungen im Bereich Kraft:
    • Beine: Beinpresse, Beinbeuger, Beinstrecker, Kniebeugen, 
    • Rücken: Rudern, Latzug, Klimmzüge
    • Brust: Brustpresse, Liegestütz
    • Schulter: Nackendrücken
    • Arme: Bizepscurls, Trizepscurls
    • Bauch: Crunches, Unterarmstütz
    • Hüfte, Gesäß: Beinspreizer, Kreuzheben, Hüftstrecker
  • Beispielhafte Übungen im Bereich Ausdauer:
    • Cross-Trainer, Fahrrad, Laufband, Fahrrad liegend, Seilspringen, Rudermaschine, Joggen, Nordic Walking, spazieren, wandern

Das Basismodul dient als Orientierung. Detailiertere Aussagen bezüglich der Übungsauswahl,den Intensitäten, der Durchgänge, der Dauer der Übungen etc. können nicht getroffen werden, da diese nur individuell mit den jeweiligen Patienten getroffen werden können.

Die Anworten auf weitere offene Fragen erhalten Sie im Bereich Patienteninformationen.

 

 

Onkologische Trainings - und Bewegungstherapie - individuelle Betreuung

 

 

Spezifische Trainingsempfehlung bei einzelnen Nebenwirkungen

Spezifische Kontraindikationen:

  • Für Fatigue gelten die allgemeinen Kontraindikationen.

Empfohlene Therapiedauer:

  • 12 Wochen.

Krafttraining

  • 3 Trainingseinheiten pro Woche.

  • Starker Fatigue: Das Krafttraining wird zunächst ohne Widerstand durchgeführt. Schritt für Schritt werden leichte Gewichte ergänzt, sofern diese toleriert werden.

Ausdauer

  • Leichte Fatigue: 20–30 min pro Trainingseinheit, 3–5 Tage pro Woche.
  • Moderater Fatigue: Steigerung des Trainingsumfanges von 5-10 min pro Trainingseinheit.

  • Starke Fatigue: Trainingseinheit mit geringen Intensitäten, Walking/Radfahren von mehreren Einheiten à 5–10 min.

Sanfte Bewegungsformen

  • Tai Chi.
  • Qigong.

  • Yoga.

Allgemein

  • Vor Beginn des Trainings Fatigue-Ausprägung bestimmen, beispielsweise mittels visueller Analogskala.
  • Je schwerer die Fatigue, desto geringer die Intensitäten.

  • Insgesamt 90–120 min/ Woche moderates Training während der adjuvanten medizinischen Therapie.

  • Auf regelmäßige Pausen achten.

  • Überlastungen vermeiden, sie verstärken die Fatigue-Problematik!

Verhaltenstipps:

  • Übertraining ist zu vermeiden.

Spezifische Kontraindikationen:

  • für das Vibrationstraining der Füße:

    • Osteolysen.

    • Osteosynthesen.

    • Hüft-TEP.

    • Frakturen der unteren Extremitäten in den letzten 2 Jahren.

    • Thrombosen.

    • Geschwüre am Fuß.

  • für das Vibrationstrainng der Hände:

    • Osteolysen.

    • Osteosynthesen.

    • Schulter-TEP.

    • Frakturen der oberen Extremitäten in den letzten 2 Jahren.

    • Akute Problematik der BWS und/oder HWS und Schulter.

    • Thrombosen.

    • Geschwüre an den Händen.

    • Akute Entzündungen und Arthrose in den Händen.

  • Derzeit sind keine spezifischen Kontraindikationen für das Sensomotoriktraining bekannt.

Empfohlene Therapiedauer:

  • 6–36 Wochen.

Vibrationstraining:

  • 18 Hertz und höher, Steigerung um 2 Hertz je 1–2 Wochen, Amplitude 1 mm und höher.

Verhaltenstipps:

  • Weitere Aspekte, welche neben dem Sensomotorik- und Vibrationstraining in Ihren Alltag integriert werden können:

  • Bei Polyneuropathie in den Händen: Feinmotorikschulung durch zum Beispiel Stricken, Knöpfe annähen, Gemüse schälen oder das hantieren mit kleinen Gegenständen.

  • Bei Polyneuropathie in den Füßen: Gleichgewichtsschulung durch das Einnehmen verschiedener Standpositionen (geschlossener Stand, Tandem-Stand, Semi-Tandem-Stand, Einbeinstand). Ziel ist es dabei, die Standposition möglichst lange zu halten.

Spezifische Kontraindikationen:

  • Katheter noch nicht bzw. noch keine 48 Std. entfernt.

  • Akute Schmerzen beim bzw. durch das Training.

Empfohlene Therapiedauer:

  • 12 Wochen (Besteht die Inkontinenz weiter, auf mindestens 6 bis maximal 12 Monate ausdehnen).
  • Falls der Patient kontinent aus dem Krankenhaus entlassen wird, benötigt er kein Schließmuskeltraining.

Präoperatives Training:

  • Beginn 4 Wochen präoperativ mit Schließmuskeltraining
  • Bewegungsempfehlung wie in der postoperativen Phase

Schließmuskeltraining:

  • 24 Stunden nach komplikationsfreier Entfernung des Katheters kann mit der Fortsetzung begonnen werden (es darf nicht nachbluten). Erste Schließmuskelübungen im Krankenhaus. Schließmuskelübungen (bis zu 12 Monate, 1× / Woche betreut + Empfehlungen für zu Hause)

Intensität und Dauer:

  • 3–4 Trainingseinheiten / Tag mit 10–15 Kontraktionen
  • Möglichst täglich; beginnend bei 30–50 Kontraktionen, langsam steigernd bis maximal 90 Kontraktionen pro Tag
  • Anspannungsphase: 5–10 Sekunden
  • Entspannungsphase: 10–20 Sekunden
  • Zunächst im Liegen, dann aber auch im Sitzen, Stehen und während Alltagsaktivitäten.
  • Zu Beginn langsame und sanfte Kontraktionen. Bei guter Verträglichkeit wird die Kontraktionsintensität nach und nach gesteigert.
  • Daueranspannungen sind zu vermeiden
  • Einsatz von Biofeedback kann empfohlen werden.

Verhaltenstipps:

  • Sportarten mit starken Impacts (wie z.B. Joggen, Tennis, Handball), welche einen erhöhten Druck auf den Beckenboden ausüben können die Inkontinenz verstärken.

  • Fahrradfahren ist erst nach vollständiger Nabenheilung zu empfehlen. (Unter Berücksichtigung der Schmerzproblematik).

  • Aus hygenischen Gründen bei bestehender Inkontinenz Besuche im Schwimmbad vermeiden.

  • Belastung der Schließ-/Beckenbodenmuskulatur vor beckenbodenbelastenden Aktivitäten und Situationen.

Spezifische Kontraindikationen:

  • Für Kachexie gelten die allgemeinen Kontraindikationen.

Empfohlene Therapiedauer:

  • Solange Sie Kachexie gefährdet sind, haben  (36 Wochen).

Ausdauertraining:

  • Wird begleitend zum Krafttraining bei jeder Trainingseinheit durchgeführt.
  • Moderate Ausdauerintensität, 2-3× / Woche, 30-60 Minuten.
  • Empfehlung: Nordic Walking, Walking.
  • Möglichst Dauermethode.

Verhaltenstipps:

  • Nach dem Krafttraining sollte ein Regenerationstag erfolgen.

  • Neben der Trainings- und Bewegungstherapie sollte insbesondere ein ernährungsspezifisches Verhalten fokussiert werden.

Spezifische Kontraindikationen:

  • Erysipel (Wundrose) (Rötung,Schmerz, Fieber etc.)

  • Schmerzen und Verschlechterung der Problematik, welche durch die körperliche Aktivität generiert wurden

Empfohlene Therapiedauer:

  • 12 Wochen Wassertherapie. Danach: dauerhaft moderates Kraft- und/oder Ausdauertraining, dass die vom Lymphödem betroffenen Extremitäten einbezieht.

Krafttraining der betreffenden Extremität:

  • Bei Exazerbation Intensitäten reduzieren und Wiederholungszahl erhöhen. Falls dennoch Beschwerden weiter zunehmen: betreffende Extremität vom Training aussetzen.

Ausdauertraining:

  • 2–3 × / Woche, 20–30 min, u. a. in Form von (Nordic) Walking.
  • Allgemein: Training ggf. mit Kompressionsstrümpfen.

Verhaltenstipps:

  • Der Grund für eine Verstärkung oder Verminderung von Ödemen kann sehr unterschiedlich sein.

  • Bewegung: Ausreichende Bewegung sorgt für eine gute Regulierung des Lymphflusses. Die Muskelpumpe regt dabei den Lymphfluss an und unterstützt das Lymphgefßsystem. Lypmphdrainage kann zusätzlich zur Regulierung des Lymphflusses beitragen.

  • Kompression: Druck auf das Gewebe führt zu einem verbesserten Lymphfluss. Jedoch wird dies nicht immer toleriert. Daher muss das Tragen von Kompressionsstrümpfen bei Bewegung und Sport individuell entschieden werden. (Erneuern Sie ale 3-6 Monate die Kompressionsstrümpfe)

  • Hygenie: Haben Sie einen besonderen Fokus auf gute Hygenie der betroffenen Extremitäten und legen Sie Wert auf Hautpflege, da die Haut aufgrund des gespannten Zustandes und das Tragen der Kompressionsstrümpfe zu Trockenheit neigt. 

  • Kleidung: Die Kleidung sollte angenehm sitzen und nicht einengen oder abschnüren

  • Sicherheit: Vermeiden Sie Verletzungen der betroffenen Extremitäten, sowie Sonnenbäder. Dies kann zu einer Verschlechterung der Symptomatik führen.

Spezifische Kontraindikationen:

  • Starke Schmerzen, die bei dem Training auftreten oder versträrkt werden, sind Kontraindikationen für das Training.

Empfohlene Therapiedauer: 

  • 36 Wochen;  Dauer der Trainingseinheit 45-60 Minuten.

Keine Frakturgefahr:

Ausdauertraining:

  • Wird begleitend zum Krafttraining bei jeder Trainingseinheit durchgeführt.
  • Moderate Ausdauerintensität, 2-3× / Woche, 30-60 Minuten.

Frakturgefahr:

  • Berücksichtigung beim Training und Anpassung (Rücksprache mit Arzt halten).
  • Gymnastische Kräftigungsübungen; Sensomotorik/ Koordination bzw. Gleichgewichtstraining (zur Sturzprophylaxe) und Körperwahrnehmungsübungen.

Zusätzlich Impact-Training:

Sowohl bei Knochenmetastasen mit als auch ohne Frakturgefahr:

  • Bei Knochenmetastasen ohne Frakturgefahr, Intensität: Hoch, Bewegungsform: Sprünge aus 30cm Höhe und höher

  • Bei Knochenmetastasen ohne Frakturgefahr, Intensität: Moderat, Bewegungsform: Springen/ Hüpfen (beidbeinig, einbeinig)

  • Bei Knochenmetastasen mit Frakturgefahr, Intensität: Niedrig, Bewegungsform: Spazieren, Treppenabsteigen, klatschen, auf der Stelle maschieren

Verhaltenstipps:

  • Bleiben Sie aufmerksam und vermeiden Sie Sturzgefahren und Hindernisse (z.B. Glatteis, Unebenheiten etc.).

  • Tragen Sie festes Schuhwerk.

  • Achten Sie darauf, dass Sie sich während des Trainings festhalten können.

 

Spezifische Kontraindikationen:

  • Akute Schmerzen beim bzw. durch das Training

  • Keine Ausführung der Trainingseinheit bei akuter Knochenbruchgefahr

  • Angepasstes Traininig bei Hypertonie

Ausdauertraining:

  • 3–5 × / Woche, 20–60 min

Verhaltenstipps:

  • Aufgrund erhöhter Knochenbruchgefahr sollten Betroffene auf Sturzgefahren im Alltag aufmerksam gemacht werden.

  • Durch das erhöhte Hypertonierisiko ist eine regemäßige und selbstständige Blutdruckmessung im Alltag sehr wichtig.

  • Achten Sie während der Belastung auf eine bewusste Atmung. Kontrollieren Sie Ihre Herzfrequenz.

Spezifische Kontraindikationen:

  • Für Arthalgie gelten die allgemeinen Kontraindikationen.

Empfohlene Therapiedauer:

  • 12 Monate.

Ausdauertraining:

  • 150 min aerobes Ausdauertraining auf dem Fahrrad pro Woche.

Krafttraining:

  • 2 × / Woche supervidiertes Krafttraining mit 70 % der max. Kapazität und 8–12 Wiederholungen bei drei Sätzen.

Spezifische Kontraindikationen:

  • Akute Frakturen.

  • Körperstellen, welche akut Frakturgefährdert sind, dürfen nicht belastet werden.

Empfohlene Therapiedauer:

  • Dauer der Trainingseinheit 45-60 Minuten.

Leichte Osteoporose:

  • Kraftausdauertraining: Start: 2× / Woche, 2–3 Sätze
  • Zusätzlich ist ein Vibrationstraining bei niedrigen Frequenzen möglich.

Mittelschwere – schwere Osteoporose (mit Frakturen):

  • 2× / Woche: Übungsprogramm mit isometrischen Kräftigungsübungen und Gleichgewichtsschulungen sowie Impacts durchgeführt werden.
  • Kein Vibrationstraining aufgrund der Frakturgefahr.

Zusätzlich Impact-Training bei Osteopenie als auch Osteoporose

Sowohl bei Knochenmetastasen mit als auch ohne Frakturgefahr:

  • Bei Osteopenie, leichte Osteoporose, Intensität: Hoch, Bewegungsform: Sprünge aus 30cm Höhe und höher.

  • Bei leichter und mittelschwerer Osteoporose, Intensität: Moderat, Bewegungsform: Springen/ Hüpfen (beidbeinig, einbeinig).

  • Bei schwerer Osteoporose und Frakturgefahr, Intensität: Niedrig, Bewegungsform: Spazieren, Treppenabsteigen, klatschen, auf der Stelle maschieren.

Ausdauertraining:

  • Moderate Ausdauerintensität; Spazieren gehen, walken.

Verhaltenstipps:

  • Vermeiden Sie Drehbewegungen und Starke Erschütterungen.

  • Achten Sie auf ausreichende körperliche Bewegung und Belastungen.

  • Achten Sie auf eine optimierte Ernährung um das Fortschreiten der Osteoporose zu vermeiden.

ERFAHRUNGSBERICHTE

 

Sie benötigen Unterstützung bei der Bewegungs- und Trainingsgestaltung, sind sich unsicher bei Übungen oder haben weitere Fragen? Finden Sie Ihren passenden Trainings- und Bewegungstherapeut in Ihrer Stadt und Umgebung.

 

 

Häufig gestellte Fragen im Bereich Trainings- und Bewegungstherapie finden Sie hier.

Falls Sie dennoch weitere Fragen haben, erhalten Sie zusätzliche Informationen auf der Seite des Tumorzentrums München - Bewegung.

 

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